Hallo Leeloo, So wie sie das beschreiben, klingt der Übertrag nach UO aber recht aufwändig. Wir versuchen unseren Mandanten eher Automatismen nahe zu legen, sodass möglichst kein Mehraufwand entsteht. 1. Ich würde immer eine Rechnungsmailadresse empfehlen, bei der Lieferanten nur die Rechnungen an diese Mailadresse senden und dort auch alle Rechnungen landen. Wenn dann eine automatische Weiterleitung nach UO eingerichtet ist, dann hat der Mandant nach einer einmaligen Einrichtung eigentlich nie wieder Aufwand damit diese Rechnungen für den Steuerberater zu sortieren, bearbeiten etc. (Falls mal eine Rechnung auf eine info Mailadresse gesandt wird, dann muss der Mandant diese auf die Rechnungsmailadresse weiterleiten und den Lieferanten für die Zukunft die Rechnungsmailadresse mitteilen. 2. Der damalige Schuhkarton war ein haufen unsortierter Belege, der nochmal 30 Minuten brauchte die Belege zu sortieren und abzuheften. Das ständige nach unten schauen für die Papierbelege war auch nicht gut für den Nacken. Falls man einen Beleg nochmal brauchte musste man auch noch die alten Ordner durchsuchen/holen um den Beleg zu finden. Jetzt reicht ein Doppelklick. UO sortiert die Belege dann ja schon nach Datum und ggf Rechnungsnummer, sodass doppelte Belege sofort auffallen. Ich würde eine Papier Buchhaltung daher gar nicht mehr als Mandanten annehmen. (Es gibt noch genügend 80 Jährige Steuerberater die nicht so technisch versiert sind und sich diese Art von Mandanten und Berater gerne finden können. 3. Jeder hat seine eigene Ordnung und Art und weise den Überblick zu behalten. Wenn es dem Mandanten reicht Rechnungen nach Erhalt sofort zu prüfen und zu bezahlen, bzw in einen noch zu klären Ordner/noch zu bezahlen Ordner zu verschieben falls mal was nicht passt, dann braucht er auch keine Bank zum abhaken. Ein gelegentlicher Blick auf die Bank reicht vielen kleineren Mandanten auch aus um zu sehen ob eine ungewöhnliche Position dort auftaucht. 4. Die Rechnungen selber nach UO hochzuladen als Berater macht für mich nicht so viel Sinn. Der Mandant bekommt eine Digitale Rechnung, druckt diese Manuel aus und der Berater Scant diese nochmal ein um Sie in einer schlechteren Digitalen Version wieder zu haben. Klingt nach einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für alle Beteiligten. Wenn man alles einigermaßen vernünftig einspielt, dann ist UO ein Gewinn für alle. Ein gutes Argument ist der wie immer das Geld. Wenn man für Papier Buchhaltungen 2 Stunden länger braucht als für Digitale Buchhaltungen, sind diese entsprechend teurer. 5. Zu dem Punkt der fehlenden Rechnungen, kann ich nur sagen, dass diese mit vernünftigen Regeln immer weniger werden und ich mir die Zeit nehme dem Mandanten die OPOS Liste genau zu erklären. (Wenn er das Bankkonto sieht (1200 SKR03), dann fehlt die Rechnung und bei allen anderen Konten fehlt die Zahlung. Dann kann man dem Mandanten kommentarlos die OPOS Liste zusenden.
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