Ein herzliches Grüß Gott Herr Fesel, wunderbar, dass die DATEV so etwas hat. Die Punkte, die die Kollegen genannt haben, kann ich nur unterschreiben. Neben den programmtechnischen Problemen, die es in ungezählter Form gibt, empfehle ich im eigenen Haus aufzuräumen: Wer braucht einen DATEV Sommerkatalog mit allen möglichen Gimmicks? Wer braucht diese Gimmicks? Warum heizt die DATEV damit den Konsum an? Die beste Nachhaltigkeitsstrategie ist nichts zu kaufen, was man nicht braucht und nicht Konsumbegierde zu wecken. Mal abgesehen davon, ich bin Genosse mit Laib und Seele, ganz ohne Werbeartikelkataloge. Wenn die DATEV Veranstaltungen/Seminare anbietet, ist es dem grünen Riesen völlig egal was auf Tisch und Teller landet, Hauptsache es gibt das Siegel "Green Conference" oder was auch immer. Auf dem Teller und in der Pause finden sich dann die üblichen Haupttäter: Futter von den Riesen von irgendwoher, am besten von den Großkonzernen, die in der Kritik stehen (Beispiel: Nestlé und Danone stehen nicht für Nachhaltigkeit, egal wie viele "Papperl" sie sich noch umhängen). Wie in diesen Häusern Mitarbeiter bezahlt werden, ob Putzmittel eingesetzt werden, die ökologisch sind oder welche Waschmittel für deren Tischwäsche verwendet wird - völlig egal. Ne, derzeit geht es hier nur um den Preis bzw. darum überhaupt einen Veranstaltungsort zu finden. Wer die Kantinen des Hauses besuchen darf und dafür einen Blick hat, der fällt das nächste Mal vom Stuhl. Nachhaltigkeit beginnt in den Köpfen bei uns und geht vom Papiereinkauf (FSC, Blauer Engel und aus Europa (gibt es, kostet aber mehr), über das Toilettenpapier (FSC und blauer Engel), bis zum Kaffee (nix Kapsel, regionaler Röster und Bio) und zur Frischmilch bzw. frischen Hafermilch aus der Pfandflasche (Mehrweg, Bio aus der Region). Das reicht bis zum Porzellan, das kann man aus Deutschland beziehen z.B. Kahla (ist jetzt keine Werbung, jedem sind sicher noch andere geläufig). Es gibt Hersteller von Küchengeräten, die fast nur Produktbestandteile aus Deutschland verwenden (sind zwar teuer, haben aber eine regionale Wertschöpfung und kurze Transportwege). Was mich dabei umtreibt ist die Tatsache, dass mir die DATEV jetzt erzählt, dass sie das macht und einen Verantwortlichen hat - es gab doch ständig die Hinweise, dass man dafür sogar ein eigenes Berichtswesen hat. Was mich noch mehr irritiert, ist die Tatsache, dass Nürnberg nicht alle Kraft in die Produktentwicklung und deren schnellen Umsetzung steckt, sondern Felder aufmacht, für die ich zumindest nicht noch die Genossenschaft brauche. Nix für unguat, Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung.
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