Hallo @vogtsburger , ich greife die Fragen zu DATEV Mittelstand Faktura, wenn auch verspätet, noch einmal auf. vorweg: Ich arbeite seit 2023 mit dieser Komponente in Verbindung mit dem Zusatzmodul Verkauf und mit Rechnungswesen. Die Einführung des Programms lag vor meinem Einstieg in mein Unternehmen. Das Zusatzmodul wurde benötigt, um mehrsprachige Rechnungstexte zu hinterlegen und Abschlagsrechnungen zu erstellen. Nice to have: wiederkehrende Belege und Möglichkeit Fremdwährung. Ansonsten vieles individuell einstellbar (z.B. Layout, das auch für den Sichtbeleg der ZUGFeRD-Rechnung übernommen wird, auch wenn dieser nicht als Originalrechnung gilt). grundsätzlich: Das Programm erfüllt die Anforderungen einer Fakturasoftware (zumindest für unsere Belange). Ob Ihre Mandanten das produktiv einsetzen können, kann ich nicht beantworten. Funktionalitäten: Wichtig für die Auswahl des Fakturaprogramms war auch die Anbindung an das Rechnungswesen. Die Buchhaltung wird von uns selbst übernommen. Der Fakturist erstellt Rechnungen, muss aber kein ausgebildeter Buchhalter sein. D.h. Geschäftsvorfälle mit entsprechenden Konten und Steuersystematik (Inland, EU und Drittland) sollten anhand des Artikelstamms vorbelegt sein (nicht im Kundenstamm – dort nur die Steuerpflicht). Die Rechnungen werden an das Rechnungswesen zur Buchung übermittelt. Beides ist entsprechend eingerichtet. Die Zuordnung der Geschäftsvorfälle kann in der Belegerfassung auch geändert werden (z.B. für Verkauf im Inland gibt es zwei verschiedene Vorgänge). Auftragswesen next hat nicht alle Funktionen wie Mittelstand Faktura (siehe Vergleich Dok.-Nr.: 1029065). Daher für uns keine Alternative. Seit 01.01.2025 erstellen wir E-Rechnungen an unsere Kunden. Wir erstellen in den Formaten ZUGFeRD und XRechnung. Ich konnte den Prozess begleiten und habe die eine oder andere Hürde mit DATEV erlebt. Mittlerweile bin ich zufrieden mit der Umsetzung, auch wenn es aus meiner Sicht Optimierungspotenzial gibt. Optimierungspotenzial: Angaben Versender: BT-41 Ansprechpartner, BT-42 E-Mail, BT-43 Telefonnummer werden aus den Stammdaten gezogen. Dort hinterlegt ist die kaufmännische Leitung (und soll auch so bleiben). D.h. ich muss die Angaben mit meinen Daten bei jedem Beleg überschreiben, obwohl ich mit Kontaktdaten als Fakturist hinterlegt bin. Legal Information: Pflichtangaben Briefpapier (u.a. Registergericht, HRB-Nr. , Sitz und Geschäftsführer) werden nicht über die Stammdaten gezogen, obwohl hinterlegt, sondern muss über optionales Feld BT-33 manuell eingefügt werden. XRechnungen an ausländische Behörden: bisher konnten nur XRechnung nur mit einer Leitweg-ID erstellt werden (Präfix 0204 für inländische Behörden). Mittlerweile sind auch andere Präfixe möglich, z.B. Peppol-Kennung (bisher noch nicht ausprobiert). Rechnungsbegründende Unterlagen: laut Leistungsbeschreibung E-Rechnungen sind verschiedene Formate möglich (wie in der EU Richtlinie festgelegt). Tatsächlich geht nur PDF. Fazit: Wenn das Rechnungsaufkommen überschaubar ist, also keine Massenverarbeitung, halte ich es für praktikabel. Wie lange es von DATEV noch unterstützt wird, also Komponente „mit Rechnungswesen“, fraglich.
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