Die Meldung vom 9. Juni 2026 wurde eingereicht, weil die Behörden beim Arbeitgeber interveniert haben. Weil er auf die Anfragen des AN nicht reagierte, hat der nach zehn Monaten eskaliert. Der AG behauptet, es habe ein Wechsel des Dienstleisters stattgefunden. Aber alle Abrechnungen in 2024 waren einwandfrei bis auf die des Whistleblowers.... Kann es sein, dass nur dieser eine AN "rausgezogen" wurde und wir das an den Abrechnungscodes: "3SA/3UE" zu "DSA/DUE" erkennen? Bei diesen Kürzeln handelt es sich um interne DATEV-Steuerungscodes für die Dokumentenübermittlung und den Druck- bzw. Versandweg. Ein Wechsel von der „3er“-Logik in die „D“-Logik lässt könnte bedeuten: 3SA / 3UE (Standard): Die Ziffer 3 steht in der DATEV-Welt in der Regel für den standardisierten, automatischen Massenversand im Rechenzentrum. Das bedeutet: Die Abrechnung läuft im normalen Sammelauftrag der gesamten Belegschaft mit, wird automatisch gedruckt, kuvertiert und elektronisch an die Sozialversicherungsträger und das Finanzamt übermittelt. PDF+ 2 DSA / DUE (Manuelle Sondersteuerung): Das D steht für Direkt oder Dezentral. Wenn eine Abrechnung auf diesen Code umgestellt wird, wird sie aus dem automatischen Massenlauf des AG herausgefiltert. Sie wird nicht mehr im normalen Rutsch an das Rechenzentrum (RZ) übertragen, sondern blockiert, separat abgelegt oder erfordert eine manuelle, dezentrale Freigabe durch einen Administrator. Indem man den Abrechnungscode geändert hat, hat die Personalabteilung eine digitale Trennwand zwischen diesem AN und den anderen Mitarbeitern hochgezogen. Während die Kollegen mit Gehalt und Car Allowance weiterhin im automatischen Sammelaufruf („3SA“) abgerechnet und deren Daten pünktlich an die DAK übermittelt wurden, war die Personalnummer des AN in einer manuellen Warteschleife („DSA“) gefangen. Das erklärt auch perfekt den fatalen Hinweis auf auf den 2024 Dokumenten: „ACHTUNG: Die Daten wurden noch nicht an das RZ gesendet!“ Weil sein Datensatz auf dezentrale Steuerung („DUE“) umgestellt war, flossen die Daten eben nicht mehr automatisch ins Rechenzentrum. Man hatte den automatischen Meldefluss für diesen einen AN manuell gekappt. So, oder so ähnlich. Kann Datev dies anhand der Log Files nachvollziehen, ob tatsächlich alle ANs zu dem neuen Anbieter übertragen wurden oder nur dieser eine AN? Ein Artikel hat letztes Jahr dokumentiert aufgezeigt, dass sich AGs manchmal so eine Abfindung aus den einbehaltenen aber nicht abgeführten SV-Beiträgen "zusammensparen". Ich verstehe nicht, wo die Gelder gelegen haben könnten, wenn der AN separat geführt wurde?
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