@agmü schrieb: [...] Die wohl häufigste Ursache - nach meiner Beobachtung aus den betreffenden Mandaten und Gesprächen mit Kripo-Beamten, die in diesem Bereich ermitteln - sind kompromittierte E-Mail-Konten, entweder beim Versender oder beim Empfänger. [...] … im aktuellen Fall geht es ja um einen ‚individualisierten‘ Angriff auf die E-Mail-Kommunikation zwischen einer Steuerkanzlei und dem einzelnen Mandanten Die Rechnung im PDF-Format (aus DATEV EO-Comfort heraus) muss aus meiner Sicht ja ‚per Handarbeit‘ bearbeitet worden sein. Die originale Bankverbindung wurde aus dem Briefkopf gelöscht und ein eigener Text auf der Rechnung hinzugefügt. Könnte man nicht über die Analyse der E-Mail-Header in der Kanzlei und beim Mandanten dem (Um-)Weg der E-Mail auf die Spur kommen ? Zwischen dem Absenden der E-Mail in der Kanzlei und dem Eingang der E-Mail im Postfach des Mandanten müsste ja eine Zeitspanne liegen, in der die E-Mail-Anlage manipuliert wurde. Theoretisch könnte das auch bei einem der E-Mail-Provider gewesen sein. Dann hätte weder der Absender, noch der Empfänger der E-Mail eine Einflussmöglichkeit, außer eine starke Verschlüsselung (z.B. S/MIME) einzusetzen oder den Provider zu wechseln. Die Identifizierung der Schwachstelle wird wohl die größte Herausforderung sein. Aber jeder der beteiligten E-Mail-Partner weist erstmal jede Schuld von sich, es sei denn, man hat mehrere oder gar viele ähnliche Vorfälle innerhalb der eigenen IT-Infrastruktur, die man keinem einzelnen externen Kommunikationspartner 'in die Schuhe schieben' kann. Vielleicht gibt es eine Checkliste und/oder ein paar kleine Tools, mit denen jeder 'normale' Internet- und E-Mail-Nutzer einen ersten Sicherheitscheck starten kann, bevor gleich ein spezialisierter Dienstleister gerufen wird, der dann 'mit dem großen Besteck' anrückt und entsprechenden Aufwand treibt und entsprechende Kosten verursacht
... Mehr anzeigen