@VerenaWied schrieb:Ich hab jetzt gehört, dass DMS gar nicht in die Cloud wandert. Zumindest nicht die Altdaten. Mag aber auch sein, dass das aufgrund der Datenmengen nur eine Vermutung war.
Da bin ich jetzt aber gespannt, ob da und wenn ja, in welchem Umfang, was dran ist.
Wenn ich in die Cloud ziehe, soll doch mein Bestand auch mit und kann endlich die ganzen Maschinen einstampfen; das ist doch der Sinn der Cloud.
Möglicherweise könnte hier eine Übergangsmodell entstehen, für diejenigen, die nur "ein wenig Cloud" wollen.
Wenn ich ASP/Smart-IT habe, will ich doch keine lokale Sicherung oder bin ich da auf einem nebligen Trampelpfad unterwegs . . . 😉
@deusex schrieb:@....
Wenn ich ASP/Smart-IT habe, will ich doch keine lokale Sicherung oder bin ich da auch einem nebligen Trampelpfad unterwegs . . . 😉
Man sollte nur mal klären, ob ASP=Cloud ist oder aber DATEVCloud "die Cloud" ist. ASP ist ja nix anderes als eine Installation auf einem "fernen Rechner" über den man dann entsprechend zugreift.
DATEVCloud ist ja bei DATEV in der Cloud. Mit Zugriff über den Browser und Zugriffsmedium (SC/SL mit DATEV-Konto und Authentificatormedium).
Natürlich muss dann auch die DMS (a la Office365) in die DATEV-Cloud-Wolke.
Wie der @metalposaunist schon immer sagte: der Browser wird das Instrument der Zukunft.
Werden wir´s erleben, @deusex ? Klare Meinung: nein.
Aber bis dahin dreht der Vorsitzende noch manche Runde mit seinem Fahrrad durchs nächtliche Nürnberg....
@deusex schrieb:
@VerenaWied schrieb:Ich hab jetzt gehört, dass DMS gar nicht in die Cloud wandert. Zumindest nicht die Altdaten. Mag aber auch sein, dass das aufgrund der Datenmengen nur eine Vermutung war.
Da bin ich jetzt aber gespannt, ob da und wenn ja, in welchem Umfang, was dran ist.
Wenn ich in die Cloud ziehe, soll doch mein Bestand auch mit und kann endlich die ganzen Maschinen einstampfen; das ist doch der Sinn der Cloud.
Ja ich war auch etwas verwirrt. Ich will doch nicht ab Jahr 20XX in der Cloud nach Dokumenten suchen und für die Jahre davor lokal oder sonst wo. Dazu kommen die Speicherkosten.
Aber scheinbar handelte es sich dabei ja wirklich nur um eine Mutmaßung.
Man sollte nur mal klären, ob ASP=Cloud ist oder aber DATEVCloud "die Cloud" ist. ASP ist ja nix anderes als eine Installation auf einem "fernen Rechner" über den man dann entsprechend zugreift.
Ich hoffe, ich verrate kein Geheimnis, wenn ich sage, dass auch für "die Cloud" physische Server vorhanden (rechtlich: in Deutschland) sein müssen und die Daten tatsächlich nicht im "Äther" gespeichert sind.
DATEVCloud ist ja bei DATEV in der Cloud. Mit Zugriff über den Browser und Zugriffsmedium (SC/SL mit DATEV-Konto und Authentificatormedium).
Davon gehe ich mal schwerpunktmäßig aus und ist doch im Prinzip bei ASP/Smart-IT nicht anders; nur der Zugang noch etwas anders. Der Anwender dürfte keine Unterschiede spüren, wenn dann die "Online-Kindergarten-Versionen" der "erwachsenen Software" ebenbürtig wären und ich glaube, das schaffe ich nicht mehr und bin vorher selbst in der Cloud 😉
Natürlich muss dann auch die DMS (a la Office365) in die DATEV-Cloud-Wolke.
Wie der @metalposaunist schon immer sagte: der Browser wird das Instrument der Zukunft.
Ist der Browser das nicht längst . . .
Werden wir´s erleben, @deusex ? Klare Meinung: nein.
Danke für´s rehabilitieren.
Ich hatte unlängst ein (Beratungs bzw. Verkaufs-) Gespräch bezüglich ASP/Smart-IT und einen Wechsel dahin und ich konnte die freundliche Dame doch dazu durchringen, dass die beiden Lösungen im Prinzip überholt werden, wenn die "DATEV-Cloud" etabliert ist; ebenso wie alle DATEV-Programme nicht mehr weiter entwickelt wurden, als DATEV-Pro an den Start gehen sollte . . . der Rest ist Geschichte.
Wir haben jetzt ein Hybris "on premise" zu Cloud. Es wird eine Hybris ASP/Smart-IT zu Cloud geben müssen.
Insofern reite ich noch ein paar Järchen auf meinem P2P-Gaul dem Sonnenuntergang entgegen, der (noch) zuverlässig funktioniert.
Das Argument für Smart-IT, man erspare sich die Installation kann man auch nur jemandem erzählen, der nicht selbst installiert, denn das geht im Prinzip von alleine und die paar Hunnies für Smart-IT mehr verjubel... ich lieber 😉
Wie sagte George Best so treffend:
@deusex schrieb:
. Der Anwender dürfte keine Unterschiede spüren, wenn dann die "Online-Kindergarten-Versionen" der "erwachsenen Software" ebenbürtig wären und ich glaube, das schaffe ich nicht mehr und bin vorher selbst in der Cloud 😉
Stellt sich die Frage ob Stb's in den Himmel = Cloud kommen, und wenn ja wenn wir dort treffen ? Hier ließen sich sicher schöne Bilder an der Eingangspforte abbilden. 😉 Die Alternative Hölle = hell ? hier habe ich noch keine vernünftige Übersetzung gefunden Anticloud gemäß den Protagonisten oder Antagonist also Antacloud ? 🙈
Das Thema läuft zwar erst seit etwas über zwei Monaten, aber es wäre doch schön, wenn die DATEV sich auch einmal zu Wort melden könnte und wenigstens versuchen würde, etwas zu beschwichtigen, einen Trend anzudeuten (von den bisherigen Marketingmedien für die neue Cloud abgesehen) oder vielleicht auch zu der einen oder anderen Anregung und Kritik - wenigstens ein bisschen - Stellung zu beziehen ...
Hallo!
Kennen Sie diesen Spruch: "Gib' alles - ist ja nicht so viel"?
Antacloud ?
Das ist ja dann fast schon wieder (S)antaclaus. Was dann wieder zum Himmel und zum aktuellen Datum passt. 😁
So wie: Gib immer 100%, außer beim Blutspenden.
Warum sollte es einen Grauen?
Es wird geschehen, wie es vorherzusehen ist.
Die Funktionen werden on-premises immer weiter eingeschränkt, im Rechenzentrum gegen Gebühr mit verminderter Leistungsfähigkeit neu aufgebaut.
Die Skaleneffekte die sich seinerzeit bei der Umstellung vom Rechenzentrum zu on-premises (früher In-house) ergeben hatten wandern zum Rechenzentrum und verbleiben nicht beim Nutzer.
Wenn die Umstellung nicht mehr den vollen Funktionsumfang hat, werden zusätzliche Programme (Marketplace) notwendig. Natürlich gegen Geld.
Klappt etwas nicht im Rechenzentrum macht der Nutzer dicke Backen.
Kann der versprochene Funktionsumfang nicht geliefert werden wird das Programm als fertig deklariert und nicht weiterentwickelt und auf den Marketplace verwiesen.
Zusammenarbeit mit dem Mandanten ist ein Argument, vergessen wurde die Zusammenarbeit im Team der Kanzlei, da findet sich nichts. Also benötigt die Kanzlei wieder ein on-premises System für diesen Zweck.
Termintreue für Planung der Umstellung findet nicht statt.
Ich muss mich jetzt mal wieder um die Segnungen der Cloud kümmern, die Kontendaten sind teilweise nicht vorhanden. War ja auch nur eine Umstellung im Rechenzentrum, Vorarbeiten waren gemacht, ab da sollte dann automatisch umgestellt werden. Wurde aber nicht.
Aber in dem Weihnachtsfilmchen des CEO wurden alle Ziele als erreicht erklärt. Klingt wie die Umstellung auf pro, die wurde ja auch als fertig erklärt.
Also: Zukunft gestalten! Gemeinsam?
@einmalnoch schrieb:
Aber in dem Weihnachtsfilmchen des CEO wurden alle Ziele als erreicht erklärt. Klingt wie die Umstellung auf pro, die wurde ja auch als fertig erklärt.
Da gibt es ja noch einen, der seit Februar 2022 bis heute dabei ist, innerhalb von drei Tagen alle Ziele zu erreichen. Different things, same speak.
"Cloud" selbst (ich sage lieber DATEV-RZ) ist für mich nicht mal so das Problem. von verschiedenen Standorten auf sicher verwahre Daten zugreifen zu können hat durchaus seinen Reiz, stabile und schnelle Verbindungen vorausgesetzt.
Es ist die Umsetzung die mir Sorgen bereitet. Zum einen die Cloud selbst, wie bereits erwähnt die erzwungenen Abmeldungen, Zugriffsprobleme, etc.
Aber auch wie die Planung zu machen zukünftigen Programmen für "Cloud" zu laufen scheint. Nicht nur bei DATEV habe ich den Eindruck, dass mancher Entwickler Cloud mit Smartphones gleichsetzt und meint Programme ("Apps") wir für Handys entwickeln zu müssen, mit großen bunten Kacheln und wenig Informationen.
Ich schreibe schon ungern E-Mails auf dem Handy, meine Arbeit möchte ich aber wirklich an einem richtigen Rechner mit zwei mindestens großen Bildschirmen machen, die ich beide so richtig schön mit Informationen füllen kann.
Jedem der ASP benutzt empfehle ich eine Offline Sicherung! Genauso wie ich jedem der O365 nutzt eine Synology empfehle und Active Backup zu nutzen. Alles was in der Cloud ist, will ich zu Hause haben! Da hätte ich auch eine Vendor Lock Thematik im Innern; nicht wegen der DATEV, nicht wegen MS, aber es soll schon Fälle gegeben haben, wo Dinge gehackt wurden und der Zugriff weg war, temporär und / oder dauerhaft.
@c_kleineboymann schrieb:Jedem der ASP benutzt empfehle ich eine Offline Sicherung! Genauso wie ich jedem der O365 nutzt eine Synology empfehle und Active Backup zu nutzen.
Von außen nicht erreichbar und immutable Snapshots nicht vergessen.
Warum sollte man überhaupt das Gespräch mit einem Leidenden suchen, ist doch alles supi!
Sollte das nicht für jedes Backup gelten?
separates VLAN, maximale Portblockierung seitens der Firewall, ausschließlich verschlüsselte Verbindungen mittels SSL Zertifikat, unveränderbare (WriteOnce) Backups.
Habe aus reiner Paranoia bis vor kurzem noch O365 Backups auf BD-R geschrieben; da hat man sogar physischen Schutz wenn man die Disc abschließt.
Ach so, nun werden auch die PRIVATEN Daten der Mitarbeitenden erfasst.
Machen wir uns mal nichts vor: Die Cloud ist wie der Weihnachtsmann – sie kommt jedes Jahr ein Stück näher, und irgendwann steht sie vor der Tür. Nur dass sie keine Geschenke bringt, sondern Umstellungen, neue Prozesse und jede Menge Fragen. 🎁❌
Ob es uns gefällt oder nicht: DATEV zieht um in die Wolke. Das heißt für uns: Wir müssen mit oder den Stecker ziehen.
Jetzt meine Frage an euch:
👉 Was muss alles vorgearbeitet werden, damit der Umstieg nicht zum Horrortrip wird?
👉 Gibt’s eine Checkliste oder einen „Survival Guide“ für Kanzleien?
👉 Oder hat jemand von euch schon Erfahrungen und Tipps, wie man das Ganze stressfrei (falls das überhaupt möglich sein sollte) angeht?
Gefunden habe ich bisher nur folgendes: https://www.datev.de/web/de/berufsgruppenuebergreifend/ueber-datev/portfolio/portfolio-und-portfolioentwicklung/bereit-fuer-die-cloud/?utm_campaignid=datev-de&utm_target=steuerberater&utm_content=cloud-nutzen&utm_medium=kurl&utm_author=intern
Aber da steht unfassbar viel Text und klingt eher für mich wie eine Werbekampagne für die Cloud und zwischendrin findet man mal was, was man wirklich tun muss.
@Yvo4 , dass ist dann doch der ideale Einstieg in die Thematik.
https://www.datev.de/web/de/berufsgruppenuebergreifend/ueber-datev/portfolio/portfolio-und-portfolioentwicklung/bereit-fuer-die-cloud/?utm_campaignid=datev-de&utm_target=steuerberater&utm_content=cloud-nutzen&utm_medium=kurl&utm_author=intern
Nutzen Sie sonst noch keine Online-Anwendungen?
Basisdaten-Online, sagt Ihnen nichts? Noch keine Synchronisierung eingerichtet?
schon.... mydatev verwenden wir bereits (bestandsmanagement, DATEV Werkzeuge, Serviceanwendungen usw.) Aber der Bereich Mandanten usw. haben wir noch nicht genauer unter die Lupe genommen und ist hoffentlich seitens DATEV auch noch nicht fertig.
Die Fragen zur Umstellung des DATEV-Arbeitsplatzes, wann kommt diese und was muss berücksichtigt werden usw.
Einzelunternehmen zum Beispiel, haben wir auch bereits vorbildlich alle getrennt.
Nur ist da diese Unsicherheit Dinge zu übersehen, die man hätte besser vorbereiten können, die einen dann zur Umstellung in den Wahnsinn treiben. Man hat ja schließlich auch noch anderes zu tun wie die Umstellung auf die Cloud.....
daher die Frage, was in anderen Kanzleien bereits an Vorkehrungen getroffen wurden, oder ob es eine knappe Checkliste gibt, welche ich bisher nicht gefunden habe.
@Yvo4 schrieb:Nur ist da diese Unsicherheit Dinge zu übersehen, die man hätte besser vorbereiten können, die einen dann zur Umstellung in den Wahnsinn treiben. Man hat ja schließlich auch noch anderes zu tun wie die Umstellung auf die Cloud.....
daher die Frage, was in anderen Kanzleien bereits an Vorkehrungen getroffen wurden, oder ob es eine knappe Checkliste gibt, welche ich bisher nicht gefunden habe.
Mittelfristig hilft es, die Hilfsangebote der DATEV wahrzunehmen, DATEV Info online, Sneak Preview und Co. In den kommenden Jahren wird in jedem Seminar ein Hinweis darauf enthalten sein, was die Umstellung für die Kanzleien bedeutet. Hierzu werden auch die Kollegenseminare neu aufgestellt und sie erhalten einen neuen Praxis-Bezug, indem die Seminare sich künftig mehr an den Programmen / Themen orientieren. Jedes Thema hat seine eigenenen Herausforderungen.
Meine ganz persönliche Empfehlung ist, am Anfang anzufangen: Bei den Grundaufzeichnungen der Mandanten! Diese sollten unmittelbar vom Mandanten digitalisiert werden, nur so machen die Folgeprozesse auch wirklich Spaß. Und dann Schritt für Schritt die verschiedenen Informationswege (Bank, Kasse, Belege, Lohn) vereinheitlichen.
Das kann alles noch in der vertrauten offline Welt passieren. Die erste leistungserstellende Anwendung, die künftig nicht mehr offline läuft, ist die EÜR. Diese ist in der ESt im Vz 2026 nicht mehr enthalten. Rechnungswesen wird irgendwann (~2029/2030) das Licht ausknipsen, da dies die mit Abstand komplexeste Software in der DATEV Welt ist.
Dazwischen ist noch etwas Zeit.
Wenn alles umgezogen ist, wird das ein richtig gutes System mit Kommunikation in den Prozessen integriert, hierbei wir die DATEV App helfen, die in 2026 kommt und Komminkation und Upload Mobil kombinieren wird.
Bis dahin wird es immer etwas holpern, aber die Art der Entwicklung stellt sicher, dass "falsche" Wege immer so kurz wie möglich gehalten werden, indem die Anwender zu einem möglichst frühen Stadium mit einbezogen werden. Gerade in die Übersichtlichkeit und in flüssiges Arbeiten mit der neuen Mandantenliste wird gerade viel Zeit investiert, auf dass hier ein Übergang künftig ohne Schmerzen stattfinden kann.
Einfache Anbindung aller Mandanten ans DMS mit meineKanzlei.io
Kollegenseminar buchen: Next Level Digitalisierung mit DATEV
Ganz wichtig wäre noch zu erwähnen:
Beginnen Sie mit der Umstellung !
Sie ist unvermeidbar.
Das soll nicht despektierlich klingen, doch ich lese bei so manchem Kollegen zwischen den Zeilen, dass man sich irgendwie "in die Praxis informieren möchte", aber das wird nicht funktionieren.
Fangen Sie einfach schnellstens an und am besten mit den Mandanten, die bereits ein digitale Affinität besitzen.
Nehmen Sie die gemachten Erfahrungen an und verarbeiten und verwenden diese bei den weiteren Umstellungsprozessen; schauen Sie sich die Tutorials an, die bereits im Netz publiziert sind (Youtube).
Nochmals: Fangen Sie einfach an ! Besser heute als morgen. (ich habe das bewusst 3 x erwähnt).
Mein Problem mit der Umstellung ist, dass ich das neue Cloud-Programm selbst dann nicht nutzen möchte, wenn es kostenlos wäre.
@Algo schrieb:Mein Problem mit der Umstellung ist, dass ich das neue Cloud-Programm selbst dann nicht nutzen möchte, wenn es kostenlos wäre.
Dann mal andere Schwerpunkte setzen...muss ja nix mit Cloud zu tun haben....
@andreashofmeister schrieb:
Dann mal andere Schwerpunkte setzen...muss ja nix mit Cloud zu tun haben....
Holz oder Tierzucht bieten sich an. Wobei man da auch regelmäßig nach den Wolken schauen muss …
@Algo schrieb:Mein Problem mit der Umstellung ist, dass ich das neue Cloud-Programm selbst dann nicht nutzen möchte, wenn es kostenlos wäre.
Dann lassen Sie es halt.... Wie Sie so treffend sagten: "Ihr Problem."
Ich nutze selbstredend auch lediglich die funktionalen Cloud-Anwendungen mit Effizienzsteigerung; sonst macht es natürlich kein Sinn.
Jedenfalls ist es ratsam, mit Bewährtem wie DUO, Meine Steuern etc. zu beginnen, damit man den "Fuß in der Tür" hat. Es lässt sich mit ein wenig Erfahrung in der Cloud-Welt dann auch leichter einschätzen, welche Anwendungen noch zu rudimentär sind und welche bereits sinnvoll nutzbar sind.
Hallo Herr Ockenfels,
ich glaube, hier muss man zwischen gezieltem Angriff durch Spezialisten und Breitband-Schadsoftware unterscheiden.
Eine typische Kanzlei ist für einen wirklich gezielten, dolosen Angriff meist zu klein: zu wenig Datenmasse, zu wenig Hebel, aus Tätersicht oft schlicht nicht attraktiv genug. Ein zentraler Datenpool im DATEV-RZ ist dagegen per Definition ein attraktiveres Ziel, weil dort viele Kanzleien, viele Datenarten und damit maximale Wirkung zusammenlaufen. Auch wenn DATEV sehr viel für Sicherheit, Redundanz und Recovery tut, bleibt das ein anderes Risikoprofil als „Daten liegen nur bei mir im Haus“.
Dazu passt ein zweiter Punkt: Cloud ist ein Betriebsmodell, kein Qualitätsmerkmal. Cloud ist nicht immer und schon gar nicht per se zu priorisieren. Maßgeblich ist der Schutzbedarf der Daten und der Prozesse. Je nach Datenklasse kann eine On-Premises- oder hybride Lösung sachgerechter sein als „alles in die Cloud“. Zentralisierung bringt Profi-Betrieb, erhöht aber auch Attraktivität und Impact bei Störungen oder erfolgreichen Angriffen. Für manche Mandate zählt neben „Sicherheit“ auch Kontrollierbarkeit, Datenhoheit und Nachvollziehbarkeit.
Und Stichwort Störungen/Verfügbarkeit: Selbst wenn keine „Hack-Geschichte“ passiert, ist der Effekt bei zentralen Diensten eben binär. Wenn das RZ oder ein zentraler Dienst hakt, stehen im Zweifel viele Kanzleien gleichzeitig. Dann ist die entscheidende Frage nicht nur „wie sicher“, sondern auch „was ist der Plan B“: Welche Workarounds gibt es, welche Prozesse laufen lokal weiter, wie schnell ist die Wiederanlaufzeit, und was bedeutet das konkret für Fristen, Lohnläufe, Abgaben.
Gleichzeitig stimmt leider auch: Mit Alternativen sieht es praktisch düster aus. Wer im DATEV-Ökosystem bleiben will (Fachanwendungen, Schnittstellen, Prozesse), landet am Ende entweder bei DATEV-Cloud-Varianten oder bei Eigenbetrieb mit entsprechendem Aufwand für Hardware, Betrieb, Backup, Patching, Monitoring und Notfallkonzept. Das können und wollen die wenigsten Kanzleien in der nötigen Qualität dauerhaft stemmen.
Unterm Strich: weniger „früher war alles besser“, mehr „professioneller Betrieb ja, aber andere Zielattraktivität und anderes Verfügbarkeitsprofil“ und deshalb am Ende eine Frage von Risikoabwägung und Vertrauen.
Viele Grüße
Henning Heitschmidt
Keine Sorge, mit Clouds habe ich kein Problem, nur mit der zukünftigen DATEV-Variante davon, die offensichtlich für ein Publikum konzipiert ist, das man möglichst vor jeder eigenen Entscheidung schützen möchte.
Aber jedem das Seine, gut, wenn sie für Sie passt.
Kann der versprochene Funktionsumfang nicht geliefert werden wird das Programm als fertig deklariert und nicht weiterentwickelt und auf den Marketplace verwiesen.
Genau da liegt für mich das Problem: Wenn ein Produkt als Nachfolger positioniert wird, muss es die typischen Kanzleigrößen auch praktisch tragen. Sonst ist es kein Nachfolger, sondern ein Prototyp mit Preisschild.
Beispiel LODAS: Der Nachfolger der Vorerfassung ist bei größeren Abrechnungseinheiten faktisch nicht brauchbar. Und „größer“ heißt nicht Ausnahme, das ist in vielen Kanzleien Alltag. Wenn so etwas dann als „fertig“ gilt und man für funktionierende Abläufe auf Zusatzlösungen im Marketplace verwiesen wird, fühlt sich das wie eine Verlagerung des Entwicklungsrisikos auf die Anwender an.
Was ich mir wünschen würde, ist simpel: klare Aussage, für welche Größenordnungen die Lösung zuverlässig gedacht ist, und wenn das nicht passt, ein verbindlicher Fahrplan zur Nachbesserung. Nicht Abkündigung plus Verweis auf Zukauf.
Und was das Ganze besonders unerquicklich macht: Die Preise laufen weiter, auch wenn der Leistungsumfang schrumpft oder zentrale Funktionen in der Praxis nicht nutzbar sind. Wenn weniger geliefert wird, müsste sich das auch im Preis widerspiegeln, sonst ist es am Ende eine einseitige Vertragsänderung durch die Hintertür.
Wenn Funktionen wegfallen oder nur noch über Zusatzprodukte erreichbar sind, ist das keine „Modernisierung“, sondern eine Verlagerung von Leistung in Zusatzkosten. Das kann man so machen, aber dann bitte offen, nachvollziehbar und fair bepreist.