Klar ist aber auch, dass viele Mandanten in gewisser Weise "stur" sind, sei es aus politisch motivierten Gründen, aus gewachsenen Unternehmensstrukturen ("haben wir doch schon immer so gemacht") oder aus dem Wunsch heraus, nicht schon wieder die nächste Umstellung von irgendwas mitmachen zu müssen. Ich nehme jedenfalls eine gewisse mandantenseitige Ignoranz wahr. Die "Dann-muss-das-Mandat-halt-niedergelegt-werden"-Mentalität kann ja auch nicht die Lösung des Problems sein. Wichtig ist m.E. das "Überreden", grundsätzlich auf eine digitale Buchhaltung umzustellen. Sicher gibt es bei den Mandanten auch ein paar Digitalverweigerer der Kategorie "haben wir immer schon so gemacht". Die Digitalisierungspauschale der Scannerbox findet sich auf der Rechnung wieder. Sie dürfen aber auch das Zahnrad Mitarbeiter in der Buchhaltungsmaschine nicht vergessen. Ich habe das Glück, das aktuell die verantwortlichen Steuerberater das Thema insgesamt vorantreiben. Leider gibt es aber noch immer Mitarbeiter, wo dieser anstehende Wandel noch nicht wirklich angekommen ist. Da scheint mir die Einstellung so, dass die Buchhaltung in fünf Jahren genauso erledigt wird wie in den letzten 10 Jahren. Das ist als KOB in der Kanzlei auch sehr aufreibend, weil sehr viel ungenutzte Potenziale (Schnittstellen) in den aktuellen Buchhaltungen schlummert.
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