OK, spannender und komplizierter Post, der viele Dinge vermischt. 1.) die grds. Thematik ist lange bekannt und nichts neues, auch ein MS SQL Server 2025 war seitens MS mal nicht im Plan diesen noch on Premise zu liefern. 2.) das mache ich der DATEV teilweise zum Vorwurf, bescheidene Informationslage für uns Berater. Wenn der MS SQL endet braucht man eine Alternative; die von der DATEV gewählte Alternative ist die Cloud. Am Ende erzählt aber niemand warum es die Cloud sein soll, sondern man versucht sich drum herum zu schwurbeln. Daher kommen dann Gerüchte, Fakten, Halbwahrheiten etc. auf den Tisch; vermengt man das mit den bisher maximal unterdurchschnittlich laufenden Cloudanwendungen, sollte die DATEV verstehen, was falsch läuft. 3.) Über die Cloud streiten bringt wahrscheinlich nix mehr, es ist einfach schade, weil es dutzende Alternativen gegeben hätte und als Genossenschaft hätte ich eine ausreichende Information und Mitbestimmung gewünscht. Ich bin um Gottes Willen nicht per se gegen die Cloud, aber eigentlich alles was seit ReWe pro kam, war verbrannt wenn es denn mal gut wurde. Es ist bspw. aktuell das gleiche mit MyKanzlei und der Mandantenkommunikation, diese kann einen Bruchteil dessen was notwendig ist, aber ich soll Geld zahlen, es dem Mandanten halbgar präsentieren. Wenn es in zwei, drei Jahren mal gut ist ist das Produkt als solches verbrannt und hat für alle einen faden Beigeschmack. Siehe Auftragswesen next, es mausert sich grundlegend, aber von einst 20 Mandanten die Auftragswesen nutzten, ist ein Einhorn geblieben welches Next nutzt. Für uns als Kanzlei damit völlig uninteressant geworden dort Mandanten hinzudrängen, dann lieber GetMoss, Sevdesk, Lexoffice und Co. 4.) Datenschatz nutzen ist am Ende immer proaktive Werbung; keinerlei Infos die nutzbar sind und maximale Verschleierungstaktik was, wie, wo genutzt wird. 5.) Betatester sind wir in unserem gesamten Leben schon; das wird sich nicht groß ändern; außer das man bestimmte Releases erst nach den ersten beiden Hotfixen installieren kann, wenn die Software auch läuft. Aber selbst das ist ja nicht immer denkbar, bspw. Jahreswechselrelease muss eigentlich sofort auf die Platte. 6.) Die moderne Gesellschaft trägt keine Verantwortung mehr; sie verteilen sie. Dumm gesprochen, aber Realität. In meiner Schulzeit war ich schuld an schlechten Noten, heute ist der Lehrer Schuld, das Schulsystem, die Politiker und sonst wer; niemals nicht derjenige der am Abend vor der Prüfung noch bis spät in die Nacht gesoffen hat! Die eigentlich Frage, wer kommt wofür auf (Geld, Zeit, Einsatz, etc.) und die Antwort ist auch leicht zu geben; wir als Kanzleiinhaber! 7.) Transformation kann ich per se nicht mehr mit anhören. Es kommen neue Programme; ist das Transformation? Steuerberatung (wir müssten aktuell bei) 214.0 (sein; in meiner Ausbildung wurde schon von 4.0 gesprochen, darauf warte ich bis heute)) wird nicht so erscheinen wie alle es meinen. Es werden 90% des Mittelstandes ignoriert und sollen in Prozesse gezwungen werden, die sie nicht haben, nicht haben wollen und am Ende auch nicht brauchen. Die DATEV erinnert mich mittlerweile sehr ans BMF; wir schreiben irgendwelche Wünsche auf und die Leute werden sich schon dran halten.
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