Guten Tag Herr Hansen-Bayreuth, so wie Sie es schildern würde ich behaupten das Problem mit Ihrem bisherigen Steuerberater lag hauptsächlich in der Kommunikation bzw. der nicht geklärten Erwartungshaltung. So etwas kommt tatsächlich häufig vor. Ein Teil der Mandanten verlangt proaktive Beratung und ist bereit dies finanziell zu honorieren, ein anderer Teil denkt er wisse schon selber was er mit seinem Unternehmen macht und möchte nicht in der täglichen Arbeit abgelenkt werden. Das ist für einen Steuerberater schwer zu durchblicken. Die Korrespondenz bestand wahrscheinlich zum Großteil zwischen Ihrer Angestellten und dem Steuerbüro. Insofern war man dort wohl der Meinung alles ist in Ordnung und läuft. Zumal es ja schon eine langjährige Mandatsbeziehung gab. Wenn Sie eine ausgebildeter Steuerfachangestellte eingestellt haben, macht es für den Berater z.B. keinen Sinn jede BWA mit Ihnen durchzugehen, wenn Ihre Angestellte dies genauso könnte. Ich würde Ihnen raten bei ihrem jetzigen oder dem neuen Berater vorab und auch zwischendurch zu kommunizieren, was Ihr Wunsch ist. Dann kann der Berater klären, ob er dies leisten kann oder auf sein Netzwerk verweisen. So weiß jeder woran er ist. Über Buchhalter und deren Einblicke in die STBVV ist ja alles gesagt worden,. Wenn einer meiner Mandanten wegen die Ermittlung meines Honorares nachhakt, kläre ich dies ganz offen und teile ihm auch meine erbrachten Leistungen inkl. aufgewendeter Zeit mit. Wie Sie am besten einen neuen Steuerberater finden ist pauschal schwer zu sagen. Tatsächlich würde ich bei Berufskollegen oder Bekannten fragen, wie die mit ihrem Berater zufrieden sind. Auch sollte man den Berater nach Spezialisierung fragen. Zudem muss der Berater in der heutigen Zeit (Überbrückungshilfe, Grundsteuer, etc. etc.) Zeit und Leute haben um ein Mandat mit Ihrem Honorarvolumen seriös zu betreuen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie einen Berater finden zu dem Sie Vertrauen aufbauen können und zu dem Sie ein gutes Verhältnis finden. Timo Högemann, STB
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