@janm schrieb: Alles valide Punkte. Wir müssen nicht darüber reden, dass "Windows" im A*sch ist. Es freut mich sehr, dass Sie als gern gelesener IT-Profi das so deutlich formulieren. 😉 Man hätte andere MS-Produkte einschließen können, aber die Botschaft sollte verstanden worden sein. Weil die Beitragslänge eine Zumutung ist... Ich verstehe den pragamatischen Ansatz bzgl. der GPO. Mir ging es um Kritik an der Umsetzung. Begriffe wie "langsam" und "versucht" passen nicht zu einem der grössten Unternehmen der Welt mit einem so großen Erfahrungshorizont. Und wenn man sich die Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte anschaut, kann niemand ernsthaft glauben, dass es MS bei der Daumenschraube bzgl. der Hardwareanforderungen um Sicherheit geht. GPOs erst ab Pro, Applocker & Credential Guard erst ab Enterprise... wenn solche Funktionen einen Sicherheitsgewinn bringen, sollten sie in jeder Windows-Version eine Selbstverständlichkeit sein. Und Security per default würde bedeuten, dass nur das installiert und aktiviert wird, was gewünscht und benötigt wird und bei dem grundlegende Sicherheitseinstellungen gesetzt sind. Stattdessen wird man mit Cloudanbindung, Xbox-Diensten, Werbeinblendungen, KI, Kontozwang etc. zwangsbeglückt. Recall, Sprachsteuerung? - mir fehlen die Worte. Während alle paar Jahre Qualitätsoffensiven angekündigt werden, freut man sich mittlerweile, wenn nach einem Update keine größeren Probleme auftreten. Wer dem Blog von Günter Born folgt, kann alleine aus der Anzahl der gemeldeten Fehler erkennen, in welchem Zustand die MS-Produkte sind. Die Art der Fehler sind dann noch einmal ein ganz anderes Kaliber. Weil Einfaches zur Erhöhung der Supportabhängigkeit nicht einfach gehalten wird... (offenbar das Mittel zum Zweck großer Softwareunternehmen). Wenn dann auch noch Entwickler entlassen und durch KI ersetzt werden, kann man das Ende nur noch herbeisehnen. Aus der Linux-Welt ist zu hören, dass man denen mitterweile die Bude einrennt. Privatanwender, die den Wechsel geschafft haben, sind im Regelfall zufrieden. So gut wie keine Update-Probleme (je nach Distro/ es knirscht etwas wg. der Umstellung von X11 auf Wayland), kein Kontozwang, keine ungewollten Datenabflüsse, Desktop nach eigenen Vorstellungen wähl- /einstellbar, Browser, E-Mail, Office-Anwendungen und mittlerweile mehr als 90% der Spiele laufen, kostenlos (spendenbedürftig und bei Dauerverwendung zweifellos würdig!). Auch im professionellen Bereich haben die Open-Source-Lösungen quantitativ und qualitativ einen deutlichen Aufwind bekommen. (Blogempfehlung) MS scheint nicht nur an den Anwenderbedürfnissen vorbei zu entwicklen, sondern alles auf die Karte KI zu setzen und dem Ansatz zu folgen "Wir haben hier Lösungen und suchen nach den dazu passenden Problemen." E-Mails zusammenfassen, Mediendateien erstellen, das Wetter ansagen, Kochrezepte vorschlagen... ganz toll, darauf hat die Menschheit gewartet. Sinnvolle Einsatzmöglichkeiten sind momentan nur im professionellen Bereich (Übersetzung, Recht, Medizin, Verwaltung etc.) zu entdecken; nur denkt man bei Professionalität eben nicht mehr an MS. Um die Kurve zu diesem Thread zu bekommen: Die DATEV wäre m. E. gut beraten, die Open-Source-Entwicklungen zur Kenntnis zu nehmen und an MS-Alternativen zu arbeiten. Erwartbar / sehr wahrscheinlich ist das nicht, da man in großen Unternehmen gern und lange an gewachsenen profitablen Strukturen festhält. Vielleicht wird man wach, wenn andere Software-Anbieter wie z.B. Adobe ihre Produkte auch für Linux anbieten und das Schnittstellenangebot zu den aufstrebenden alternativen Office-Lösungen (LibreOffice, ONLYOFFICE, Calligra, Collabora) zunimmt. @quantenjoe hat auf den damit verbundenen hohen Entwicklungsaufwand hingewiesen. Hinzu kommt, dass diese Office-Lösungen unterschiedliche Implementierungen und Erweiterungsschnittstellen verwenden und man deshalb entscheiden müsste, welcher Alternative man sich zuerst (realistisch: überhaupt) widmet. Will man langfristig MS-Alternativen ermöglichen, muss man mal anfangen. Vielleicht wäre die Fokussierung auf offene Formate / die Abkehr von proprietären Formaten ein dazu passender Ansatz.
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