Hallo Herr Hofmeister, verstehe ich Sie richtig -> Sie trauen der DATEV komplett nichts zukunftsweisendes zu? Weil Sie enttäuscht über die gegenwärtigen Leistungen sind? oder weil Sie ein grundsätzliches Problem sehen? -> und wenn ja, welches? Wenn sich DATEV nicht ändert, traue ich ihr die Zukunft nicht zu. Auf dem Bild aus der Zukunft verblasst sie wie Marty McFly auf dem Bild in "Zurück in die Zukunft". Mein Eindruck: Die DATEV löst Probleme zu spät oder vertröstet die Nutzer bis ins Unendliche. Noch schlimmer ist, dass man bei manchen Problemen hartnäckig eingeredet bekommt, dass es keines sei oder dass eine gewünschte Softwarelösung nicht gebraucht würde oder dass man alleine mit dem Problem sei. Kurz: der User wird nicht ernstgenommen. Zudem halte ich einige strategische Entscheidungen für grundsätzlich falsch. Während sich Unternehmen Online in seiner Anwendung und im Funktionsumfang nur langsam weiterentwickelt, wird ein Steuerbürger-Szenario aufgebaut. Das heißt, dass meine Zielgruppe vernachlässigt wird und stattdessen eine Nicht-Zielgruppe angeworben werden soll. Der Blickwinkel der DATEV scheint immer darauf ausgerichtet, wie man seine Software noch besser promoten kann, wie man noch mehr Anwender davon überzeugen kann. Besser wäre der Blickwinkel: Warum sind so viele nicht überzeugt? Welche Funktionen fehlen? Was ist zu kompliziert und muss vereinfacht werden? Warum sind für einige Nutzer Papierprozesse immer noch besser, als die digitalen Lösungen der DATEV? Zu guter Letzt hat DATEV durch die Art und Weise, wie die letzte Satzungsänderung durchgezwungen wurde, nachhaltig an Ansehen verloren. Zumindest bei mir. Die DATEV hätte mehr als jeder Andere Manpower und Kapital um Dinge zukunftsweisend zu gestalten. Tut sie aber nicht. Zumindest nicht in meinem Sinne. Es bleibt ein Funke Hoffnung.
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