@jareddaum schrieb: Ich muss nach der bisherigen Diskussion meinen eigenen Vorschlag aus Nachricht 22 noch einmal ganz klar korrigieren und präzisieren: Wir brauchen von der DATEV überhaupt kein NEUES Cloud-Rechenwerkzeug. Wir haben bereits die perfekte Schnittstelle – und genau die muss eins zu eins erhalten bleiben: Die festen Exportplatzhalter aus Excel direkt in die gewünschten Zellen der Steuerformulare. Jeder von DATEV neu entwickelte Workflow, der zusätzliche Klicks, manuelle Exporte oder Zwischenimporte erfordert, würde den Zeitaufwand pro Steuererklärung massiv erhöhen. Es gibt in puncto Effizienz schlicht nichts Besseres als eine feste, automatisierte 1-zu-1-Verknüpfung. Die Entwertung von jahrzehntelangem Kanzlei-Know-how Wenn DATEV diese universelle Schnittstelle im Zuge der Cloud-Transformation kappt, entwertet sie damit die intellektuelle Arbeit, die sich unzählige Berater über Jahrzehnte mit der Erstellung und jährlichen Weiterentwicklung ihrer hauseigenen Excel-Tabellen gemacht haben. Ich möchte das an meinem konkreten Praxisbeispiel verdeutlichen. Ich habe über Jahrzehnte eine hochkomplexe Excel-Tabelle für Grenzgänger (Deutschland/Schweiz) entwickelt und verfeinert: Jedes neue Urteil, jede steuerliche Besonderheit spezifischer Schweizer Arbeitgeber oder Pensionskassen, jede Änderung zu Kinder- und Unterhaltszulagen oder Corona-Zulagen habe ich sofort ohne Zeitverzug in dieses Excel-Modell eingearbeitet. Das Geniale an den Exportplatzhaltern: Die Ergebnisse werden im Hintergrund fehlerfrei nicht in die Anlage N, Anlage AUS, Anlage WA-ESt und die Anlage Vorsorgeaufwand gesteuert. Die Anlage N-Gre nutze ich übaupt nicht. Allein schon deshalb, weil diese die ersten Monate des Jahres regelmäßig nicht zur Verfügung gestellt wird, sondern erst immer später von der DATEV umgesetzt wird (Schuld sei angeblich die Finanzverwaltung, die die dazu notwendigen Infos immer zu spät zur Verfügung stellt). Ich kann Urteile u. Gesetztesänderung selbt zeitnah umsetztene und muss nicht auf eine Lösung der DATEV hoffen (die sehr oft nie kommt). 20 Minuten am Telefon vs. klickintensiver Blindflug Mit diesem eingespielten System bin ich in einem 20-minütigen Telefonat mit dem Mandanten (Standard-Grenzgängerfall) komplett durch – ohne dass er mir einen einzigen Beleg einsenden oder einscannen muss. Ich kann hochkomplizierte Sachverhalte (60-Tage-Regelung, Abfindungen, Aktienoptionen) live im Gespräch erfassen, Mandanten das steuerlichen Ergebnis sofort mitteilen und spätere Einsprüche gegenüber dem Finanzamt hieb- und stichfest begründen/vorrechnen. Das ist nur ein Beispiel von vielen. Andere Kollegen haben sich über die Jahre ebenso mächtige Tabellen für völlig andere Spezialgebiete gebaut. Fazit: DATEV entwertet sich selbst Wenn DATEV diese Brücke abreißt, wird nicht nur unsere jahrzehntelange Entwicklungsarbeit entwertet, sondern die Software der DATEV entwertet sich in diesem Segment selbst. Zumindest aus der Sicht der Berater, die verstanden haben, wie man die Kombination aus DATEV und Excel für maximale Kanzleieffizienz nutzt. Für die Kollegen, die ohnehin jedes Feld starr manuell abtippen, ändert sich nichts – ich kann für den Berufsstand aber nur inständig hoffen, dass das nicht die Mehrheit ist. Frau Dürsch, bitte nehmen Sie dieses Feedback mit nach Nürnberg: Ich will keine optisch schönen Cloud-Ersatzkrücken. Ich fordere schlicht, dass die bewährte, direkte Verknüpfung lokaler Tabellenkalkulationen mit den Steuerformularen technisch nicht geopfert wird! Ein Problem mit AI slop: tl;dr
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