Ich habe mittlerweile Erfahrung mit "Edenred One" (Edenred für kleine Betriebe). Dies habe ich in meinem Betrieb getestet, um zu sehen, ob es für Mandanten eine gute Lösung wäre. Dies ist nicht der Fall, aus Steuerberatersicht rate ich von Einsatz und Empfehlung an Mandanten ab. Begründung: Edenred One gibt den Mitarbeitern eine Karte mit Chip, die monatlich aufgeladen wird. Die Nutzung funktioniert m.W. wie bei einer EC-Karte, Guthaben lassen sich monatlich übertrage, das Aufladen ist der Sachbezug. Jeden Monat (außer im ersten Monat) erhält der Verantwortliche eine E-Mail mit den bald erfolgenden Aufladungsbeträgen. Die Mail enthält die Mitarbeiternamen ohne dass die Nachricht Ende-zu-Ende verschlüsselt wird. Nach dieser Mail ist es noch einige Tage lang möglich, die Aufladebeträge für den nächsten Monat zu ändern. Dann erfolgt die Aufladung. Nun die Begründung, weshalb ich die Lösung aus Steuerberatersicht für ungeeignet halte: Die fehlende E2E-Verschlüsselung bei Personaldaten: nunja, mag ja sein, dass die Transportverschlüsselung ausreicht, wer weiß. Durch Schritt 3. oben kann es einen Unterschied zwischen den tatsächlichen Aufladebeträgen und den avisierten Aufladebeträgen in der Mail von Edenred geben. Die Mail ist aber der einzige Beleg zu den Aufladebeträgen eines Monats je Mitarbeiter (es gibt eine Rechnung, aber da steht dann drauf 3 x 50 EUR, 2 x 25 EUR) Einen CSV-Export, wie man die Marktplatz-Seite fehlinterpretieren könnte (differenziert nicht nach "Edenred" und "Edenred One"), gibt es aus "Edenred One" nicht. Wer kleine Unternehmen betreut, weiß, dass die Chance, dass 50 kleine Unternehmen die Aufladebeträge unverändert lassen oder jede Änderung der Aufladebeträge unverzüglich mitteilen gegen Null geht. Somit kommt es durch den fehlenden Beleg (ich habe intensiv nachgefragt, dieser Beleg ist nicht erhältlich) über die tatsächlich vorgenommen Aufladungen zwangsläufig zu falschen Lohnabrechnungen. Damit erscheint mir das Produkt nicht empfehlbar.
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