Ich mache die DATEV nicht für die Probleme des Berufsstands verantwortlich. Dennoch erkenne ich aus viele Beiträgen ein Stück Wahrheit zur Frage, ob DATEV mit Änderungen des Angebots helfen könnte (jetzt wäre ganz gut). Die Wahrheit ist, dass die DATEV-Landschaft (Ökosystem) derart komplex geworden ist, dass weder der Anwender noch die DATEV selber noch den Überblick hat. Das ist zumindest meine, wahrgenommene Wahrheit. Für den Anwender kann ich mich selbst beobachten, für die DATEV die Anrufe des Servicekontakts. Ich habe zunehmend Probleme die Programmstrukturen zu durchblicken und die unsäglichen Kürzel der DATEV zu verstehen (LORV & Co.). Neuerungen in den Programmen bekomme ich nicht mehr mit. Der SK beendet immer mehr Gespräche mit dem Satz "Verstehe ich auch nicht" oder "Ach, die Daten kommen aus LODAS, sorry, kann nur LuG"). Ganz ehrlich, die SK auf erster Stufe helfen uns in vielen Fällen gar nicht mehr weiter, oft wird nur das erforscht, was wir im Detail bereits in den SK geschrieben haben (Zeitverbrennung und Frust auf beiden Seiten), oft wissen wir auch nicht weniger als der DATEV-Mitarbeiter. Wenn der SK-Kontakt dann noch meckert (heute geschehen), "Mist, ist die Schrift klein!", weil er selber offenbar vor einem Mini-Bildschirm sitzt, läuft da wohl offensichtlich was verkehrt. Flankierend verliert die DATEV immer mehr die Fähigkeit zu vollständigen und verständlichen Hilfetexten (meine Meinung). Abhilfe: Verständliche Sprache, mehr und gute Informationen, Kommunikation verbessern, Überblick über die DATEV-Landschaft schaffen (DATEV-Landkarte), "Stellen" wo etwas zu finden ist zu vereinheitlichen, an einer Stelle, an einem Startpunkt. SK verbessern. In den Programmen nach dem Konzept von leicht zu schwer und einfach zu komplex arbeiten. Auch wir möchten keinen Azubi oder in diesem Bereich ungelernte Personen (der neue Trend, der Fachkräftemangel) an z.B. Lohn und Gehalt setzen. Es ist schlichtweg unmöglich (für uns -kleine Kanzlei) jemanden in zumutbarer Weise die ca. 3.000 Programmpunkte zu erklären. Folge: Wir werden bald keinen Lohn mehr machen oder greifen zu einer einfachen Lösung vom Mitbewerber. Abhilfe: Einfach Modus anbieten, Filter anbieten. Das zu bestimmten -einfach- Fällen nicht die volle Breitseite des Lohnprogramms erscheint. Damit hat man als Mensch zumindest die Möglichkeit sich daran zu schulen und nicht von einer Fülle an Programmstellen erschlagen wird. Gleiches bei Stammdaten: Abfragen von A-Z schaffen, Assistenten implementieren. Das muss einfacher werden, wenn gewünscht (Modus). Der Mandantenübertrag ist weiterhin ein Spannungsfeld - auch hier mit klareren Informationen arbeiten und mit vollständigen Übertrag-Assistenten arbeiten. Ich meine, das alles könnte zu einer Entspannung durchaus beitragen. Wenn schon wir als echte Poweruser nach 30 Jahren mit DATEV oft den Kopf über den Händen zusammenschlagen (Absicht), was muss dann erst der Quereinsteiger oder der Azubi denken. Kein Wunder, wenn man da schnell aufgibt.
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