Diese Diskussion gefällt mir gar nicht. Ich bin seit 1991 DATEV-Nutzer und stehe zu unserer Genossenschaft. Die Leistungen halte ich auch aktuell (immer noch) für unschlagbar. Aber ja, ich verstehe den Gedanken! Die DATEV nervt auch mich mit vielen Dingen. Insbesondere mit dem hochtrabenden, für mich in großen Teilen unverständlichen IT/BWL denglisch-Gequatsche wobei auf der anderen Seite ganz offensichtliche (auch offensichtlich einfache) Verbesserungen und lange gehegte Wünsche seit Jahren ausstehen. Ich habe das Gefühl dass immer mehr IT/BWLer am Steuer sitzen und denjenigen am PC der mit dem System arbeiten muss/will gar nicht mehr verstehen. *geändert* Das wir als STEUERberater von unserer Genossenschaft kein Handwerkszeug bekommen (GrundSTEUER), sondern dies via Kontakt von einem sich versuchenden StartUp beziehen sollen ist durchaus bedenklich. Was kommt als nächstes? EinkommenSTEUER von WISO? Kann ein StartUp dies wirklich besser? Warum wird das Programm auch gleich jeden anderen mit angeboten? Ich verstehe es nicht. Dass die Expertisensysteme Wegzugsbesteuerung einen Rechtsstand von 2012 haben, schockt mich. Riecht durchaus nach partiellem Kontrollverlust. Das RZ fällt tagelang aus. Technische Erklärungen (wie gut das die Technik Schuld hatte). Die technischen Gründe verstehe ich nicht, bin leider nur Steuerberater. Kann ja mal passieren (?). Auch die Kommunikation der DATEV mit Ihren Kunden/Genossen (mit mir) halte ich manchmal für unterirdisch. Der anonyme Kontakt via SK führt bei komplexen Fragen zur vielen Rückfragen und gleicht oft einer Kugel die durch den Flipper geschossen wird (von Abteilung zur Abteilung). Jemanden persönlich ans Telefon zu bekommen - in der Praxis = Fehlanzeige. Oft ist auch alles gut, aber meist nur bei kleineren Problemen. Das wir als Steuerberater/Kunde/Genosse (ich) auf der anderen Seite sehr viel Zeit (und damit Geld) zur Klärung von DATEV-Fehlern einsetzen, stört DATEV überhaupt nicht. Da kam noch nie irgendein Angebot. Wenn wir Hilfe benötigen, zahlen wir selbstverständlich dafür. Es fehlt immer mehr an Verständnis für den Kunden/Genossen/Steuerberater. So ist das wohl halt. Seit Jahren haben wir SmartIT - seit Jahren lache ich mich darüber kaputt, dass der SK-Mitarbeiter dies gar nicht an seinem Bildschirm deutlich angezeigt bekommt - seit Jahren muss ich das Gespräch bei der Frage ob ich Admin-Rechte haben unterbrechen und auf SmartIT hinweisen (Achso, dann geht das ja gar nicht...), nächste Abteilung ruft an. Unglaublich. Die Lernfähigkeit der DATEV ist eingeschränkt. Mir haben Mitarbeiter schon oft gesagt, dass sie zwar alles versuchen, es aber wohl schwer ist den Verantwortlichen zu überzeugen (wenn sie überhaupt rausfinden wer das ist). Ein Kampf gegen Windmühlen á la Don Quichote, habe ich manchmal das Gefühl. Selbstkritik und umfassende Antworten auf umfassende rechtlich-technische Fragestellungen bekommt man via SK auch nicht (Unbekannte Daten in der RZ-Mandantenverwaltung - ich habe 3 Seiten geschrieben, die Antwort war ein 3-Zeiler). DATEV beherrscht die hohe Kunst, vollkommen unangreifbar und unemotional zu antworten, sprachlich und taktisch glattgeschliffen bis zur Perfektion. Beim Empfänger bleibt aber ein Gefühl der Sprach-/Hilflosigkeit. DATEV ist toll, aber da geht auch ganz vieles ganz schief in der letzten Zeit. Ja, mal den Markt beobachten.... aber wer kann es denn besser?
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