@agmü schrieb: @vogtsburger schrieb: ... es muss das pure Grauen sein, sich in einer juristischen Auseinandersetzung gegen halluzinierte Aussagen oder gegen angebliche, aber nicht existierende Fundstellen 'wehren' zu müssen ... ... nach dem Motto "Aussage gegen Falschaussage" ... Das macht die Arbeit einerseits echt mühsam, andererseits hat schon manch deutlicher Hinweis auf die Halluzination dazu geführt, dass der Schuldner freiwillig bezahlt hat. ... Da fand ich die anerkennende Äußerung eines Richters gegenüber meinem Ausbilder: "Ihre Zitate müssen wir nicht mehr nachschlagen. Wenn Sie etwas zitieren ist die Fundstelle richtig und der Inhalt entspricht dem, was sie vortragen", als einen echten Ritterschlag. Ob KI jemals ein solches Lob ernten wird? https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/ki-panne-im-gericht-us-richter-verh%C3%A4ngt-bu%C3%9Fgeld-und-sperre-gegen-anw%C3%A4lte/ar-AA25oSYN Zitat: „Keine von beiden hat die von KI generierten Rechtsquellen vor der Einreichung ihrer Schriftsätze überprüft“, schrieb US-Bundesrichterin Sharion Aycock. „Ihr blindes Vertrauen in die KI ohne Überprüfung belegt für sich genommen bereits bösgläubiges Handeln.“ Shauncey Ridgeway und Mark McClinton, die lokalen Anwälte für Kläger und Verklagten, räumten ein, die Schriftsätze vor der Einreichung nicht gelesen zu haben. Alle vier Anwälte gaben an, erst von den KI-halluzinierten Zitaten erfahren zu haben, nachdem die Richterin das Problem Ende vergangenen Jahres angesprochen hatte. Sie entschuldigten sich und zeigten laut Aycock eine „beschämte Haltung“. Der Vorfall hatte das Gericht dazu veranlasst, das Verfahren auszusetzen und den geplanten Prozess abzusagen. Die Entschuldigung der Anwälte beeindruckte die Richterin wenig. „In einer Zeit grassierender, ungeprüfter KI-Nutzung im Rechtswesen ist dieser Fall ein Paradebeispiel für die Risiken, die damit verbunden sind, als lokaler Anwalt zum bloßen Stempelhalter zu werden“, schrieb die Richterin. Wilson und Williams traf es am härtesten: zwei Jahre Ausschluss vom Auftreten vor dem Gericht sowie Geldstrafen von etwa 2.200 bzw. 3.000 Euro. Ridgeway und McClinton wurden von dem Fall ausgeschlossen und jeweils mit rund 860 Euro bestraft. (Falls jemand auf die Frage von @agmü eine Antwort wollte)
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