Haben von unserem KOB erfahren, dass DATEV die E-Mails abschaffen möchten bei ASP und alles nur noch über die Cloud funktionieren soll.
Gibt es hierzu weitere News von DATEV oder aus der Community dazu mit einem konkreten Datum?
Vermutlich wie die Abschaffung der FiBu ab 2026.
Ich wüsste nicht, wie die Datev meinem E-Mail Provider verbieten kann, dass ich meinem Mandanten e-Mails schreibe...
ok also stimmt das gar nicht?
(Sehr interessant, wenn ggf. der KOB hier falsche Informationen in der Kanzlei erzählt...)
@AKW Danke für die Aufklärung
Wir dachten auch, dass DATEV doch nicht Outlook verbieten kann, weil eigenes Produkt... Aber KP bei ASP gibt es evtl. Dinge welche nur IT´ler wissen
Ich wünsche mir wirklich, dass Ihr Optimismus am Ende aufgeht.
Nur passt „holpern“ nach meiner Erfahrung nicht. Teilweise funktioniert es schlicht gar nicht. Und wenn es dann brennt, wird man nicht aufgefangen, sondern muss die Lösung selbst zurechtbiegen. Das ist mir genau so passiert.
Darum meine Rückfrage: Worauf stützt sich Ihre Zuversicht konkret? Gibt es belastbare Zusagen zu Meilensteinen, Funktionsumfang und Unterstützung im Ernstfall? Oder ist das eher die Erwartung, dass es sich irgendwann einrenkt?
Ich sage es mal vorsichtig; aber mit Einführung der Cloud Programme wird ASP effektiv sterben weil es unnötig wird. Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass bei ASP noch eine große Änderung erscheinen wird, die ggfls. sogar Kunden vor den Kopf stößt.
Es ist auch kein Geheimnis, dass ASP/Smart-IT von "der Cloud" vollständig abgelöst werden wird; dies wir m.E. zeitgleich mit der Abkündigung der gesamten on-premise-Welt geschehen und ich werde dann wahrscheinlich die Radieschen von unten ansehen und mir heute noch keinen Kopf darüber machen . . . ich meinte mal eine roadmap mit dem Jahr 2078 gesehen zu haben 😉
@c_kleineboymann gibt es ein Datum?
Glaube aktuell gibt es kein allgemeingültiges Datum; dadurch bedingt, dass der on Premise Ausstieg der DATEV auf der Abkündigung des on Premise MS SQL basiert, dürfte aber als endgültige Deadline das Ende des offiziellen Supports des wahrscheinlich letzten MS SQL Servers dienen. MS hat sich aktuell noch nicht geäußert, aber historisch betrachtet sind 5 Jahre Support (Mainsupport) der Standard, demnach dürfte 2030/31 die interne Deadline der DATEV sein.
Meine Vermutung ist, dass die DATEV im Sommer 2031 den vollständigen Wechsel vollzogen haben dürfte, problematischer ist eigentlich aber, dass er häppchenweise kommt. Im Herbst bspw. soll Kanzleimanagement in die Cloud gehen, der Lohn folgt wohl zeitnah.
P.S.
Ich denke nicht, dass man in den extended Support gehen möchte, hätte diesen (weitere 5 Jahre) aber in der Not noch als Puffer.
@c_kleineboymann schrieb:
Meine Vermutung ist, dass die DATEV im Sommer 2031 den vollständigen Wechsel vollzogen haben dürfte,
Ein "hoffnungsloser Optimist" 😜
Ich sehe nicht zwingend ein "ASP Sterben" mit der "DATEV Cloud". Es kann durchaus sehr charmant sein, einen "sicheren, verwalteten Jumphost" in einem (DATEV) Rechenzentrum zu haben, von dem aus man dann in alle beteiligten (Cloud) Anwendungen verbindet. (Microsoft-lastiges) Beispiel:
Ich authentifiziere mich in der "DATEV Cloud" über Microsoft Entra Id und komme damit in den vollen Conditional Access Genuss und lasse bspw. nur "erlaube Geräte (= die JumpHosts)" per Phishing-resistenter Anmeldung in die "DATEV Cloud" bzw. an "meine Daten".
Alternativ kann man sicherlich auch in die Richtung schauen, seine Endpoints / Devices sicher bzw. zumindest den dort betriebenen Browser sicher und verwaltet zu betreiben und von dort auf die (Cloud) Anwendungen zugreifen.
Gleiches Beispiel wie oben, allerdings ausgebreitet auf meine verwalteten Entra joined Clients.
(Losgelöst; Am Ende: Na klar, wer "Billig will ich" schreien sollte, freut sich drauf, seine Geräte wo auch immer zu kaufen und nach dem Aufklappen direkt mit DATEV im Browser arbeiten zu können. "Security" - Who cares. ;-))
Spannender Punkt mit MS SQL und einer möglichen „harten“ Deadline Richtung 2030/31. Unabhängig vom endgültigen Aus: DATEV selbst kündigt ja an, dass ab 2026 die ersten größeren Umstellungen starten. Damit ist das nicht nur eine Langfrist-Diskussion, sondern absehbar eine operative Baustelle.
Deshalb ist vielleicht ein anderer Blick auf das Ganze hilfreich: DATEV beschreibt den Weg in die Cloud selbst nicht nur als Hosting-Wechsel, sondern als strategische Kombination aus Private Cloud, Nutzung des „Datenschatzes“ und schnelleren Entwicklungszyklen bis hin zu „Continuous Delivery“ und KI. O-Ton Prof. Bär. Ach, ich liebe diese Worthülsen.
DATEV-Deutsch: „Ich vermeide grundsätzlich das Wort alternativlos.“ Übersetzung: Es ist alternativlos, nur ohne das böse Wort. Und der „Preis“, der sich „nicht immer in Euro bemisst“, taucht dann als Überstunden, Fristendruck und Nacharbeit in der Kanzlei auf.
Wenn das der Kern ist, dann sollten wir als Anwender nicht über „Cloud ja oder nein“ streiten - wir kommen da nicht raus, sondern nur mit - , sondern z.B. folgende konkrete Fragen stellen:
Was heißt „Datenschatz nutzen“ ganz praktisch? Welche Daten werden wofür ausgewertet? Was ist optional? Was ist Standard? Welche Transparenz bekomme ich dazu? @Algo Ich teile Ihr Bauchgrimmen in diesem Punkt vollständig!
Wenn häufiger ausgerollt wird, wie stellt DATEV sicher, dass wir nicht zur Qualitätssicherung werden? Gibt es feste Änderungsfenster und verbindliche Änderungsstopps (Freeze) rund um Lohnläufe, Fristen und Jahreswechsel? Gibt es eine echte Rückkehr zum vorherigen Stand (Rollback), wenn es schiefgeht? Ich sehe schon 80% der Steuerberater in Deutschland - ach was 100% der Steuerberater (anderen Anbietern wird es nicht anders gehen) - vor dem Bildschirm sitzen und Däumchen drehen.
Wenn Marktplatz und Partner-Ökosystem wachsen, wer trägt Ende zu Ende Verantwortung, wenn eine Kette aus DATEV plus Zusatzlösung hakt?
Genau da entscheidet sich, ob das eine professionelle Transformation wird oder nur eine Verlagerung von Risiko und Nacharbeit in die Kanzleien.
Ich hoffe die DATEV ist sich im vollen Umfang bewusst, was sie sich mit der Cloud-Lösung aufhalst.
Wenn eine neue Programmversion oder auch ein komplett neues Programm nicht so richtig funktionieren will, solange es die DATEV beim vorherigen austesten selber merkt kann sie die Veröffentlichung zurückstellen bis der Hase läuft und nicht torkelt.
Cloud-Lösung bedeutet aber, dass diese Cloud auch praktisch rund um die Uhr verfügbar sein muss. Wenn es da Probleme gibt, steht alles bei allen still., Selbst offline Vorarbeiten werden so gut wie nicht mehr möglich sein.
Jede Störung im RZ macht mich nervös, wie das laufen soll, wenn alles nur noch in der Cloud hängt.
@f_mayer schrieb:
Cloud-Lösung bedeutet aber, dass diese Cloud auch praktisch rund um die Uhr verfügbar sein muss. Wenn es da Probleme gibt, steht alles bei allen still., Selbst offline Vorarbeiten werden so gut wie nicht mehr möglich sein.
Ist der Datev heute schon egal, weil sie es nicht bezahlen müssen. Hatten wir in den letzten Jahren häufig genug mit Belege online etc.
@f_mayer schrieb: Ich hoffe die DATEV ist sich im vollen Umfang bewusst, was sie sich mit der Cloud-Lösung aufhalst.
Ich bin jetzt mal ein Schelm und denke böses...
Ich weiß aus meinem Beritt von zwei Kanzleien, die sich derzeit mit dem Einstieg in EO befassen.
Die eine Kanzlei will aus dem Dornröschenschlaf und in EO classic einsteigen. Die andere Kanzlei will drei Standorte auf EO comfort bringen.
Das Böse:
a) DATEV (bzw. einzelne Abteilungen/Mitarbeiter) glaubt nicht an den eigenen Fahrplan und will die Kanzleien mit dem Projekt erst einmal in EO bringen, statt direkt in KM next (oder über-über-next).
b) Man möchte die Kanzleien mit den Projekten einfach doppelt abkassieren.
Ich weiß es nicht und für die Äußerungen bekomme ich ggf. auch einen Deckel vom MOD.
Beste Grüße
Christian Ockenfels
@chrisocki , die betroffenen Kanzleien sind wohl nicht in der Zielgruppe von KM-next. Zumindest nicht die mit den 3 Standorten.
Bis das in KM-next abgebildet werden kann,....
Nur um Sie richtig zu verstehen; sie würden im Betrieb einen JumpClient einsetzen, mit diesem auf einen weiteren JumpClient connecten um dort dann einen chromebasierten Browser zu nutzen?
Ich glaube es gibt bessere Wege die Sicherheit weiter zu erhöhen, könnte mir sogar vorstellen, dass DATEVnet irgendwann Pflicht wird um den Transportweg besser zu verschlüsseln. Entra ID ist ne tolle Sache, aber eben MS und damit eigentlich ein weiteres Einfalltor; statt eines abzusperren, würde man ja nur eine weitere potenzielle Lücke aufmachen. Dazu würde man eben den in der Kanzlei stehenden Jump Client mit keiner Lösung dieser Welt ersetzen können.
P.S.
Naja, würde schon gehen, aber technisch wenig sinnvoll und sicherlich nicht gewünscht, dass die DATEV noch Hardwareanbieter wird.
@andreashofmeister schrieb:@chrisocki , die betroffenen Kanzleien sind wohl nicht in der Zielgruppe von KM-next. Zumindest nicht die mit den 3 Standorten.
Bis das in KM-next abgebildet werden kann,....
Gehe ich mal von aus...
Aber genau dieser Umstand macht es notwendig, dass DATEV über 2030 hinaus einen Betrieb der onPremise-Installationen einplanen muss. Und dabei ist es egal ob MS-SQL oder irgendein SQL-Derivat.
Und wenn ich dann noch an die grösseren Umgebungen denke, die eine Menge "Sonderlocken" im EO-Bereich haben...
Und ich bleibe dabei: Wenn wir mal den DATEV-Kosmos verlassen und den globalen Einsatz von MS-SQL betrachten. Die unzähligen Express- und Standard-Installationen bei den KMU oder Konzernen. Da wird MS mit Sicherheit nicht den SQL einfach vom Markt nehmen können.
Bei dem Exchange ist MS auch wieder eingeknickt und einen SE herausgebracht. MS wird also wenn dann die Lizenzierung ändern. Da ist es dann die Frage ob DATEV weiterhin lizenzieren darf/kann oder ob die Endnutzer (Kanzleien, etc.) selber lizenzieren müssen.
Aber das ist Glaskugelleserei. Und meine ist kaputt.
Beste Grüße
Christian Ockenfels
Das muss jeder selber für sich beurteilen / abwägen. Was ist denn einfacher zu verwalten? Viele, viele Clients oder wenige "goldene Images"?
Ein zentrale Identity Provider ist halt auch sehr sinnvoll. Was ist besser? Bei ca. 23 Diensten mit der gleichen E-Mail und dem gleichen Passwort angemeldet zu sein und diese Identitäten überall gleich gut/schlecht zu schützen oder eine zentrale (Entra) Identität zu haben und sich "nur" um diese kümmern zu müssen?
Ob jetzt MS, Okta oder whatever. Lässt sich ja auch "digital Souverän" komplett selber mit Keycloak, FreeIpa und/oder Co. machen.
(Natürlich muss das der ein und andere Dienstanbieter auch noch verstehen und ein, zwei fetzige StartUps legen auf sowas wohl auch nicht direkt Wert mit ihren hippen Lösungen. ;-))
@c_kleineboymann schrieb:..
Ich glaube es gibt bessere Wege die Sicherheit weiter zu erhöhen, könnte mir sogar vorstellen, dass DATEVnet irgendwann Pflicht wird um den Transportweg besser zu verschlüsseln.
Wer sagt denn, dass DATEVnet nicht irgendwann einfach mal so von DATEV abgekündigt wird?
Wg. diverser Gründe, so wie das auch schon zigmal bei anderen (sehr nützlichen) Produkten passiert ist, die nicht (mehr) zum Kerngeschäft der DATEV gehören?
2FA ist ja bald eh dank DATEV-Konto für alle dann Standard, den VPN via DATEVnet benötigt man dann auch nicht mehr...
Allein die Kosten von DATEVnet werden für viele ein Grund sein, es nicht zu nutzen.
OK, spannender und komplizierter Post, der viele Dinge vermischt.
1.) die grds. Thematik ist lange bekannt und nichts neues, auch ein MS SQL Server 2025 war seitens MS mal nicht im Plan diesen noch on Premise zu liefern.
2.) das mache ich der DATEV teilweise zum Vorwurf, bescheidene Informationslage für uns Berater. Wenn der MS SQL endet braucht man eine Alternative; die von der DATEV gewählte Alternative ist die Cloud. Am Ende erzählt aber niemand warum es die Cloud sein soll, sondern man versucht sich drum herum zu schwurbeln. Daher kommen dann Gerüchte, Fakten, Halbwahrheiten etc. auf den Tisch; vermengt man das mit den bisher maximal unterdurchschnittlich laufenden Cloudanwendungen, sollte die DATEV verstehen, was falsch läuft.
3.) Über die Cloud streiten bringt wahrscheinlich nix mehr, es ist einfach schade, weil es dutzende Alternativen gegeben hätte und als Genossenschaft hätte ich eine ausreichende Information und Mitbestimmung gewünscht. Ich bin um Gottes Willen nicht per se gegen die Cloud, aber eigentlich alles was seit ReWe pro kam, war verbrannt wenn es denn mal gut wurde. Es ist bspw. aktuell das gleiche mit MyKanzlei und der Mandantenkommunikation, diese kann einen Bruchteil dessen was notwendig ist, aber ich soll Geld zahlen, es dem Mandanten halbgar präsentieren. Wenn es in zwei, drei Jahren mal gut ist ist das Produkt als solches verbrannt und hat für alle einen faden Beigeschmack. Siehe Auftragswesen next, es mausert sich grundlegend, aber von einst 20 Mandanten die Auftragswesen nutzten, ist ein Einhorn geblieben welches Next nutzt. Für uns als Kanzlei damit völlig uninteressant geworden dort Mandanten hinzudrängen, dann lieber GetMoss, Sevdesk, Lexoffice und Co.
4.) Datenschatz nutzen ist am Ende immer proaktive Werbung; keinerlei Infos die nutzbar sind und maximale Verschleierungstaktik was, wie, wo genutzt wird.
5.) Betatester sind wir in unserem gesamten Leben schon; das wird sich nicht groß ändern; außer das man bestimmte Releases erst nach den ersten beiden Hotfixen installieren kann, wenn die Software auch läuft. Aber selbst das ist ja nicht immer denkbar, bspw. Jahreswechselrelease muss eigentlich sofort auf die Platte.
6.) Die moderne Gesellschaft trägt keine Verantwortung mehr; sie verteilen sie. Dumm gesprochen, aber Realität. In meiner Schulzeit war ich schuld an schlechten Noten, heute ist der Lehrer Schuld, das Schulsystem, die Politiker und sonst wer; niemals nicht derjenige der am Abend vor der Prüfung noch bis spät in die Nacht gesoffen hat!
Die eigentlich Frage, wer kommt wofür auf (Geld, Zeit, Einsatz, etc.) und die Antwort ist auch leicht zu geben; wir als Kanzleiinhaber!
7.) Transformation kann ich per se nicht mehr mit anhören. Es kommen neue Programme; ist das Transformation? Steuerberatung (wir müssten aktuell bei) 214.0 (sein; in meiner Ausbildung wurde schon von 4.0 gesprochen, darauf warte ich bis heute)) wird nicht so erscheinen wie alle es meinen. Es werden 90% des Mittelstandes ignoriert und sollen in Prozesse gezwungen werden, die sie nicht haben, nicht haben wollen und am Ende auch nicht brauchen. Die DATEV erinnert mich mittlerweile sehr ans BMF; wir schreiben irgendwelche Wünsche auf und die Leute werden sich schon dran halten.
Können sie schon, der SQL verschwindet ja nicht sondern wandert in die Azure Cloud und das entspricht ziemlich genau dem Fahrplan aller Softwarehersteller die Software as a service leben.
@c_kleineboymann schrieb:OK, spannender und komplizierter Post, der viele Dinge vermischt.
1.) die grds. Thematik ist lange bekannt und nichts neues, auch ein MS SQL Server 2025 war seitens MS mal nicht im Plan diesen noch on Premise zu liefern.
Das ist aber genau so ein Gerücht, wie seinerzeit das Gerücht, "es gibt keine Terminalserver" mehr.
@janm schrieb:
Ein zentrale Identity Provider ist halt auch sehr sinnvoll. Was ist besser? Bei ca. 23 Diensten mit der gleichen E-Mail und dem gleichen Passwort angemeldet zu sein und diese Identitäten überall gleich gut/schlecht zu schützen oder eine zentrale (Entra) Identität zu haben und sich "nur" um diese kümmern zu müssen?
Eine zentrale ID ist nicht verkehrt; birgt aber eben auch massivere Risiken als 23 Dienste mit der gleichen Mail und unterschiedlichen Passwörtern, ggfls. noch zweiten Faktoren. Gerade die DATEV ID kann sehr gut verschlüsselt werden, SmartCards sind schon nicht schlecht, oder eben andere Token. Knackt man die zentrale ID brennt der Laden, knackt man einen Account ist die Flamme überschaubar. Ich weiß zwar worauf Sie hinaus wollen, aber ich halte eine zentrale ID nicht nur für vorteilhaft.
Es ging um potenzielle Sicherheit und nicht um Sinnhaftigkeit. Wir selber sind groß genug um eine hoffentlich ausreichende Sicherheitslösung anzubinden. Aber gerade für kleine Betriebe halte ich DATEVnet für keine schlechte Sache, wobei ich da auch eher ASP / Partner ASP sehe.
Vielen Dank für den Link und guten Beitrag @heitschmidt !
Das Interview bestätigt leider den Eindruck, dass zentrale Entscheidungen weitgehend losgelöst vom Kanzleialltag getroffen werden und primär eigenen wirtschaftlichen Interessen und Projekten dienen.
Die Lage ist deutlich trauriger, als ich zunächst angenommen hatte.
Am Ende sind es die Stbs, die allein für diese „Projekte“ die Rechnung (Zeit/Geld) zahlen, während diejenigen, die sie initiieren, die Folgen kaum zu tragen haben.
@c_kleineboymann schrieb:Es ging um potenzielle Sicherheit und nicht um Sinnhaftigkeit. W
Die Sinnhaftigkeit ist dann weg, wenn das Produkt seitens DATEV nicht mehr vorhanden ist.
Dann ist man gezwungen sehr schnell nach neuer potenzieller Sicherheit zu suchen. Ob einem das passt oder nicht.
Potenzielle Sicherheit bei DATEV ist nur solange von Vorteil, wie sie von DATEV auch angeboten wird (DATEV-Cloud war mal eines dieser Produkte).
Der Punkt „Genossenschaft“ ist für mich ein Elefant im Raum. Nicht weil irgendwer die Cloud romantisch findet, sondern weil bei einer Genossenschaft eine Strategie dieser Tragweite eine nachvollziehbare Entscheidungsgrundlage verdient: Welche Alternativen wurden ernsthaft geprüft, warum verworfen, welche Risiken wurden bewusst akzeptiert? Nicht als Nebelkerze, sondern als Dokument, das man als Mitglied prüfen kann.
Und dann bitte eine klare Definition von „fertig“ für neue Anwendungen: Welche Mindestfunktionen müssen produktiv stabil laufen, bevor Mandanten draufgeschoben werden. Sonst passiert genau das, was Sie beschreiben: Es wird später vielleicht gut, aber praktisch ist es verbrannt, weil Vertrauen nicht versioniert.
Der dritte Punkt ist Kostenwahrheit. Nicht „Preis pro Monat“, sondern Gesamtkosten: Umstellung, Schulung, Reibungsverluste, Ausfälle, Nacharbeit. Wenn DATEV zentralisiert, muss sie auch erklären, wo diese Kosten landen. Spoiler: nicht im Rechenzentrum, sondern in den Kanzleien.
Wenn DATEV das nicht liefert, bleibt „Transformation“ einfach nur ein schönes Wort für: Wir tragen den Aufwand, jemand anderes erzählt die Story.
Ergänzend dazu: Wir haben Vertreter. Viele. Und das meine ich ausdrücklich anerkennend: Ich bewundere ernsthaft, dass sie sich die Zeit nehmen, dieses Amt überhaupt auszuüben. Das ist keine Selbstverständlichkeit.
Umso irritierender ist, wie wenig davon bei den Mitgliedern ankommt. Ich unterstelle nicht, dass dort nichts passiert. Aber Mitbestimmung fühlt sich seltsam abstrakt an, wenn sie praktisch so aussieht: alle paar Jahre ein Kreuz machen, danach jahrelang Stille. Das ist eher ein Wahlritual als ein Kommunikationsmodell.
Und jetzt mal ehrlich: Hat hier eigentlich jemand mal in Sitzungsprotokollen wirklich mitgelesen und sich schlau gemacht? Würde mich wundern. Wer hat dafür im Kanzleialltag bitte die Zeit?
Gerade bei strategischen Großbaustellen wie Cloud und Portfolio-Umbau wäre es das Mindeste, wenn aus der Vertreterebene sichtbar käme, was Themen sind, was eingebracht wurde und was dabei herausgekommen ist. Sonst wirkt das genossenschaftliche Prinzip wie ein Etikett auf Entscheidungen, die längst gefallen sind.
Oder sehe ich hier etwas falsch? Gibt es einen Kanal, den ich übersehen habe?
@c_kleineboymann schrieb:Können sie schon, der SQL verschwindet ja nicht sondern wandert in die Azure Cloud und das entspricht ziemlich genau dem Fahrplan aller Softwarehersteller die Software as a service leben.
Das ist nicht das Problem, die DATEV hat sich (so wie quasi alle anderen Softwareunternehmen schon lange) dagegen entschieden, nach 2030 für alle Kanzleien den SQL-Server auszuliefern.
Wer sich eine SQL Lizenz selbst besorgt, kann DATEV theoretisch auch nach 2030 on premises betreiben.
Entwickeln von online Anwendungen wird durch KI massiv vereinfacht, vor allem das Umschreiben von Code von einer Sprache in eine andere, dürfte ein Thema sein, bei dem KI eine echte Hilfe ist. Die neue online Welt ist dazu nicht so ein verwobener Molloch wie die aktuelle Software sondern besteht aus Einzelteilen, die über Schnittstellen in Kontakt bleiben. Bei den unfassbaren Datenmengen, die auch noch wild verwoben sind, ist es ausgeschlossen, dass das immer alles glatt läuft, aber aus meiner Sicht ist das Desaster-Manangement der DATEV inwischen vorbildlich und alles Wichtige läuft stets binnen kurzer Zeit wieder.
Außerdem freue ich mich einfach drauf, wenn endlich alles umgezogen ist und alle Prozesse einheitlich im Browser laufen. Die Entwicklungsgeschwindigkeit hat aus meiner Sicht deutlich zugenommen, dabei sind die Kernprogramme eo und Rechnungswesen noch gar nicht betroffen. aber auch das neue Kanzleimanangement sieht bedeutend besser aus, da überlege ich schon jetzt, ob ich nicht umziehen möchte, ich denke zum nächsten Jahreswechsel ist das dran.
Einfache Anbindung aller Mandanten ans DMS mit meineKanzlei.io
Kollegenseminar buchen: Next Level Digitalisierung mit DATEV
Alles wichtige läuft binnen kurzer Zeit?
was ist mit den Bescheidabrufen seit Oktober???
Was hElfen mir kurze Ausfallzeiten dafür aber REGELMÄSSIG und dazu an FRISTTERMINEN!?
sie wollen frühzeitig auf freigegebene MVP wechseln? Bitte, aber die Maße will nicht vorschnell unfertige Lösungen.
Wo steht AWnext zwei Jahre nach der Freigabe?
mich würden die Nutzerzahlen wirklich mal interessieren, ich denke höchstens vierstellig.
in der Personalakte kann ich immer noch nicht Kategorien exportieren oder gar kanzleiweit verteilen, alles muss manuell gemacht werden - zusätzlich bezahlt werden muss man die Nutzung dennoch!
Ja keine Frage die Umstellung ist eine unglaubliche Herausforderung, dennoch verliert Datev weiterhin massiv an Vertrauen was Sie jahrzehntelang aufgebaut hatte.
Langsame Entwicklung, unfertige Produkte, massive Ausfälle und Störungen und immer nur „tschuldigung tut uns leid“, andauernd neue bepreiste Funktionen - die Katastrophenkommunikation findet nur durch Frau Herold statt.
jede Kanzlei hat (zehn)Tausende Euro jährliche Ausfallkosten durch Datev verursacht!
und und und …..
Ich beneide Sie um Ihren Optimismus; leider kann ich ihn nicht teilen.
1.) Welche anderen Unternehmen haben sich denn gegen den SQL entschieden? Ich kenne viele kleine Player am Markt, alle anderen relevanten nutzten nie den MS SQL oder schwenken einfach von diesem auf einen anderen SQL um.
2.) Wie sollte es möglich sein, on Premise auch nach 2030 zu nutzen? Sie werfen da technisch zuviel durcheinander. Es ist nicht möglich und auch nicht gewollt die DATEV Programme x Jahre nach Release noch zu nutzen, erstens wird die Lizensierung eingestellt und ohne Abruf keinen aktiven Lima und ohne Lima keine Programme. Des Weiteren haben die Programme ja gar nicht die Funktionen für eine Nutzung über das Jahr der Freigabe, sei es fehlender Kontenrahmen, Zuordnungstabellen etc.
Die Cloud Anwendungen wird man von der DATEV nicht bekommen und diese werden auch nicht mehr auf MS SQL basieren; der Einzige Vorteil den ich aktuell an Cloud Only sehe.
3.) Ja, definitiv macht KI alles einfacher. Man muss nicht mehr arbeiten, lässt einfach die KI den ganzen Kram machen. Eigentlich brauchen wir auch keine Steuerberater / Rechtsanwälte mehr, kann die KI doch schon. Sorry für den Sarkasmus. Aber ich sehe in der KI, in dem ganzen Hype eine riesige Gefahr. Alles was ich an KI geschriebenem Code so gesehen habe, war laienhaft, wenig intuitiv, kaum beherrschbar und am Ende würde man dafür auch kein Geld zahlen. Wir verlassen uns jetzt schon auf die KI der Zukunft ohne zu wissen wie diese wird, ich sehe vor allem eine große Blase platzen, eine große Hoffnung auf der Straße liegen; denn nach ChatGPT 3.5 kam eigentlich nichts großes mehr und die Fortschritte sind homoäpathischer Natur. Schaut man selbst bei der DATEV (darum geht es ja) sieht man doch schön, wie schlecht die KI ist. Wenn Sie mal einen Einspruch schreiben lassen wollen; viel Erfolg damit; oder der extrem erfolgreiche ASR?
4.) Womit sie recht haben, dass die aktuelle Software ein Moloch ist, organisch gewachsen und es bedarf eigentlich schon seit Jahren eines radikalen Neustarts; dieser wurde uns allerdings mit Kanzlei Rechnungswesen pro schon versprochen, daher ein wenig Verständnis für all diejenigen die nicht so recht dran glauben.
5.) Desastermanagament ist genau das was die DATEV seit Jahren nicht beherrscht, Fehler werden in die Statusmeldung oft erst übernommen wenn sie erledigt sind, dazu ständig und immerzu kleine nervende Fehler die man mit irgendwelchen Workarounds umgehen soll. Von der DATEV InfoDB mal ganz zu schweigen. Die hatte vor 20 Jahren wirklich eine herausragende Qualität, davon ist nichts übrig geblieben, denn außer Querverweisen steht da eigentlich nichts mehr drin.
6.) Genau vor diesem Browser haben ja alle Angst, zurecht wie ich finde. Die DATEV schafft es bis heute nicht, dass man zwei Monitore sinnvoll nutzen kann. Wie soll man da mit digitalen Belegen arbeiten? Aber ich vergaß, die DATEV schafft Belege ja ab und definiert dies. Sorry, aber ich kann nicht anders als mich in Sarkasmus zu retten. Die DATEV wird Belege nicht abschaffen und nicht einmal die Finanzverwaltung schafft dies. Wenn wir Glück haben, schafft diese es bis 2040 endlich alle Bescheide digital zu schicken, mal ganz davon abgesehen, dass das Volk auch aus Nichtunternehmern besteht, die gerne Papier und Papiergeld behalten wollen und dies auch dürfen.
7.) Das neue Kanzleimanagement sieht gut aus; mag alles sein. Dennoch ist es bisher, wie leider alle Cloud-native Anwendungen der DATEV nicht fertig (und damit meine ich explizit auch die ausgelieferten und zwangsweise umgestellten, wie Auftragswesen next und Personal) und eigentlich unbrauchbar. Ich hab lieber eine Software die auf AS/400 Systemen läuft, als eine Software die hübsch aussieht, aber ihren Job nicht macht.