Unbeliebt nicht; ich bin sogar ein sehr großer Freund der Digitalisierung und würde auch gerne jeden Mandanten umstellen. Alle unsere Prozesse sind volldigital, seit 2011 haben wir die DMS, seit langem die digitalen Bescheide, nur scheinen unsere Mandanten nicht aus dem Katalog zu kommen und lassen sich nicht derartig erziehen; ob ich das will oder nicht. Von Einkommensteuermandaten mal ganz abgesehen; Lieschen Müller kommt mit einem perfekt aufbereitetem Ordner, aber eben Papier. Selbst Multimillionen Firmen machen die Buchhaltung auf Papier und das unter Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften (revisionssicheres E-Mail Postfach). Finde ich das schlimm? Nö; solange der Rubel rollt ist es mir relativ egal. Nicht falsch verstehen, es ist nicht mein Ziel Belege zu bekommen; weder analog, noch digital will ich die haben. Ich will eigentlich nur Schnittstellendaten bekommen. Im Thema Ausgangsrechnungen mache ich mir den Aufwand und schaue mir jede einzelne Software an und baue auch selber Lösungen um an die Schnittstellendaten zu kommen; wobei es bei den meisten Anbietern eine DATEV Schnittstelle gibt. Selbst bei Eingangsrechnungen funktioniert das mittlerweile ganz gut, getMoss und Co. liefern brauchbare Ergebnisse, mit entsprechender KI wird das nur besser werden. Aber die Realität sieht nunmal anders aus, Pendelordner und Akten sind die Realität und kommen, ob wir wollen oder nicht. Ich bin Dienstleister und scanne für den Mandanten wenn er das bezahlen will; ich zeige ihm die Vorteile auf wenn er es selber macht, aber am Ende zahlt die Hälfte gerne dafür und das ist für mich persönlich schon in Ordnung.
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