@jjunker schrieb: Mal zurück zum Thema Vielen lieben Dank ! 👍 Ich war kurz davor, den Administrator um Schließung dieses Threads zu bitten, da er sowas von abgedriftet ist ... nicht mehr normal ... also bitte kein OT mehr. 😠 @jjunker schrieb: Ist die Begrifflichkeit Entlastungsprämie nicht falsch? Als Mann einer Arbeitgeberin würde ich die Prämie eher Belastungsprämie nennen. Deshalb kocht ja die Kritik aus der mittelständischen Wirtschaft schon sehr hoch: tagesschau.de - Arbeitgeber kritisieren geplante 1.000-Euro-Prämie scharf Arbeitgeber, Mittelstand und der Steuerzahlerbund laufen Sturm gegen die geplante 1.000-Euro-Prämie. Sie warnen vor neuen Belastungen für Betriebe und bezweifeln, dass viele Firmen die Zahlung leisten können. Bei Arbeitgebern sorgt die von der Koalition vorgeschlagene steuerfreie Entlastungsprämie von 1.000 Euro für Beschäftigte für herbe Kritik. Aus ihrer Sicht verschiebt die Politik damit die Verantwortung für Entlastungen auf die Unternehmen - und das, obwohl viele Betriebe wegen der angespannten Wirtschaftslage bereits stark unter Druck stehen. Besonders heftig fällt die Kritik im Mittelstand aus. "Da platzt mir wirklich auch der Kragen", sagte Christoph Ahlhaus, Vorsitzender des Mittelstandverbands BVMV, am Mittwoch auf einer Veranstaltung in Berlin. Es sei eine "Unverschämtheit" in diesen Zeiten, so eine Idee auf den Weg zu bringen. Die Bundesregierung bringe damit "Unfrieden und Ärger" in die Betriebe. Auch Trigema-Co-Chefin Bonita Grupp äußerte sich skeptisch. Die Bundesregierung verlange den Firmen mit dieser "Verlagerung von Verantwortung" viel ab, sagte Grupp der Neuen Osnabrücker Zeitung. "Denn die Spielräume für viele Unternehmen sind in diesen krisenhaften Zeiten bekanntlich sehr eng." Der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Steffen Kampeter, sagte der Bild-Zeitung, viele Firmen könnten sich eine solche Zahlung schlicht nicht leisten. Er warf der Koalition vor, mit einer angekündigten Entlastungsoffensive tatsächlich neue Lasten für Unternehmen zu schaffen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hätten Erwartungen geweckt und deren Erfüllung an andere weitergereicht. "Man kann nicht eine Party bestellen und sie andere Leute zahlen lassen." Kampeter rechnet damit, dass deutlich weniger Unternehmen die Prämie auszahlen werden als bei der Inflationsausgleichsprämie im Jahr 2022. Damals war die Maßnahme vor dem Hintergrund stark gestiegener Lebenshaltungskosten beschlossen worden. Nach seiner Darstellung wurden Arbeitgeber und Gewerkschaften diesmal anders als 2022 nicht in die Entscheidung eingebunden. Ein großes Problem ist diesmal auch: 2026 gibt es in vielen Branchen gar keine laufenden Tarifverhandlungen mehr. Damit fehlt der Rahmen, in dem eine solche Zahlung noch im laufenden Jahr vereinbart werden könnte. Sowohl BDA als auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) halten das vorgesehene Zeitfenster für die Entlastungsprämie deshalb für zu kurz und plädieren für eine längere Laufzeit.
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