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DATEV, mir graut vor der Cloud ...

486
letzte Antwort am 04.05.2026 09:14:04 von heitschmidt
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Diederich
Aufsteiger
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Nachricht 451 von 487
2370 Mal angesehen

@cwes  schrieb:

 

All die schönen Daten in der Cloud, wäre doch schade, wenn Du nicht mehr rankämst, oder?

"Wer die Daten hat, hat die Macht"

 

Nur gut, dass die Daten unserer Genossenschaft gehören. 🙄

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bodensee
Allwissender
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Nachricht 452 von 487
2352 Mal angesehen

Das macht es in der Tat noch deutlich schlimmer. Aber ich nehme an bei Ihnen ging es nicht um die besagten 3,64 EUR ? Darauf hatte ich geschrieben und vermutet das dies den Automatismen geschuldet ist. 

 

Grüße vom wunderschönen Bodensee
U.K.Eberhardt
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Deleted_Sendepause
Aufsteiger
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Nachricht 453 von 487
2326 Mal angesehen

@bodensee dazu müssen Sie den Beitrag 353 wohl lesen. Sie verwechseln 3,64 mit 353? 

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bodensee
Allwissender
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Nachricht 454 von 487
2303 Mal angesehen

Nein ich hatte auf Nachricht 9 von 453 von @mic geantwortet. 

 

 

Grüße vom wunderschönen Bodensee
U.K.Eberhardt
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ww3
Fortgeschrittener
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Nachricht 455 von 487
2190 Mal angesehen

Hallo zusammen,

 

ich verstehe nicht, was die Diskussion um Leistungssperren in diesem Thread zu suchen hat.

 

Aber trotzdem eine Anmerkung dazu: Wer nicht zahlt kriegt auch nichts. So einfach ist das.

 

Gruß

ww3

Steuerberater_DO
Aufsteiger
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Nachricht 456 von 487
2179 Mal angesehen

Popcorn!!!!!

t_r_
Allwissender
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Nachricht 457 von 487
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Ich glaube, dass ist etwas kurzsichtig.

 

Wenn wir hier mal weiter spinnen, alles in der cloud, die KI prüft die Zahlungseingänge, stellt einen Verzug fest und sperrt automatisch den Zugang. diverse Mitarbeiter einer Kanzlei sind lahm gelegt. Bis man jemand erreicht, alles geklärt ist und man weiter arbeiten kann, dauert es mehrere Stunden.

 

Irgendwo ist ein Fehler im System passiert und es gab keinen Rückstand.

 

Keine Chance mehr irgendwas pünktlich zum 10. - der gerade zufällig ist -raus zu kriegen. Auch nicht über Elster oder Ähnliches, da ja alle Daten der Mandanten gesperrt in der cloud sind.

 

Schade. 

 

@Steuerberater_DO , und jetzt sind Sie die Kanzlei. 😉 Popcorn!

cwes
Meister
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Nachricht 458 von 487
2100 Mal angesehen

@ww3  schrieb:

 

 

Aber trotzdem eine Anmerkung dazu: Wer nicht zahlt kriegt auch nichts. So einfach ist das.

 


Und wer zahlt, kriegt

  • RZ-Ausfälle
  • Bescheide mehrfach
  • fremde Lohnabrechnungen
  • ...
Algo
Einsteiger
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Nachricht 459 von 487
1999 Mal angesehen

... und einen nichts ahnenden Mandanten als Administrator für die E-Rechnungsplattform des Steuerberaters

quantenjoe
Fachmann
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Nachricht 460 von 487
1933 Mal angesehen

Moin Moin @t_r_ 

 

wenn Datev erlaubt, dass die KI so agiert, muss sie auch für die Fehler und/oder Schäden haften.

 

Es sei denn: Sie schließt dies vertraglich aus. Ihr seid keine Verbraucher, d.h., die Vertragsfreiheit schützt euch nicht oder zumindest schlechter.

 

D.h., Genossen: aufpassen!!! Was steht in den abzunickenden Verträgen. Und wehrt euch ggf. dagegen.

 

Und man muss wirklich aufpassen, was man anhakt! Wie die Freigabe persönliche Daten vom eigenen Arbeitsplatz zu sammeln. M.E. reicht an der Stelle nicht der Verweis auf ein Hilfe-Dokument, wenn man gerade dabei ist, sich erstmals einzuloggen und keine Ahnung von Datev hat - oder zumindest nicht direkt versteht, was Datev da alles haben will. Das Hilfe-Dokument im übrigen war zumindest, als ich es letztes Jahr las für Normal-Anwender praktisch unverständlich. Eine informierte Einwilligung sehe ich da nicht!

 

Heute im Browser auch wieder eine Datev-Meldung im Overlay: "Wir möchten die Einwilligung ..." Immerhin in dem Fenster noch die Erklärung, was man mit einer Zustimmung der Datev alles erlaubt. Aber mal ehrlich, wenn ich eine Cloud-App aufrufe, will ich mit ihr arbeiten als Datev-Benutzer. Ein solches Overlay empfinde ich als Nag-Screen. Ich schaue mir wenigstens an, was das für Folgen haben kann, dass ist vom einfachen Nutzer nicht zu erwarten. Der soll statt zuarbeiten eine Entscheidung treffen - natürlich informiert, worauf er aber überhaupt nicht vorbereitet ist - von deren Tragweite er keine Ahnung hat. Was, wenn die Kanzlei-Direktive (und vielleicht sogar unterschriebener Teil des Arbeitsvertrages) lautet, die Datenweitergabe ist untersagt? 

Was ich heute sah, kann meines Wissens auch ein Admin nicht unterdrücken. 

 

Meine Erwartung: Es stimmt für mich so einiges nicht, was die Datev sich gewähren läßt. Ich habe tatsächlich hier wenig Vertrauen in die Datev.

 

Allerdings muss ich auch sagen: Meine Erfahrung bzgl. des Umgangs der Datev mit Mandanten, die nicht zahlen - also ihre Verträge nicht erfüllen - ist bis heute positiv. Es dauert lange bis eine Sperre gesetzt wird und in allen Fällen die ich mitbekommen habe, war dies wirklich zurecht und es entspreach auch den Interessen meiner Kanzlei.

 

Insofern: Wenn man dies der KI bei bringen kann und wenn noch ein Mensch drüber schaut, so dass keine reine KI-Entscheidung gefällt wird, dann sieht alles anders und auch besser aus.

 

Außer dem Teil mit den, wie ich finde, "nicht fair erbetenen Zustimmungen" (klingt gut, nicht?).

 

QJ

t_r_
Allwissender
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Nachricht 461 von 487
1825 Mal angesehen

@quantenjoe , Sie benennen es im Grunde so, wie ich es auch sehe. Die Genossen müssen bei "ihrer" Datev mehr hinsehen.

 

Sei es bei Änderungen der Vertragsbedingungen, Satzung usw..

 

An vielen anderen Stellen haben wir keinen Einfluss, aber bei der Datev besteht - wenn vielleicht manchmal auch nur rein theoretisch - die die Rechsform noch Möglichkeiten.

 

Und ja, ich glaube auch, dass das im Zusammenhang mit der cloud-Strategie wichtig ist, da am Ende alle Daten bei der Datev liegen und man an die Daten nur über die Datev drankommt.

Moonshine
Fachmann
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Nachricht 462 von 487
1767 Mal angesehen

Die Diskussion um die Leistungssperre habe ich auch nicht verstanden, das ist von DATEV das letzte Druckmittel, wenn alles andere ausgeschöpft ist. Also wenn man im Rückstand ist, wird nicht direkt nach einem Monat Zahlungsverzug, zb Dezember Quartalsrechnung im Februar die Leistungen gesperrt... Da mir der Kontext da aber fehlt, kann man das nicht beurteilen, daher finde ich solche Sachverhalte hier immer schwierig, da diese verkürzt dargestellt werden.

Weiterhin bei DATEV gibt es 2 Vorfälle höchstens pro Jahr und man schaukelt das immer hoch, als ob DATEV jede Woche einmal zum Spaß die Lostrommel dreht, welchen Fehler sie heute auswerfen. Ja mich nervt manches, aber man muss die Sache auch nicht übertrieben hochkochen.

janm
Meister
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Nachricht 463 von 487
1726 Mal angesehen

An einer Stelle ist ja durchaus etwas Kontext da:

@heitschmidt 

...

Mehraufwand: September und Oktober 2025 belegbar angefallen. Ich habe den Aufwand gegenüber DATEV geltend gemacht und mit der Softwarebereitstellungsrechnung verrechnet.

Reaktion DATEV: Verweis auf AGB-Aufrechnungsverbot, Mahnungen, zunächst Gesprächsangebot. Parallel wurde versucht, das Thema mit 300 EUR Gutschrift „zu erledigen“.

...

Man kann ja durchaus auf die heiße Herdplatte packen oder mit dem Kopf durch die Wand rennen. Tut i.d.R. dann aber auch weh.

 

 

 

t_r_
Allwissender
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Nachricht 464 von 487
1699 Mal angesehen

Ob z. Bsp. das Aufrechnungsverbot wirksam ist, werden am Ende Gerichte klären müssen. Aber Sie haben natürlich Recht, man weiß vermutlich von solch einer AGB-Klausel und das ist dann "mit dem Kopp durch die Wand". Hört sich ziemlich verfahren an.

 

Grundsätzlich muss man vor dem Hintergrund, dass bereits - alleine schon durch die Größe der Datev und der "Umzugsproblematik" bei Software- eine gewisse Macht vorhanden ist.

 

Diese Macht wird durch die Datenhaltung in der cloud weiter erhöht und hier muss schon genau hingeschaut werden, auch auf solche unbestritten streitige Sachverhalte und die AGB-Klauseln.

andreashofmeister
Überflieger
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Nachricht 465 von 487
1676 Mal angesehen

@t_r_  schrieb:

Ob z. Bsp. das Aufrechnungsverbot wirksam ist, werden am Ende Gerichte klären müssen. Aber Sie haben natürlich Recht, man weiß vermutlich von solch einer AGB-Klausel und das ist dann "mit dem Kopp durch die Wand". Hört sich ziemlich verfahren an.

 

...Recht bekommen haben, also "siegten".

Es gab tatsächlich schon Mandanten, die gegen DATEV "vor Gericht zogen". Und sogar "siegten".

 

Änderte nichts daran, dass sie hinterher keine DATEV-Leistungen mehr in Anspruch nehmen durften...

 

@janm : das mit der Herdplatte trifft es am besten. 

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janm
Meister
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Nachricht 466 von 487
1670 Mal angesehen

Drehen wir den Spieß mal um und nehmen die hier im Beitrag erwähnten 40.000 DATEV Mitglieder. Jetzt fangen 10 / 20 / 30 % der Mitglieder damit an nach "Herzenslust" und "Gutdünken" - berechtigt oder auch nicht - die Rechnung zu kürzen. Und nu?

 

Im "Kleinen" kann man das sicherlich deutlich entspannter (für beide Parteien) angehen. Aber in der Größenordnung der DATEV?

t_r_
Allwissender
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Nachricht 467 von 487
1634 Mal angesehen

@janm  schrieb:

Drehen wir den Spieß mal um und nehmen die hier im Beitrag erwähnten 40.000 DATEV Mitglieder. Jetzt fangen 10 / 20 / 30 % der Mitglieder damit an nach "Herzenslust" und "Gutdünken" - berechtigt oder auch nicht - die Rechnung zu kürzen. Und nu?

So viel Einigkeit wird es vermutlich nie geben. 😉 Ich weiß natürlich was Sie meinen, aber hier gäbe es seitens Datev dann genug Hebel, halt der Vorteil des Großen.

 

Im "Kleinen" kann man das sicherlich deutlich entspannter (für beide Parteien) angehen. Aber in der Größenordnung der DATEV?


Dem Kleinen geht in der Regel schneller die Luft aus. 

 

Es ging mir auch nicht um den speziellen Fall, sondern das ich sehr wohl nachvollziehen kann, dass es hier Sorgen vor zu viel "Macht" bei der Datev gibt. Und die vollständigen Datenhaltung in der cloud macht es nicht besser. Und jeder - der diese Sorge nicht hat oder als notwendiges Übel betrachtet - sollte es trotzdem bei der cloud in seinen Überlegungen für die Zukunft berücksichtigen.

 

@andreashofmeister 

 

Tja, das ist doch nicht nur bei der Datev so. Ein Sieg vor Gericht, ist in vielen Fällen das Ende einer (Geschäfts-)Beziehung. 

 

 

Steuerberater_DO
Aufsteiger
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Nachricht 468 von 487
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@t_r_  schrieb:

@janm  schrieb:

Drehen wir den Spieß mal um und nehmen die hier im Beitrag erwähnten 40.000 DATEV Mitglieder. Jetzt fangen 10 / 20 / 30 % der Mitglieder damit an nach "Herzenslust" und "Gutdünken" - berechtigt oder auch nicht - die Rechnung zu kürzen. Und nu?

So viel Einigkeit wird es vermutlich nie geben. 😉 Ich weiß natürlich was Sie meinen, aber hier gäbe es seitens Datev dann genug Hebel, halt der Vorteil des Großen.


Das hat aber weniger was mit Groß oder Klein zu tun, sondern damit, dass es ohne den Dienstleister schlicht nicht geht.

 

Mein ASP-Dienstleister ist eine einzige Katastrophe. Klar kann ich hingehen und die Rechnung kürzen. Nichts würde ich lieber tun. Einziges Ergebnis: Ich kann ab Tag X nicht mehr arbeiten, weil der mich aus dem System aussperrt.

 

Das ist auch nicht anders als bei uns: Zahlt mich der Kunde nicht, bekommt der auch keine Leistungen mehr. Bei Kündigung berufe ich mich auf mein Zurückbehaltungsrecht. Da kann der mit soviel aufrechnen, wie er lustig ist, bekomme ich mein Geld nicht, bekommt er seine Daten nicht. Er kann ja gerne seine Forderungen auf dem Klageweg durchzusetzen versuchen.

 

Wenn das die DATEV macht, ist das aber eine Riesensauerei.

t_r_
Allwissender
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Nachricht 469 von 487
1588 Mal angesehen

@Steuerberater_DO  schrieb:

@t_r_  schrieb:

@janm  schrieb:

Drehen wir den Spieß mal um und nehmen die hier im Beitrag erwähnten 40.000 DATEV Mitglieder. Jetzt fangen 10 / 20 / 30 % der Mitglieder damit an nach "Herzenslust" und "Gutdünken" - berechtigt oder auch nicht - die Rechnung zu kürzen. Und nu?

So viel Einigkeit wird es vermutlich nie geben. 😉 Ich weiß natürlich was Sie meinen, aber hier gäbe es seitens Datev dann genug Hebel, halt der Vorteil des Großen.


Das hat aber weniger was mit Groß oder Klein zu tun, sondern damit, dass es ohne den Dienstleister schlicht nicht geht.

 

Das ist wohl wahr, daher ja meine Hinweis, dass solche Sachen mit voller Datenhaltung in der cloud, zu noch größeren Problemen führen könnte, was jeder in seine Überlegungen einbeziehen sollte.

Trotzdem spielt hier Klein gegen Groß rein, da alleine die Rechtsabteilung der Datev größer sein wird, als ganz viele Kanzleien in der Gesamtgröße.

 

 

Mein ASP-Dienstleister ist eine einzige Katastrophe. Klar kann ich hingehen und die Rechnung kürzen. Nichts würde ich lieber tun. Einziges Ergebnis: Ich kann ab Tag X nicht mehr arbeiten, weil der mich aus dem System aussperrt.

Es gäbe aber noch andere Dienstleister, ob die besser sind, man weiß es nicht.... Dann könnte man, wenn es nicht den AGB's widerspricht 😉, kürzen.

 

 

Das ist auch nicht anders als bei uns: Zahlt mich der Kunde nicht, bekommt der auch keine Leistungen mehr. Bei Kündigung berufe ich mich auf mein Zurückbehaltungsrecht. Da kann der mit soviel aufrechnen, wie er lustig ist, bekomme ich mein Geld nicht, bekommt er seine Daten nicht. Er kann ja gerne seine Forderungen auf dem Klageweg durchzusetzen versuchen.

 

Wenn das die DATEV macht, ist das aber eine Riesensauerei.


Ihr ehemaliger Mandant wird es wahrscheinlich auch eine Riesensauerei finden.

 

Allerdings bin ich - gerade, wenn zukünftig die Daten bei der Datev in der cloud liegen - voll bei Ihnen, da es hier ja schon einem kompletten Entzug des eigenen Geschäfts gleich käme.

 

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Algo
Einsteiger
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Nachricht 470 von 487
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Das ist auch nicht anders als bei uns: Zahlt mich der Kunde nicht, bekommt der auch keine Leistungen mehr.

 

Das lässt sich nicht mit dem Zurückbehaltungsrecht eines Steuerberaters vergleichen. Wenn ein Steuerberater elektronische Fibu-Daten zurückhält, wird der Mandant dadurch nicht daran gehindert, seinen Geschäftsbetrieb fortzuführen.

 

(In der Praxis ist das Zurückbehaltungsrecht allerdings deutlich komplizierter und auch enger ausgelegt, als es in den StB-Kursen häufig dargestellt wird.)

 

Sperrt jedoch DATEV die Private Cloud, kommt der laufende Betrieb sofort zum 100% Stillstand.

 

Dann ist sprichwörtlich „Feierabend“.

TobiasX
Einsteiger
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"Deutschland Stack"

 

Am 18. März 26 wurde in Deutschland beschlossen, dass der sogenannte "Deutschland Stack" ab sofort verbindlich für Gemeinden, Länder und Bund umzusetzen ist.

 

Am besten recherchieren Sie selbst einmal "Deutschland Stack". Hier nur kurz dazu:

 

Es geht darum, keine US-Clouds zu nutzen, sondern nur Deutschland-interne Systeme. Diese müssen nun mit Open-Source Software (nicht: Microsoft) bis 2028 verbindlich entwickelt werden. 

 

Also, was Schleswig Holstein bisher freiwillig machte, wird nun Pflicht für alle - auf allen Ebenen. Auch für die Microsoft-verliebten Bayern.

 

Nur Datev plant weiterhin, alle personenbenzogenen Mandantendaten trotz des Cloud-Acts in den USA sozusagen offen in die Microsoft-Cloud zu werfen. 

 

Mich würde ja weiterhin interessieren, wie die Datenschutzbeauftragten von Datev allein nur den US Cloud-Act für vereinbar mit der DSGVO halten. Welche Argumente gibt es da?

TobiasX
Einsteiger
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@olafbietz  schrieb:

 

Weitere Auftragsverarbeiter / EmpfängerBetroffene DATEV-Produkte / DienstleistungenZweckDrittlandübermittlungGrundlage für die Datenübermittlung

 

 

 

 

 

Datadog, Inc., 620 8th Avenue 45th Floor, 10018-1741 New York, US

DATEV Bankdatenservice

Dienstleistungen

USA

Angemessenheitsbeschluss zum EU-U.S. DPF

 

 

Hust..


Dieser "Angemessenheitsbeschluss" ist bereits der dritte Versuch unserer allseits geliebten Uschi, gemeinsam mit Microsoft die geltenden Datenschutzgesetze zu umgehen. Einfach so, mit einem Beschluss. Bereits zweimal ist sie damit vor dem EUGH gescheitert. Man darf gerne raten, wie das wohl zum dritten mal vor dem EUGH ausgehen wird. Unsere Uschi hat halt leider nicht solche Rechte wie ein US-Präsident, dass sie einfach per Dekret gegen bestehende Gesetze regieren kann. 

 

Stichworte für den, der gerne selbst recherchieren möchte:

- Safe Harbour (2012 beschlossen, 2015 gekippt)

- Privacy Shield (2016 beschlossen, 2020 gekippt)

und nun halt:

- EU-U.S. Data Privacy Framework (2023 beschlossen, ??? gekippt)

 

 

cwes
Meister
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Nachricht 473 von 487
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@TobiasX  schrieb:

 

 

Mich würde ja weiterhin interessieren, wie die Datenschutzbeauftragten von Datev allein nur den US Cloud-Act für vereinbar mit der DSGVO halten. Welche Argumente gibt es da?


"Mir doch egal, mich kriegt dafür eh keiner persönlich dran."?

flange
Erfahrener
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Nachricht 474 von 487
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Informationspflichten nach Artikel 13 und 14 DS-GVO 

 

Die Punkte 11 und 12 thematisieren die Datenweitergabe.

 

Und das ist dann wohl der universelle Persilschein:

 

Eine Drittlandübermittlung kann ebenfalls erfolgen, wenn Sie hierzu eingewilligt haben oder sie im Rahmen einer Vertragserfüllung erforderlich ist, Art. 6 Abs. 1, 49 Abs. 1 DSGVO.

MfG, F.Lange

janm
Meister
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Nachricht 475 von 487
871 Mal angesehen

@TobiasX  schrieb:

 

Nur Datev plant weiterhin, alle personenbenzogenen Mandantendaten trotz des Cloud-Acts in den USA sozusagen offen in die Microsoft-Cloud zu werfen. 


Wo steht das? Die DATEV Anwendungen werden später weiterhin in den Rechenzentren in Nürnberg und Umgebung laufen.

 


@TobiasX  schrieb:

 

Es geht darum, keine US-Clouds zu nutzen, sondern nur Deutschland-interne Systeme. Diese müssen nun mit Open-Source Software (nicht: Microsoft) bis 2028 verbindlich entwickelt werden. 


Die "nur Deutschland-internen Systeme" laufen dann alle ausschließlich auf dem guten, alten Z3, Z4 oder Siemens 2002? Netzwerk-technisch werden dann einfach Kabel in jede Kanzlei verlegt oder ist es hier in Ordnung auf Cisco, Juniper, Arista Networks, Extreme Networks und Co zu setzen? Die evtl. doch praktischeren Internetverbindungen sind dann auch ausschließlich Open-Source-basiert und/oder frei von US Herstellern? Und schnorchelt die NSA jetzt am DE-CIX oder nicht? 🤔

 


@TobiasX  schrieb:

 

Am 18. März 26 wurde in Deutschland beschlossen, dass der sogenannte "Deutschland Stack" ab sofort verbindlich für Gemeinden, Länder und Bund umzusetzen ist.


Ist DATEV eine Gemeinde, ein Land oder Bund?

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janm
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BTW.: Wie wäre es denn hiermit in Deutschland: USA verbieten alle neuen Router für Verbraucher | heise online 

 

Was wohl ein komplett in DE entwickelter Router an Kosten für die Verbraucher bedeuten würde...

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siro
Fachmann
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@janm  schrieb:

 

Was wohl ein komplett in DE entwickelter Router an Kosten für die Verbraucher bedeuten würde...


Macht nix, die wechseln dann alle nach Starlink 😂

#ITeinfachmachen mit Datev Solution Partner
TobiasX
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Nachricht 478 von 487
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@janm  schrieb:

@TobiasX  schrieb:

 

Nur Datev plant weiterhin, alle personenbenzogenen Mandantendaten trotz des Cloud-Acts in den USA sozusagen offen in die Microsoft-Cloud zu werfen. 


Wo steht das? Die DATEV Anwendungen werden später weiterhin in den Rechenzentren in Nürnberg und Umgebung laufen.

 

Ich hatte irgendwo hier vor einiger Zeit einige Originalzitate von Datev gebracht. Dort steht klipp und klar etwas von der Nutzung von Azure Diensten und KI. 

Azure Dienste KANN Datev nicht im eigenen Rechenzentrum betreiben. Diese laufen naturgemäß IMMER in der originalen Microsoft Cloud. 

Was die KI angeht, so könnte Datev natürlich eine eigene KI in seinem Rechenzentrum hochziehen, losgelöst vom "Copilot". Aber wie realistisch ist das? Wieviele Hallen soll Datev da nur wegen der KI bauen, mit Mega-Stromverbrauch und extremen Investitionskosten, die zumal ständig hohe Upgradekosten nach sich ziehen? 

Datev war es ja schon zu teuer, die Exchange Server für seine Kunden weiterzubetreiben, obwohl das im Verhältnis ein mikroskopischer Aufwand war. 

(Nun sind übrigens alle Datev-Kanzleien, die ich kenne, von ihren ASP-Betreuern mit den E-Mails in die Microsoft Cloud migriert worden. Dazu könnte ich auch noch mal schreiben, was das bedeutet: Durchscannen aller E-Mails, "Teilen" der gewonnenen Informationen mit über 880 namentlich genannten "Partnern", ...)

 

 

 


Die "nur Deutschland-internen Systeme" laufen dann alle ausschließlich auf dem guten, alten Z3, Z4 oder Siemens 2002? Netzwerk-technisch werden dann einfach Kabel in jede Kanzlei verlegt oder ist es hier in Ordnung auf Cisco, Juniper, Arista Networks, Extreme Networks und Co zu setzen? Die evtl. doch praktischeren Internetverbindungen sind dann auch ausschließlich Open-Source-basiert und/oder frei von US Herstellern? Und schnorchelt die NSA jetzt am DE-CIX oder nicht? 🤔

 

Ach, jetzt kommen Sie. Es ist doch wohl nicht wirklich ihre ernsthafte Meinung, dass nur Microsoft Produkte in der Cloud den aktuellen technischen Fortschritt verkörpern können?

 


Ist DATEV eine Gemeinde, ein Land oder Bund?


 


Den Deutschland Stack habe ich nicht erwähnt, weil ich der Meinung bin, dass diese Verpflichtung auch für Datev gilt. Sondern als Hintergrundinformation, dass unsere Verwaltungen - von Gemeinden über Länder bis zum Bund - auf Nicht-US-Lösungen mit Open Source wechseln werden. Natürlich gehe ich nicht davon aus, dass das bis 2028 klappen wird - wir leben ja schließlich in Deutschland 😞  

Aber der Gedanke, dass die Behörden ja auch alle Microsoft benutzen, "warum soll ich das dann nicht tun?", der könnte nun bald wegfallen. Und vor allem war ein Grund, warum ich das erwähnte, dass es ja möglicherweise einen guten Grund hat, warum man sich zu diesem drastischen Schritt entschlossen hat. 

TobiasX
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Nachricht 479 von 487
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Und das ist dann wohl der universelle Persilschein:

 

Eine Drittlandübermittlung kann ebenfalls erfolgen, wenn Sie hierzu eingewilligt haben oder sie im Rahmen einer Vertragserfüllung erforderlich ist, Art. 6 Abs. 1, 49 Abs. 1 DSGVO.



Das ist tatsächlich ein besonders interessanter Punkt, den ich mal weiterverfolgen muss. 

Es ist zwar von einer "audrücklichen" Einwilligung die Rede (also keine AGB) und der Information über die Risiken. Die Frage ist aber, inwieweit man das dann effekiv z.B. tatsächlich umsetzen kann, indem man den Mandanten einfach ein Extra-Blatt unterschreiben lässt..  Ich bin da noch nicht so ganz überzeugt... 

 

Aber danke für diesen Hinweis. 

Dagegen die anderen Punkte dürften dann, wenn der EUGH auch diesen dritten Versuch gekippt hat, automatisch wieder hinfällig sein. 

 

 

TobiasX
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Zu den E-Mails jetzt noch ein letzter Beitrag vor dem Wochenende:

 

Weil ich das mit den Werbepartnern auf die Schnelle nicht gefunden habe, hier mal eine Schnell-Antwort meiner "Brave"-KI Suche (hier werden "nur" 772 Werbepartner erwähnt):

 

*****

"Microsofts neues Outlook für Windows gibt persönliche Daten an 772 Werbepartner weiter, um die Anzeige von Werbung zu personalisieren und zu optimieren. Diese Datenübermittlung, die unter anderem präzise Lokalisierungsdaten umfasst, erfolgt gemäß den von Microsoft im Januar 2024 veröffentlichten Hinweisen zur EU-Datenschutzverordnung.

 

  • Umfang der Weitergabe: Über 700 bis knapp 800 externe Partner (genau 772) erhalten Zugriff auf Nutzerdaten wie Interessen, Standort und Nutzungsmuster.

 

  •  

  • Datenschutz-Kritik: Datenschützer wie Edward Komenda von Proton Mail kritisieren die App als „Überwachungsinstrument für gezielte Werbung" und „Datenkrake", da sie Daten an die Microsoft-Cloud und an Drittanbieter sendet.

  •  

  • Microsofts Position: Das Unternehmen erklärt, dass Daten aus direkten E-Mail-Inhalten, Chats oder Anrufen nicht für Werbezwecke genutzt werden; stattdessen werden aggregierte Informationen wie Standort und Suchanfragen verwendet.

  •  

  • Nutzerrechte: Europäische Nutzer erhalten eine explizite Information über die Weitergabe und können in den Einstellungen der Microsoft-Partnerliste (z.

 

  • B. „ADMAX", „ADSOCY") teilweise widersprechen oder Einstellungen anpassen.

Für Nutzer, die keine Werbung wünschen oder datenschutzbedenklich empfinden, wird der Wechsel zu alternativen Clients wie Mozilla Thunderbird oder eM Client empfohlen, da diese keine derart umfangreiche Datenweitergabe an Werbetreibende praktizieren.

*****

 

Was man auch wissen muss:

Dass "neue" Outlook ist gar kein Programm mehr, das auf dem PC läuft. Stattdessen ist es nur noch ein Rahmen, der eine Webseite mit der Outlook-Oberfläche vom Microsoft Server einblendet. 

Entsprechend werden auch alle E-Mails in der Microsoft Cloud vorgehalten (wie bei Exchange 365). Das gilt sogar für IMAP-Konten, die man im alten Outlook eingerichtet hatte. Die Zugangsdaten inklusive Passwort werden beim Umswitchen auf Outlook New an die Microsoft Cloud übermittelt, damit diese nun in Zukunft die Mails von dem IMAP-Server abrufen kann...

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letzte Antwort am 04.05.2026 09:14:04 von heitschmidt
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