Hallo,
ich habe folgendes Video gesehen: https://www.youtube.com/watch?v=51FxL-06oLg&list=PL3GJaXgEk4vwM0wH4rs2H4nxuwLcL-Czc
Dort wird thematisiert, dass die "Portfolioentwicklung" von Datev hin zur Cloud geht.
Es wird thematisiert, dass "On Premise" Lösungen - also Datev installiert auf dem PC der "Cloud" weichen werden -
inklusive das Entfernen von Produktwünschen zur Gestaltung der Nutzeroberfläche von Datev.
Der Fokus solle nun nur noch auf - "gesetzliche Grundlagen" - liegen.
Außerdem wird gesagt, es werde "verschlankt" und "automatisiert".
Ich dachte Datev - insbesondere Kanzlei Rechnungswesen - wird deswegen so geschätzt, weil es eben keine Black Box Anwendung ist und volle Transparenz / ggf. notwendige manuelle Bearbeitbarkeit beim Buchen bietet?
Wenn man sich den Zeithorizont des Umstiegs auf reine Cloud-Lösungen ansieht (binnen der nächsten 3 Jahre) und das in Zusammenhang mit dem bisherigen Umfang und der Performance der derzeitigen Cloud-Anwendungen (z.B. DUO) und den aktuellen, sehr komplexen PC-Programmen bringt (die aus meiner Sicht so komplex sein müssen), kann einem durchaus etwas unwohl werden.
Das Ganze kann meiner Meinung nach nur mit sehr, sehr abgespeckten Programmen und Programmfunktionen daherkommen.... Der Herr im Video bestätigt dies - nichts wird so sein wie vorher -, Adieu Kanzlei-Rewe, LuG und die anderen wertvollen Programme.
Ich mache mir tatsächlich schon Gedanken für eine Exit-Strategie - denn ich habe derzeit keine Vorstellungen, wie unsere komplexen und individualisieren Buchführungs- und Steuerprogramme im Einfachmodus in der Cloud funktionieren sollen.
Ab morgen muss dann nicht nur mit einer anderen, abgespeckten Software umgegangen werden, zwangsweise müssen dann natürlich auch alle individuellen Strategien (ggf. zu Lasten des Mandanten) zwangsweise umgestellt werden. Hier wird die jahrelang bestehende Mandatsbeziehung angegriffen und möglicherweise nachhaltig geschädigt.
Wäre nicht bei dieser Zukunftsaussicht ein Ausstieg aus DATEV jetzt schon sinnvoll? - nur ein Gedanke.
Ich finde Digitaliserung ziemlich cool, nutze jedes neue Produkt der DATEV und mir ist klar, dass es Veränderungen geben wird, aber einen komplette - von heute auf morgen Revolution - 7 Jahre vor der Rente? Och nö...
Ich denke, dem guten Herrn im Video ist gar nicht bewußt, welche Bombe er da platzen lässt und wie schlecht seine Nachricht ankommt - "Keine Produktwünsche mehr"... - zumindest bei mir als langjähriger und kräftig zahlender DATEV-Kunde. Ich habe da schon ganz andere Ansprüche.
Dass das künftige Cloud-Angebot natürlich megageil ist und alles super effizient läuft ist klasse und lässt hoffen. Nur sagt mir meine Erfahrung der letzten Jahre, dass sich DATEV eher von den Bedürfnissen der Steuer-Kanzlei entfernt hat oder zumindest sehr zäh reagiert. Ich persönlich glaube den Hochglanzversprechen nicht mehr uneingeschränkt - vieles klappt eben nicht so megageil und die absolute Wahrheit der maßgeschneiderten Cloud-Software klingt eher nach einem Märchen aus 1000+1 Nacht.
Am Ende jedoch, wenn die Programme auch (wie das aktuell modern ist) im halbfertigen Zustand angeboten werden - sage ich mal ganz salopp: "Gute Nacht Marie...." Oder wird diese Taktik bis dahin aufgegeben? Wenn in 3 Jahren die LuG Cloud-Lösung da sein soll, müsste eigentlich schon heute etwas halbfertiges da sein? Zeigt das doch mal her DATEV!
Ich weiß auch nicht was die Zukunft bringt und vielleicht gelingt der DATEV hier der große Zukunftswurf.
Aber nocheinmal auf den Punkt gebracht und von DATEV selber in die Welt proklamiert:
"Es wird künftig nicht mehr auf Produktwünsche eingegangen."
@Neu_hier schrieb:"Es wird künftig nicht mehr auf Produktwünsche eingegangen."
Es ist doch nichts neues mehr, dass in den on-Premises Programmen keine großartigen funktionalen Neuerungen mehr eingebaut werden. Wichtig ist, dass die Onlineanwendungen - wenn sie denn dann kommen - keine Rohrkrepierer werden, sondern wirklich gute funktionale Software ausgeliefert wird. Hier kann ich nur auf die Beiträge von @blum verweisen, welcher mehr gutes Feedback gibt, als den meisten Anwendern Ideen einfallen würden.
Leider habe ich jedoch ebenfalls ein wenig Unwohlsein in Bezug auf die kommenden Cloudanwendungen. Bisher ist da zu wenig Konsistenz enthalten und zu viel hin- und her: Bsp. Datev Kassenbuch online: wird als Ablösung von Kassen- und Warenerfassung programmiert - nennenswerte funktionale Ergänzungen gab es dann nicht mehr. Upload online: wird ebenfalls neu geschrieben. Datev Personal mit Personalakte, Personaldaten, Personal-Addon etc: ein Durcheinander was ich ehrlich gesagt nicht mehr überblicke. Dann gibt es noch Cloud-Leichen wie Belegweseninfo, bei welcher noch die Anzahl der Belege per Faxversand genannt wird. Fax gibt es seit 6 Jahren nicht mehr...
Ich hege wirklich die Hoffnung, mit MyDatev Kanzlei etc. kommen solidere Anwendungen, die auch eine längere Halbwertszeit haben. Das meine ich im positiven.
Möglicherweise ist das auch heute schon Usus (keine wesentlichen funktionalen Neuerungen) - allerdings hat man das nicht marktschreierisch in die Welt posaunt und versucht eine offensichtliche Service- und Leistungskürzung als geil zu verkaufen.
Im gleichen Atemzug wurde auch nicht verkündet, das damit die (doch anständig hohen) DATEV-Kosten halbiert werden. Ich befürchte leider eher das Gegenteil.
In 5 Jahren werden wir ohnehin keine signifikanten Erlöse bei der FiBu mehr erzielen, weil alles über E-Rechnungen und KI läuft.
Da kann ich auch auf Kanzlei-ReWe verzichten.
@aqbnmb schrieb: Dort wird thematisiert, dass die "Portfolioentwicklung" von Datev hin zur Cloud geht.
Ja, dieser Tenor wird auch von den Kundenverantwortlichen DATEV so in die Kanzleien verbreitet.
Als Hintergrund wird eine "Lizenzänderung bei MS zu 2029" als Hauptursache angeführt.
Ab hier wird es meines Erachtens schwierig.
1.) DATEV geht hier eigentlich wieder "zurück zu ihren Wurzeln". In den 1960er wurde die DATEV für den RZ-Betrieb gegründet. Insofern oookkkayyy.... aber...
2.) Die Glaskugel bei DATEV scheint außergewöhnlich scharf. Heute schon auf das Lizenzgebaren von MS schließen zu können, wobei der Konzern MS selber in manchen Dingen nicht weiß wie und wo und wann...
3.) Hier wird es aus meiner Sicht definitiv gruselig. Wenn wir uns die Entwicklung in DUO ansehen oder das Desaster "Lohn next" betrachten, halte ich es mindestens für sehr ambitioniert, dass wir 2030 alle Kanzleien mit allen Anwendungen in der DATEV-Cloud haben werden.
-Höchstmaß an individuellen Lösungen bei Rechnungswesen
-Höchstmaß an individuellen Lösungen bei Lohn
-Höchstmaß an individuellen Lösungen bei der Kanzlei-Eigenorganisation
Und dann haben wir in allen Bereichen eine Unmenge an angepassten Datenschnittstellen von/zu mit Drittherstellern.
Wir haben bei der Entwicklung einen enormen Abarbeitungsstau. Wo und wie will DATEV hier Entwickler rekrutieren und dann noch nach Nürnberg schaffen? Alles aus HomeOffice o.ä. kann da nicht kompensieren.
Einer der KV sagte mir, dass die Vorgabe vom Vorstand kommt und es so geschehen wird. Frei nach ägyptischen Herrscher im Film "Moses": So ist es beschlossen, so ist es geschrieben, so wird es geschehen...
--> meiner Meinung nach: Nein.
Allein die wenigen Kanzleien, die ich betreue, haben individuelle Lösungen im Einsatz, die sich mit einem Cloud-Standard nicht zusammenbringen lassen. Allein wenn ich mir ansehe, wie individuell die Eigenorganisation comfort bei jeder Kanzlei vom DATEV-Außendienst angepasst wurde und wird. Da einen einheitlichen Standard zu definieren und diesen Kanzleien überzustülpen... never.
Nochmal: Das ist meine alleinige Meinung. Und ich lasse mich gern eines Besseren belehren. Ich würde dem Vorstand in 2030 auch ein entsprechendes Präsent zukommen lassen. Aber die Rückstellung hierzu kann ich mir wohl sparen.
Beste Grüße
Christian Ockenfels
Liebe Community, lieber Nutzer @aqbnmb,
DATEV verfolgt die Strategie, das Produktportfolio Schritt für Schritt in die Cloud zu entwickeln. Warum wir das tun und wie wir dabei vorgehen, können Sie auch einem Interview mit unserem CTO Prof. Dr. Christian Bär entnehmen, das Sie hier finden.
Der Fokus der Produktentwicklung liegt also, wie es in diesem Thread mittlerweile verschiedentlich auch schon angeklungen ist, auf unseren neuen Cloud-Lösungen. Das bedeutet im Umkehrschluss konsequenterweise auch, dass wir die aktuellen On-Premises-Lösungen funktional nicht mehr weiterentwickeln und uns auf die Entwicklung der Cloud-Lösungen konzentrieren.
Selbstverständlich stellen wir sicher, dass die gesetzlichen Anforderungen und die technologische Lauffähigkeit bei den On-Premises-Lösungen in der Übergangszeit stets gewährleistet sind. Damit steht Ihnen jederzeit verlässliche Software zur Verfügung.
Die zukünftige Cloud-Anwendung zur Erstellung einer Finanzbuchführung wird digitale Prozesse voraussetzen und einen noch höheren Automatisierungsgrad bieten.
Dass die Prozesse auch in den Kanzleien entsprechend angepasst werden müssen, bringt natürlich auch Aufwand mit sich, keine Frage – aber aufgrund der Herausforderungen der technologischen Entwicklung und des Marktes sind diese Anpassungen wichtig und lohnen sich letztlich.
Der bestehende Fachkräftemangel beispielsweise, die zunehmende Nutzung von KI, aber auch gesetzliche Entwicklungen wie die verbindliche Einführung der E-Rechnung erfordern jene Veränderungen in den Prozessen - und somit auch in den Programm-Anwendungen.
Produktwünsche zur Gestaltung von Oberflächen fließen in die Cloud-Lösungen ein. Die Transparenz über die Wertermittlung in der Finanzbuchführung wird auch künftig gegeben sein. Auch wird es immer noch möglich sein manuell Buchungssätze zu erfassen, da nicht allen Geschäftsvorfällen Belege zu Grunde liegen.
Viele Grüße aus Nürnberg!
Katharina Schönweiß | Service Rechnungswesen (FIBU) | DATEV eG
Vielen Dank für die Informationen.
Ist das jetzt eine korrigierte Darstellung der Sachlage / des Vorhabens?
Warum wird denn im betreffenden Video von "Abspecken" "Weniger Funktionen" "Nur noch gesetzliche Vorgaben" und letztlich von eingeschränkter Kundenzusammenarbeit /-service gesprochen (Zitat: Es wird künftig nicht mehr auf Produktwünsche eingegangen)?
Wenn das nicht so gemeint war, sollte es auch nicht so in die Öffentlichkeit posaunt werden. Oder liege ich mit dieser Ansicht falsch?
Gibt es bei DATEV keine einheitlichen Aussagen mehr? Worauf darf ich mich denn als Teil der DATEV verlassen?
Ich habe mich diesbezüglich auch mit DATEV-Mitarbeitern unterhalten. Auch diesen war offensichtlich nicht klar, dass der Umstieg in die Cloud mit den oben genannten Einschränkungen erfolgen sollen (erfolgen kann!?) und fanden dies auch aus Kundensicht nicht wirlich prickelnd (o-Ton - dann werden wir Kunden verlieren). Diese Reaktionen haben mir gezeigt, dass selbst DATEV-intern offensichtlich nicht mit offenen Karten gespielt wird.
Ich möchte bitte jetzt mal ein möglichst klares Bild über die Cloud-Software haben, denn ich bin auch Unternehmer und muss mich rechtzeitig einstellen bzw. möchte ich nicht zwischenzeitlich auf ein falsches Pferd setzen.
Bisher waren die Cloud-Leistungen nicht immer das gelbe vom Ei und sind doch eher sehr einfache Anwendungen. Wie will DATEV (konkret) sicherstellen, dass bei einer vielfach höheren Programmkomplexität (Rewe, Lohn, Steuern) - ich schätze mal ganz naiv das 300fache - ein Funktionieren sicherstellen?
@Steuerberater_DO schrieb:In 5 Jahren werden wir ohnehin keine signifikanten Erlöse bei der FiBu mehr erzielen, weil alles über E-Rechnungen und KI läuft.
Da kann ich auch auf Kanzlei-ReWe verzichten.
Dem muss ich widersprechen, Kanzlei-Rechnungswesen ist mein liebstes Programm und in vielen Fällen bitter nötig um Lichts ins Mandantendunkel und -chaos zu bringen. Es bleibt abzuwarten ob die KI in naher Zukunft, auch mit E-Rechnungen, regelmäßig fähig ist alles korrekt aufzuarbeiten, vor allem nachvollziehbar.
Auf Bluesky folge ich einem Rechtsanwalt, der sich jüngst über Leute beklagte, welche ihre Schreiben von KI machen lassen, es wird dabei wohl immer noch jede Menge Mist fabriziert.
Lieber @Neu_hier,
gerne gehe ich auf die Nachfragen ein, besonders auf die Frage, ob wir in der Cloud unsere Lösungen „abspecken“ und was mit einer solchen Aussage gemeint ist.
Wenn wir unser Produktportfolio bereinigen und bestimmte Funktionen in der Cloud-Welt nicht mehr anbieten sollten, dann wird es primär um Angebote gehen, die entweder heute redundant vorhanden sind oder aber für Praxisszenarien benötigt werden, die selten Anwendung finden. Eine solche Portfoliobereinigung findet im Übrigen nicht erst statt, seit DATEV den Weg in die Cloud eingeschlagen hat – Stichwort regelmäßige Abkündigungen – aber natürlich wird sie angesichts eines so umfangreichen Technologiewandels, wie dem von On-Premises zu Cloud klar in den Blick genommen.
Ich gebe Ihnen gerne zwei Beispiele:
Es gibt heute redundant zwei Bearbeitungsformen in Belege online. Daraus entstanden zwei verschiedene Formen des „digitale Belege buchen“ in Kanzlei Rechnungswesen. Das war zu der Zeit, als die Möglichkeiten geschaffen wurden, auch gut. In Zukunft wollen wir das besser und vor allem einfacher machen. Es sollte nur noch einen Modus geben, der die Anforderungen beider Wege erfüllt. Das meinen wir ganz konkret mit Portfoliobereinigung, und das heißt dann im Gespräch auch mal „abspecken“.
Für selten genutzte Szenarien, wie einer individuellen Zeilenstruktur für eine Jahresabschlussauswertung, bieten wir eine Lösung eines Partners und nicht mehr die Möglichkeit in Kanzlei Rechnungswesen. Der Aufwand für die Entwicklung und die Pflege im Verhältnis zum Nutzungsgrad war hier ausschlaggebend.
Auf dem Weg in die Cloud ist ein klarer Fokus auf die Kernprozesse nötig, denn uns ist wichtig, dass Sie in Zukunft in ihrem Kerngeschäft erfolgreich arbeiten können.
Viele Grüße aus Nürnberg und ein schönes Wochenende!
Katharina Schönweiß | Service Rechnungswesen (FIBU) | DATEV eG
Moin Moin,
die Antworten geben schon ein gutes Bild ab. Ich füge nur hinzu.
Datev wird für Kanzlei-Rewe nur das nötigste noch umsetzen.
D.h., gesetzliche Änderungen einpflegen, grobe Fehler, die die Daten verfälschen könnten korrigieren und wenn der Aufschrei der Nutzer zu groß wird (gegen welche Grenzziehung?) werden noch eingepflegt. Und wenn zufällig ein Programmierfehler die Nutzung an einer nicht unwichtigen stelle blockiert.
Wenn sich zu wenige melden wird also nichts passieren. Das ist nicht neu, das gibt es bereits seit Jahren.
(Aus Sicht der Datev, die nur beschränkte Ressourcen zur Verfügung hat, macht dies auch Sinn. Problem der Datev ist, MS gibt die Umstellungszeiten vor. Hinterherhecheln ist wohl alternativlos.)
Zusammengefasst sind Wünsche etwas sehr störendes, wofür wohl kaum Ressourcen verfügbar sin.
QJ
@aqbnmb schrieb:
Dort wird thematisiert, dass die "Portfolioentwicklung" von Datev hin zur Cloud geht.
Es wird thematisiert, dass "On Premise" Lösungen - also Datev installiert auf dem PC der "Cloud" weichen werden -
inklusive das Entfernen von Produktwünschen zur Gestaltung der Nutzeroberfläche von Datev.
Wenn man aus aus den bisherigen Vorgängen auf zukünftige schließt, heißt das wohl:
Kanzlei-Rechnungswesen wird nicht weitergeführt, sondern zu einem Stichtag x abgekündigt. Zu diesem Zeitpunkt erscheint ein neues Produkt. Ich nenne es mal "MyDATEV Soll an Haben MVP".
Habe mir 4min bisher angesehen und denke mir nur: Schön DATEV, schöne Statistiken, die leider nicht jeder richtig versteht. Schön, dass es bei diesen Kanzleien klappt mit der Kommunikation, schön dass die 2000 Buchungen pro Stunde machen können. Aber wie immer vergisst hier jeder, dass jede Buchführung anders ist und dadurch dieser Durchschnittswert einfach nichts wert ist. Macht mich jetzt schon unglaublich sauer dieses Video, weil es halt manche einfach nicht verstehen.
Kanzlei-Rechnungswesen wird nicht weitergeführt, sondern zu einem Stichtag x abgekündigt. Zu diesem Zeitpunkt erscheint ein neues Produkt. Ich nenne es mal "MyDATEV Soll an Haben MVP".
Ach, im Video wird die Bezeichnung ja genannt, es wird "accounting next" heißen.
"Next", da denke ich gleich an "Auftragswesen next". Ein echtes Qualitätsmerkmal.
Der Besuch der kommenden Taxarena in Mainz bekommt für mich nun einen ganz anderen Schwerpunkt...
@olafbietz schrieb:Ach, im Video wird die Bezeichnung ja genannt, es wird "accounting next" heißen.
Brrrr. Gruselig. Dann wird die Lohn-Cloudlösung bei Erscheinen wahrscheinlich "payroll next" heißen....
Was für ein Blödsinn.
PS: Sorry für das Off-Topic.
Ich glaube ja, das Stichwort ist Effizienzsteigerung!
Es sollen weniger Klicks, weniger händische Eingriffe, mehr Automatisierungen, Ausbau von Kollaborationslösungen sein. Was nicht effizient ist, fliegt raus!
Das ist natürlich Mentalitätssache! Und die Frage, ab wann betrifft es mich oder meine Kanzlei. Wann betrifft es unser Geschäftsmodell.
Wir gehören zu den digitalen Kanzleien und wollen selbstverständlich auch gewinnbringend arbeiten, dennoch stört uns der Gedanke, was dann scheinbar alles nicht mehr effizient ist:
- Qualitätsbuchhaltung
- Betriebe ohne E-Rechnungen (also alle Unternehmen, die private Kunden haben)
- kleine ortsnahe Betriebe
- Sonderfälle, nicht standardisierte Vorgänge
- Unternehmen die gute Arbeit leisten, aber mit der Geschwindigkeit der Digitalisierung nicht zurecht kommen
- (nach Abkündigung der Unternehmensplanung: Neugründerberatung, Erstellung von Businessplänen)
Schade, dass nicht alles für Alle effizient ist. (?)
Ach nein, ich bin doch froh, dass die Wellnessmassage, die ich mir einmal im Monat gönne, nicht effizient ist! Sie tut einfach nur gut!
Noch regen sich viel zu wenig Leute auf, hoffen, dass sie auf der Gewinnerseite stehen oder sich zumindest gut damit arrangieren können. Viele bekommen die Entwicklungen wahrscheinlich auch noch gar nicht mit. Absehbar ist es bereits seit Jahren.
Natürlich spricht nichts gegen sinnvolle Effizienzsteigerungen: Eine Kasse oder ein Warensystem an die Buchhaltung anzubinden, Kontoumsätze teilautomatisiert verbuchen zu lassen, bereits erfasste Daten zu übernehmen,...
Im Video heißt es so schön: Kollaborationslösungen sollen genutzt werden, damit sich Mitarbeiter und Mandanten bereits daran gewöhnen, denn ohne wird es nicht mehr gehen. Manchmal handelt es sich auch nur um eine Umverteilung der Arbeit! Abgesehen davon vermisse ich gerade bei diesen Kollaborationslösungen noch die Effizienz 😉
Unser Job wird sich massiv verändern. Die Datenerfassung wird schneller und automatisiert ablaufen, dafür müssen wir in der Lage sein zu sehen, ob die BWA wesentlich (!) falsch ist.
Wer immer noch meint, jeden Cent nachvollziehen zu müssen, wird in dieser Arbeitswelt ein Problem bekommen. Mandanten werden das schlicht nicht mehr bezahlen.
@doro schrieb:Ich glaube ja, das Stichwort ist Effizienzsteigerung!
Es sollen weniger Klicks, weniger händische Eingriffe, mehr Automatisierungen, Ausbau von Kollaborationslösungen sein. Was nicht effizient ist, fliegt raus!
Das würde ich mir so sehr wünschen, aber da glaube ich bei DATEV einfach nicht dran, dass sie das hinbekommen. Für mich ist DATEV seit ich es benutze (2011) der Inbegriff von Benutzerunfreundlichkeit, schlechter Usability und vermurksten Software-Prozessen.
Ich frage mich zunehmend, warum die DATEV-Software so konsequent benutzerunfreundlich gestaltet ist – und leider setzt sich dieser Eindruck nun auch bei den Online-Anwendungen fort. Das, was bisher veröffentlicht wurde, wirkt für mich eher wie ein Rückschritt in Sachen Nutzererlebnis.
Ein paar Beispiele:
Tastenkürzel sind in DATEV Unternehmen online nicht zu finden – für effizientes Arbeiten ein echter Nachteil.
Performance-Probleme: Jeder Klick hat gefühlt eine halbe Sekunde Verzögerung, dazu kommen regelmäßige Störungen, bei denen Dienste für Stunden nicht erreichbar sind.
Multi-Monitor-Support gibt es praktisch nicht, da alles in ein Browserfenster gezwängt ist.
Mobile Nutzung: Unternehmen online auf dem Smartphone ist kaum möglich, die Flexibilität fehlt hier komplett.
Grundfunktionen: Selbst bei einfachen Vorgängen wie dem Kündigen von Verträgen muss ich jedes Mal unseren Kanzleinamen manuell eintippen – obwohl dieser längst zigfach in den Stammdaten hinterlegt ist. Gleiches gilt für Unterberaternummern, die mühsam händisch nachgeschlagen (Öffnen von DUO, Mandant suchen, Nummer aufschreiben...) und dann in einem anderen Browser-Fenster eingegeben werden müssen.
Wenn dies die „neue Zukunftswelt“ sein soll, die uns versprochen wird, dann macht mir das Sorgen. Ich liebe meinen Beruf – wirklich sehr. Aber was ich aktuell am wenigsten mag, ist die Software, mit der ich jeden Tag arbeiten muss. Denn beim Thema Software-Design und Benutzerführung habe ich leider das Gefühl, dass die Effizienz der Anwender nicht im Mittelpunkt stehen.
@Steuerberater_DO schrieb:Wer immer noch meint, jeden Cent nachvollziehen zu müssen, wird in dieser Arbeitswelt ein Problem bekommen. Mandanten werden das schlicht nicht mehr bezahlen.
Es gibt Fälle in denen ich versuchen würde Cents nachzuvollziehen, aber nicht weil es mir um die Cents geht, sondern weil eine Berechnung eigentlich Centgenau stimmen müsste und Abweichungen darauf hindeuten, dass zumindest irgendetwas nicht beachtet wurde, was auch durchaus einen größeren Fehler aufdecken kann.
Für mich ist DATEV seit ich es benutze (2011) der Inbegriff von Benutzerunfreundlichkeit, schlechter Usability und vermurksten Software-Prozessen.
Respekt. Langzeitexpertise...
konsequent benutzerunfreundlich gestaltet ist
Stückwerk, Abwärtskompatibilität, u.s.w.
Und: Programmierer müssen selten das benutzten, was sie zusammenbauen. Ist leider so. Mich würde es nicht wundern, wenn einige Programmierer in Nürnberg noch nicht einmal sprachlich verstehen, was sie da bauen.
Das, was bisher veröffentlicht wurde, wirkt für mich eher wie ein Rückschritt in Sachen Nutzererlebnis.
In Teilen gehe ich da mit. --> Auftragswesen Next
Tastenkürzel
Das wird meines Erachtens auch nicht möglich sein, denn die Tastenkürzel werden vom Browser abgefangen. Eine Webanwendung ist eine Webseite. Oder kennen Sie Tastenkombinationen bei $Amazon & Co.?
Das ist meines Erachtens also technisch bedingt.
Performance-Probleme
Nein, kann ich nicht bestätigen, es sei denn der Mandant hat mal wieder "Monsterbelege" in Vollfarbe und 1200dpi gescannt.
Multi-Monitor-Support
Da sind wir wieder bei der Webseite... kann der Browser nicht.. mehrere Tabs/Fenster wären denkbar. Ob dann auch die Sessions-ID hier zusammenspielen. Möge ein Webentwickler gern mal darlegen. Aber die Browser sind hier definitiv limitiert.
Mobile Nutzung:
Mal ernsthaft: Wer will das? Das ist ein SmartPhone! Aber klar, wer Fußball auf einem SmartPhone schauen will um einen weißen Pixel zu verfolgen, möchte vielleicht auch DUO über das 4-Zoll-Gerät nutzen...
>>Ich will es nicht...
DUO
Ist die Einstiegsseite für Belege online, Personal online, Auswertungen online, Auftragswesen next. Insofern diverse Anwendungen mit ihren eigenen Einstellungen.
Upload greift hier als "Unteranwendung" auf die Belege online zu. Wir können uns nun trefflich darüber aufregen, ob ein Aufruf aus dem Upload-Bereich auf die Belege-Online-Einstellungen möglich sein sollte...
Bestellung von SmartLogin & Co
Teils, teils... Je nach Pflege der Stammdaten werden mir bei der Bestellung/Registrierung auch die Ansprechpartner mit Mailadresse angeboten. Aber nur bei der Mandantenregistrierung für "Meine Steuern", etc.
Bei der Bestellung Unternehmen online via Shop, ist es leider genauso, wie Sie es beschreiben...
VaSt Abruf und Steuerkonto Online per SmartLogin
Da die SmartCard an sich auf dem Prüfstand steht, wird sich hier auch in Zukunft was ändern. DATEV-Konto in die VDB? Wir werden sehen.
Also "Kopp huh", wie der Kowelenzer sagt.
Beste Grüße
Christian Ockenfels
Tastenkürzel
Das wird meines Erachtens auch nicht möglich sein, denn die Tastenkürzel werden vom Browser abgefangen. Eine Webanwendung ist eine Webseite. Oder kennen Sie Tastenkombinationen bei $Amazon & Co.?
Das ist meines Erachtens also technisch bedingt.
Es gibt durchaus Webseiten mit Tastenkürzeln. Mir fallen gerade ein: buzer.de oder die Kommentare bei heise.de,
Grüße
@chrisocki schrieb:
Tastenkürzel
Das wird meines Erachtens auch nicht möglich sein, denn die Tastenkürzel werden vom Browser abgefangen. Eine Webanwendung ist eine Webseite. Oder kennen Sie Tastenkombinationen bei $Amazon & Co.?
Das ist meines Erachtens also technisch bedingt.
Diese Beschränkung wurde schon vor einiger Zeit aufgehoben. Auf der Webseite Photopea.com gibt es einen Photoshop-Klon im Browser der alle gängigen Tastenkürzel unterstützt.
Multi-Monitor-Support
Da sind wir wieder bei der Webseite... kann der Browser nicht.. mehrere Tabs/Fenster wären denkbar. Ob dann auch die Sessions-ID hier zusammenspielen. Möge ein Webentwickler gern mal darlegen. Aber die Browser sind hier definitiv limitiert.
Das ist so nicht korrekt. Stichwort: BroadcastChannel
Damit kommunizieren mehrere Fenster miteinander. Ich würde es sehr begrüßen, wenn die beim Klick auf die Thumbnails in DUO der große Beleg in einem eigenen Fenster geöffnet wird und nicht ein Drittel des Browser-Fensters in Beschlag nimmt. Eine Demo habe ich für eigene Zwecke bereits selbst am Laufen:
https://www.mock-alderath-junges.de/BroadcastChannel/
Mobile Nutzung:
Mal ernsthaft: Wer will das? Das ist ein SmartPhone! Aber klar, wer Fußball auf einem SmartPhone schauen will um einen weißen Pixel zu verfolgen, möchte vielleicht auch DUO über das 4-Zoll-Gerät nutzen...
>>Ich will es nicht...
Gerade wenn es darum geht mal schnell einen Beleg wieder zu finden, wäre responsives Design wünschenswert. Ich finde, dass gerade GoogleDrive und Dropbox hier sehr gut vormachen, wie man auch mobil den Überblick über tausende Dateien behalten kann.
Hallo zusammen,
ich möchte zu der Aussage, dass Tastenkombinationen und Multi-Monitor-Nutzung in Webanwendungen grundsätzlich nicht möglich seien, weil „der Browser das nicht kann“ gern etwas Klarstellung beitragen.
Das ist so nicht richtig – diese Dinge sind technisch möglich, wenn sie gut umgesetzt werden. Dass es bei DATEV (noch) nicht funktioniert, liegt nicht am Browser, sondern daran, wie die Anwendung gebaut wurde.
🔹 Tastenkombinationen (Shortcuts)
Es stimmt, dass manche Tasten-Kürzel vom Browser selbst verwendet werden (z. B. Strg+T für neuen Tab). Aber innerhalb einer Webanwendung kann man eigene Tastenkombinationen definieren – viele moderne Online-Programme zeigen das auch:
Wenn das bei DATEV nicht geht, liegt das nicht am Browser, sondern daran, dass es nicht umgesetzt wurde. Die Möglichkeit besteht – sie wird nur nicht genutzt.
🔹 Mehrmonitor-Nutzung
Auch das ist kein grundsätzliches Problem bei Webanwendungen.
Man kann Fenster auf einen zweiten Monitor verschieben. Man kann mehrere Fenster derselben Anwendung öffnen – die sich sogar gegenseitig „verstehen“ können, also z. B. live Daten austauschen.
➡️ Auch hier wieder:
Microsoft 365 erlaubt es zum Beispiel, ein Excel-Dokument auf einem Monitor zu bearbeiten und gleichzeitig Outlook oder Teams auf einem zweiten Monitor offen zu haben – alles im Browser.
Der Browser verhindert das nicht. Aber: Die Webanwendung muss dafür so gebaut sein, dass sie z. B. einzelne Bereiche (z. B. Dokumentenansicht, Unterhaltung, Navigation) in eigene Fenster auslagern kann. Wenn DATEV das nicht bietet, ist das keine technische Grenze – sondern eine Frage der Umsetzung und Prioritäten.
❗ Nicht der Browser ist schuld – sondern die Umsetzung
Es ist wichtig, hier den Unterschied zu verstehen:
Gute Architektur erlaubt das, schlechte beschränkt den Nutzer.
Gerade bei der DATEV sollte ein hoher Qualitätsanspruch gelten. Effizientes Arbeiten braucht nun mal eine vernünftige Tastatursteuerung und flexible Fenster-Nutzung – das ist kein Luxus.
Doch genau hier liegt das Problem:
DATEV hat bisher klar gezeigt, dass diese Möglichkeiten nicht genutzt werden.
Obwohl technische Lösungen längst existieren – und von vielen anderen Anbietern tagtäglich eingesetzt werden – bleiben bei DATEV grundlegende Dinge wie effektive Tastaturbedienung oder eine sinnvolle Nutzung mehrerer Monitore außer Acht.
Und solange das so bleibt, habe ich große Bauchschmerzen vor dem Übergang in die Cloud.
Danke @stbjunges und @lablue,
alte weise Männer lernen immer gern dazu. Danke für die Klarstellungen.
Beste Grüße
Christian Ockenfels
Das wird schon.👍
DATEV wird sicher rechtzeitig den revolutionären hauseigenen "DATEV-Browser" rausbringen, der all´ das beherrschen wird.
In der ersten Ausbaustufe werden schon bis zu 3 Tabs gleichzeitig unterstützt und der Zoom-Faktor reicht von 150 - 400 %.
Idealerweise gekoppelt an die Nutzung von DATEVnet, wo er sein volles Potenzial entfalten kann.
<Ironie_off>
DATEV liefert sich ganz schön Dritten und deren Programmen aus. Microsoft Windows schon und nun auch noch Browser. Es ist zwar unwahrscheinlich dass das ganze sehr sehr böse endet, aber auch nicht so unwahrscheinlich finde ich.
>Obwohl technische Lösungen längst existieren – und von vielen anderen Anbietern tagtäglich eingesetzt >werden – bleiben bei DATEV grundlegende Dinge wie effektive Tastaturbedienung oder eine sinnvolle >Nutzung mehrerer Monitore außer Acht.
Das stimmt schlicht und ergreifend nicht.
Ich kann zwei Instanzen von Kanzlei-ReWe beim gleichen Mandanten auch heute schon öffnen und parallel bearbeiten. Die "verstehen" sich dann auch, da sie auf die gleichen Daten zugreifen. Genauso kann ich auf beliebig vielen Monitoren die Steuerprogramme, Kanzlei-ReWe, DMS etc gleichzeitig offen haben. Die "verstehen" sich nur nicht, weil die Daten aktiv übergeben werden müssen.
Ich kann heute bereits MyDatev Mandantenregistrierung, SmartLogin-Admin, Rechteverwaltung Online und DUO gleichzeitig auf mehreren Fenstern und Monitoren betreiben und den gesamten Prozess von der Anlage eines SmartLogins über die Rechteadministration bis hin zum Produktivsystem online betreiben und die "verstehen" sich. Was auch logisch ist, weil die auf die gleichen Quelldaten zurückgreifen.
Mir ist ein Rätsel, wieso man der Datev unterstellt, sie würde das nicht können (was heute schon falsch ist) und dann zur Schlussfolgerung kommt, dass die das in einer Cloud-Anwendung "auch" nicht können werden, obwohl der Gegenbeweis heute schon angetreten ist.
Man sollte sich mit den Datev-Applikationen mal gründlich beschäftigen, dann sieht man auch, was da geht.
Wenn wir schon von MS365 reden: Der Leistungsumfang in den Online-Versionen entspricht bei weitem nicht dem, was die On-Premise-Versionen bieten. Das fällt allerdings erst dann auf, wenn man wirklich tief in den Office-Produkten drin steckt. Bei Excel nutze ich nur On-Premise, bei Word reicht mir mangels Wissen auch online.
Oder der Umstand, dass ich bei Cloud- und On-Premise-Versionen zwei verschiedene Programmiersprachen habe, um Aufgaben zu automatisieren. Anscheinend ist das doch alles nicht so einfach.
Wer immer noch meint, jeden Cent nachvollziehen zu müssen, wird in dieser Arbeitswelt ein Problem bekommen. Mandanten werden das schlicht nicht mehr bezahlen
Dann haben Sie die falschen Mandanten. Jeder Mandat der bei uns Zugriff auf die Kontenblätter in DUO hat, ist absolut Happy. Also wir haben noch 18 Monate um den Absprung von DATEV weg zu machen. ReWe ist tatsächlich das einzige Programm bei dem wir bisher keinen Ersatz gefunden haben. Wenn jetzt das nächste "next" kommt.... schlechter kann es ja nicht werden.
ReWe ist tatsächlich das einzige Programm bei dem wir bisher keinen Ersatz gefunden haben.
Bieten die unterschiedlichen Ersatzprogramme die gleichen Funktionen wie aktuell DATEV?
Ein paar Beispiele sind die Übergabe der Werte aus Rechnungswesen an die Steuerprogramme und zurück. Platzhalter aus den Steuerprogrammen oder PFB für den Schriftverkehr. Bruttolohnverbuchung inklusive Aufteilung für Kostenstellen usw.
Wir sind auch nicht mit allen Entscheidungen der DATEV glücklich und haben deswegen „Ersatzprogramme“ wie Kanzlei.Land, Finmatics, Collect|bar, AutoHotKey, … im Einsatz.
Dabei ist meine Erfahrung, dass es immer komplexer wird gute Workflows zu finden, je mehr unterschiedliche Programme im Einsatz sind. Somit sehe ich die Gefahr, dass bei den Ersatzprogrammen die Workflows der aktuellen Kernprogramme in der Steuerwelt verloren gehen und wir dann wieder von Digitalisierung zu Fuß sprechen können.
Deswegen ist immer noch ein Funke Hoffnung vorhanden, dass DATEV sich bei dem Weg in die Cloud Gedanken über die Prozesse macht. @blum stellt das immer sehr schön dar.
Ich wünsche mir ein DMS, in dem alle Dokumente aus allen Anwendungen (UO, Meine Steuern, …) zu finden sind. Wenn ich einen Bescheid geprüft habe, will ich den Bescheid im DMS für den Mandanten freigeben, sodass ich den Bescheid eben nicht zusätzlich in Kanzlei.land oder einer anderen Anwendung hochladen oder an Meine Steuern senden muss.
Bieten die unterschiedlichen Ersatzprogramme die gleichen Funktionen wie aktuell DATEV?
Nein. Das wird Accounting next aber auch nicht. Bis jetzt hat DATEV noch jede Cloud-Anwendung in den Sand gesetzt. Warum auf einem Schiff bleiben das wie der legendäre US Flugzeugträger nicht auf den Leuchtturm hört?
DATEV ein MVP als Ersatz für ReWe wird nicht funktionieren!
"Kundenwünsche werden nicht berücksichtigt"
Dann soll der Tanker eben zerschellen. Schade nur für all die wirklich engagierten Leute die bei DATEV arbeiten. Wer aus der Branche nimmt denn noch wen der beim untergegangen Branchenprimus gearbeitet hat?