Hallo @mosachse , Vielen Dank für Ihre ausführliche Fragestellung. Sorry, Ich bin leider erst jetzt dazugekommen eine Antwort zu verfassen. "Langfristig wird man ohne SmartCard / SmartLogin auskommen können, aber nicht ohne DATEV-Konto" Meine von Ihnen zitierte Aussage bezieht sich auf das Identitätsmanagement bei DATEV zum Zeitpunkt, wenn DATEV das komplette Produktportfolio in die Cloud umgezogen haben wird. Dieses Zielbild sieht vor, dass ein Anwender mit einem einzigen DATEV-Konto alle von ihm benötigten Anwendungen öffnen und Leistungen beziehen kann. Ein „nacktes“ DATEV-Konto (damit meine ich ein Konto ohne weitere zugeordnete Anmeldeverfahren) wird dies nicht leisten können. Die meisten Anwendungen/Leistungen werden einen höheren Sicherheitsgrad bei Authentifizierung und Identifizierung erfordern, als "nur" E-Mail-Adresse/Passwort. Deshalb kann und muss ein DATEV-Konto mit weiteren Anmeldeverfahren verknüpft oder die Anmeldung mit Passwort mit einem Zweiten-Faktor verstärkt werden. Die derzeit laufende Umstellung der DATEV-Cloud-Anwendungen auf das DATEV-Konto ist der erste Schritt in diese Richtung. Damit erreichen wir, dass jeder Bestandsanwender mit einer SmartCard oder einem SmartLogin mit einem DATEV-Konto ausgestattet wird und seine vorhandenen Anmeldeverfahren mit diesem Konto verknüpft werden. Heute kann sich am DATEV-Konto mit folgendermaßen angemeldet werden: E-Mail-Adresse / Passwort E-Mail-Adresse /Passwort + 2FA (Authenticator) DATEV SmartCard DATEV SmartLogin DATEV Benutzer Dies ist nur eine Aufzählung. Derzeit unterstützt nicht jede Anwendung jedes Verfahren am Konto. Nun zu Ihren konkreten Fragen: Wie sieht es mit DATEV SmartLogin langfristig aus? Der DATEV SmartLogin wird auch in den nächsten Jahren für die Anmeldung am DATEV-Konto verwendet werden können. Wird es in Verbindung mit dem DATEV Konto ggf. bald so sein, dass mit Authenticator-Apps ähnlich wie bei Arbeitnehmer Online gearbeitet wird? Ja, das Zielbild sieht genau das vor. In der Endausbaustufe wird die Anmeldung am DATEV-Konto via E-Mail-Adresse/Passwort + 2FA (Authenticator) genauso verwendet werden können wie eine SmartCard oder ein SmartLogin. Wann dies genau der Fall sein wird, kann ich Ihnen aber heute noch nicht genau sagen. (Soviel zu dem „bald“ in Ihrer Frage 😉) Was für einen Zeithorizont sehen Sie, dass SmartLogin nicht mehr das vorrangige Authentifizierungsmedium ist? Das ist eine schwierige Frage. Heute ist der DATEV SmartLogin das vorrangige Authentifizierungsmedium im Mandantensegment, weil damit die alte Welt aber auch die neue Welt mit DATEV-Konto komplett abgebildet werden kann. Welches Authentifizierungsverfahren zukünftig am DATEV-Konto vorrangig eingesetzt wird, entscheidet der Anwender. Will DATEV perspektivisch weg von einer eigenen 2FA-Lösung wie SmartLogin und auf generelle Auth.-Apps setzen? DATEV ist bestrebt zukünftig am Markt etablierte Verfahren zu unterstützen. Authenticator Apps sind hier aber nur eine Möglichkeit. Wir schauen uns auch andere Dinge an. Deshalb mein Fazit: Der DATEV SmartLogin ist das empfohlene Anmeldeverfahren für den Mandantenmarkt. Statten Sie Ihre Mandanten jetzt mit einem SmartLogin aus. Ein Warten macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Anwender, die zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht lieber mit einer Authenticator Lösung arbeiten wollen, können diese in der DATEV-Konto Verwaltung aktivieren. Wichtig in diesem Zusammenhang, immer wenn weitere Anmeldeverfahren an ein bestehendes DATEV-Konto hinzugefügt werden, muss dieser Vorgang mit einem bereits bestehenden Anmeldverfahren bestätigt werden. Somit stellen wir sicher, dass das Konto nicht durch Auspionieren des Passworts gekapert werden kann.
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