Guten Abend, Danke für Ihre erbauliche Antwort ! DAS war die Fehlentscheidung ! Warum ein einigermaßen komplexes System zehntausende Male implementieren, wenn man es doch nur ein einziges Mal im Rechenzentrum braucht ? Man hätte ja PCs verwenden und darauf dann ein DATEV - Terminalprogramm installieren können. Interaktiv, wie es beispielsweise beim Bilanzdialog praktiziert wurde oder bei der Steuerrechtsdatenbank. Sie hängen wirklich noch an den alten Terminalanwendungen. Wie ich schon schrieb, war die Zeit damals eine andere. Das Rechenzentrum wäre einem Massenzugriff wahrscheinlich nicht gewachsen gewesen und eine lange Zeit wären die damaligen Kosten auch wirklich Kosten gewesen. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass Mitbewerber damals für ihre Produkte auf Terminalanwendungen gesetzt hätten. Da bin ich nicht allein mit der Liebe. Es muß doch auch nicht mehr IBM 3270 sein, obwohl das von der Bedienungseffizienz kaum zu toppen ist. Sehen Sie sich alternativ SAP Fiori an: https://www.sap.com/germany/products/technology-platform/fiori.html Das ist ausgesprochen fluffig und läuft auf jeder Kaffeemühle. Und auch wenn das wirklich eine Fehlentscheidung gewesen sein sollte, ist es doch müßig, sich in die Vergangenheit einzugraben. Wir haben noch Kunden, die ganz gut in dieser "Vergangenheit" leben. Bei einem ist ein Microsoft-Partner aufgelaufen mit "Navision", und als erstes wurde dieser belehrt, "Jaaaa -- so schnell wie das bestehende System kann man das mit einer modernen Anwendung natürlich nicht machen ..." Auch hier muss man die Marktdurchdringung einbeziehen. Lotus 1-2-3 oder auch StarOffice (Vorgänger von OpenOffice) hatten ihren Charme und machten vieles besser als die ersten MS-Office-Versionen. Aber sie waren oder wurden halt eben nischig. Ich mag Outlook auch nicht besonders, allerdings für jede Anforderung eine anderes Programm einzusetzen, kann auch in der Hölle enden. Fragen Sie mal die IT-Admins. Fragen Sie die nach "Outlook". In Verbindung mit "Exchange" vor allen Dingen. Schreibt Ihnen DATEV vor, heutzutage nur Hardware von Lenovo oder Dell zu nutzen? Ich habe sogar noch eine Rechenmaschine von TA bei mir auf dem Schreibtisch stehen und im HomeOffice auch eine 25 Jahre alte von Casio. Auch wenn ich den Transformations-Prozess bezüglich der Cloud-Strategie kritisch begleite, so ist das angedachte Ziel dabei gerade eben auch die soziale Komponente: Sofern auf dem Endgerät ein halbwegs moderner Browser läuft, kann auf die Anwendungen zugegriffen werden. Das wollen wir hoffen. Viele Benutzer sind auf das "SiPa" angewiesen, und das schränkt die Auswahl doch erheblich ein. Allerdings ist mir hier im Forum erstklassig geholfen worden. Gerade Letzteres mündet in einer Katastrophe: Wie oft sehe ich noch heute, daß Seitenumbrüche mit Leerzeilen veranlaßt werden. Denn einer lernt den anderen an. Ja, das mag den kleinen Schriftsetzer in Ihnen stören, aber das ist doch auch nur ein Problem wie das der einen Tapetenbahn, die nicht zu 100%ig genau auf Stoß geklebt ist. Keinem fällt es auf, außer dem, der sie selbst angebracht hat. Es geht um das Verständnis von Funktionen. Na, spätestens, wenn noch ein Abschnitt ergänzt wird, wird die Stoßkante dann extrabreit. Einigermaßen intelligente Menschen nutzen eh' TeX. Das ist ein ziemlich hohes Roß, von dem Sie hier auf die Masse der Nutzer herunterschauen. Sie werfen mir also indirekt vor, nicht halbwegs intelligent zu sein, nur weil ich einen Geschäftsbrief nicht in LaTeX setze, sondern mich eines Office-Programms bediene? Naja: In meiner "Hemisphäre" sagt man: "Wer nicht einmal einen 'sendmail' konfiguriert hat, ist kein UNIX-Fachmann. Wer es mehr als einmal macht, ist ein **bleep**". Es fällt mir wirklich schwer zu verstehen, wie man sich mit einem solchen Krams wie sendmail.cf oder "Word" herumschlagen kann. Machen Sie damit doch mal ein Summenzeichen oder nur ein Kerning (für den Schriftsetzer in mir). Tex/LaTeX mag im akademischen Umfeld für die eigene Diplom- oder Doktorarbeit eine sehr gute Wahl sein, aber doch nicht im normalen Büroalltag. (vi ist auch ein mächtiger UNIX-Texteditor, auf den Befehlszeilen-Junkies schwören, aber für kurze Notizen nimmt die Masse dann doch einen einfacher zu bedienenden Texteditor.) "vi" hat den Vorteil, daß er ohne Funktionstasten auskommt und man jedes fremde System damit administrieren kann. Ansonsten ist er grausam. Man hat aber mal in Jena zwei Anfängergruppen ausgebildet, die einen mit "Word", die anderen mit "LaTeX". Anfangs machte die "Word"-Gruppe erhebliche Fortschritte, wurde aber in der zweiten Wochen von der LaTeX - Gruppe überholt und in der dritten Woche deklassiert. Wie schon zuvor geschrieben ... ziemlich hohes Roß. Es muß so hoch sein. Damit meine Beine nicht mit der üblen Jauche in Berührung kommen, durch die das Pferd und ich waten. Damals waren die Datenmengen auch andere. Und warum hat DATEV wohl keine Konzentratoren mehr? Weil der Unterhalt solcher halt eben auch Geld gekostet hat und sich eine solche Technik überholt hat. So ? Der erste Konzentrator ist der DSLAM an der Straße, wo die Kanzleien oft dranhängen. Die Datenmengen sind explodiert, weil sie unnötig aufgebläht sind. Da haben wohl eher Sie Pech gehabt, denn bis auf Sie meckert hier keiner so stark mit der Vergangenheitskeule in der Hand herum. Und was jetzt ein einsam in der Gegend herumstehender Server ohne Nutzer soll, erschließt sich mir wirklich nicht. Der zentrale Server MUSS halt von allen benutzt werden. Ob sie wollen oder nicht. Sie unterstellen somit, mal wieder, den Nutzern grundsätzlich etwas und bedienen sich eines Duktus', bei welchem ich irgendwie an die Amish People denken muss. Ich kenne den User zur Genüge. Ich glaube, dass ich in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen sehr viel Interessantes erfahren würde. Angst hätte ich allerdings, dass ich mich an der Dampfmaschine in der Ecke Ihres Büros verbrühen könnte. Hahahahahahahaha, der war gut ! Und eine 100%ige Punktlandung. Jahrelang habe ich fahrbare Dampfmaschinen gewartet und repariert, mit aberwitzig komplexer Technik drin. Dazu braucht man eine profunde Ausbildung, allein die Bremsen ... Man braucht auch eine bestimmte Einstellung, so ein unter Dampf stehender Kessel ist eine rollende Bombe. Wenn Sie da nicht aufpassen, fahren Sie die Mühle trocken und der Kessel zerknallt mit furchtbarer Gewalt. Nie wieder im Leben habe ich eine komplexere thermodynamische Anlage bedient als einen Heinl MV 57 - Mischvorwärmer. Da ging es schon damals um Energieeinsparung und die Grundlagen begleiten mich noch heute. Und selbstverständlich hätte ich heute meine eigene Dampfmaschine zur Stromerzeugung, aber wissen Sie, wie teuer eine Kesselinspektion ist ? Der Gedanke, "es dem Benutzer immer angenehm und leicht zu machen", hört sich zunächst sehr gut an. Meiner Erfahrung nach werden die Systeme mit jeder "Erleichterung" unbedienbarer. Beispiel: DB - Fahrkartenautomat. Wir brauchen wieder eine einfache DATEV, und was SAP mit "Fiori" recht ist, könnte DATEV billig sein.
... Mehr anzeigen