Hallo Community, um es klar zu sagen ja ich bin Mitglied der Vertreterversammlung und ja ich bin auch im Vertreterrat und letztlich bin ich - wie übrigens nicht ganz 75% der Mitglieder der Vertreterversammlung - für die geplante Satzungsänderung gewesen und kein Freund der "kleinen" Satzungsänderung. Ich dachte nicht, dass die von mir oben genannten Aspekte hier irgend jemand verborgen geblieben sind. Alle Info´s sind hier gepostet oder öffentlich zugängliche Informationen. Ich würde mir wünschen, dass die TATSACHE, dass die Satzungsänderung um 3 Stimmen die satzungsgemäße Mehrheit verfehlt hat, die hier versammelten kritischen Kollegen nochmals dazu bringt, die eigenen Argumente zu prüfen. Dabei ist keineswegs der bloße Umstand dass viele die Änderung befürworteten, schon der Garant dafür, dass das auch richtig sein muss. Aber der hier so oft unterschwellig verbreitete Eindruck, die Mehrheitsverhältnisse seien komplett anders zu beurteilen, ist eben genau nicht richtig. Auf der Vertreterversammlung wurden genau die hier vorgebrachten Argumente ebenfalls hart und kritisch diskutiert. Das zeigt überdeutlich, dass die hier geäußerten Bedenken die Adressaten erreicht haben und von diesen auch geteilt werden. Die Zustimmungsquote ist absolut NICHT unkritisch erreicht worden - viele der Teilnehmer haben harte und kritische Diskussionen über den richtigen Weg geführt. Wenige Mitglieder haben im Vorfeld der Sitzung mit - meiner Meinung nach - fragwürdigen Methoden Einfluß auf die Entscheidungsfindung nehmen wollen - und auch diesen Themen hat sich jeder einzelne Vertreter und der Vorstand offen, kritisch und unvoreingenommen gestellt. Die - auch im Vorfeld geführte - Auseinandersetzung war hart und sachlich. Die Satzung erfordert eine 75% Mehrheit für die zu treffende Entscheidung - die ist nicht erreicht! Das darf aber trotzdem nicht darüber hinwegtäuschen, dass die ÜBERWÄLTIGENDE Mehrheit den von der Satzungskommission erarbeiteten Lösungsweg für richtig hält. Evtl. liegt das auch daran, dass im Laufe der Diskussion Informationen bewußt wahrgenommen wurden, die bisher nicht ins "aktive Bewusstsein" vorgedrungen waren. Ich werde jedenfalls nicht müde werden, diese Informationen auch weiterhin in der Diskussion darzustellen und dafür zu kämpfen, dass DATEV und Berufsstand die Weichen für die für zukünftige Herausforderungen stellen. Ich glaube aber - neben der Fortentwicklung der Software und deren Verbesserung gehören da auch weiterreichende Themen dazu. Eine Verbesserung wäre nach meiner Überzeugung schon, wenn wir alle das Bewußtsein schärfen, dass der Genossenschaftsgedanke nicht davon lebt, dass jeder in jedem Programm "seine lila F10-Taste" erhält, sondern darin besteht, dass eine für die GESAMTHEIT der Genossen geeignete Lösung erarbeitet wird. Und auch dieser Aspekt gilt - nach meinem Verständnis - nicht nur für die Software, sondern alle Bereiche der Genossenschaft.
... Mehr anzeigen