Hallo Herr Steveker, Der PE wird bei uns, wie es sich gehört, nach dem Eingang gestempelt ggf. die Fristen notiert, den jeweiligen Akten zugeordnet und dann die Akten gemeinsam mit dem PE vorgelegt. Im Anschluss wird der PE vom Sachbearbeiter bearbeitet. Ich bin für mich testweise dazu übergegangen, den PE zu scannen und - soweit möglich ohne Papierakte - weiter zu verarbeiten und möchte von der ganzen Stempelei wegkommen. Bei digitalen Eingängen kann ich sowieso nichts stempeln. Dort ist der PE mein Stempelersatz. Durch den Scann gelangt der Eingangsstempel zwar auf das - digitale - Dokument, wird aber ansonsten nur noch über das Erfassungsdatum/Ablagedatum sichtbar; sobald das Erfassungsdatum mit dem tatsächlichen Eingangsdatum nicht übereinstimmt habe ich ein Problem (Klassiker: Fax welches um 16:00 Uhr eingeht und am Folgetag als PE erfasst wird. Die DokAblage kennt nach meiner Zählung mindestens sechs Felder die sich um das Datum des Dokuments drehen. Welches Datum soll maßgeblich sein? Ein weiteres Problem entsteht, sobald sich eines der Daten ändert. Die DokAblage ist nicht revisionssicher, d.h. grundsätzlich ist jedes Feld, also auch das Datumsfeld, änderbar, ohne dass diese Änderungen dokumentiert werden. Mich daher allein auf die Datumsangaben der DokAblage zu verlassen, ist mir zu unsicher. In PFB wird der Posteingang automatisch festgeschrieben und die Änderung - jedenfalls als ich zuletzt nachgesehen habe - dokumentiert, so dass diese zumindest nachvollziehbar sind. Die PE-Erfassung nutze ich aber auch zur Strukturierung innerhalb der DokAblage. In der Schnellinfo Dokumente sind Spalten für den Postein- und -ausgang vorgesehen. Wird die PE /PA Erfassung richtig gemacht, kann ich nach dieser Spalte innerhalb eines Registers die Schreiben sortieren und finde mich so schneller die gesuchten Informationen. Der weitere Vorteil ist, dass ich mit der Erfassung der PE und PA im Rahmen einer Widereinsetzung wegen vermeintlicher Fristversäumung nachweisen konnte dass und wann Schreiben die Kanzlei eingegangen sind und wann sie die Kanzlei wieder verlassen haben und daher eine Säumnis nicht bestand. Das andere Problem ist der bereits angesprochene Workflow.
... Mehr anzeigen