Hallo Forum, ich habe es mal wieder mit einer beleidigten Kollegin zu tun, die auf Grund eigener Untätigkeit das Mandat gekündigt bekam und ich zufällig, weil der neue Mandant der Schwager einer meiner Mandanten ist, das Mandat übertragen bekam; nichts mit kalter Akquise oder Kampfpreisen. Dies nur, falls die Kollegin mitliest und dann auch bestimmt weiß, wer gemeint ist . Sie verweigert die Übergabe der Daten via e-mail oder Datenträger. Ich hatte dies angeboten, auch unter Verweis auf die Sicherung in meinen Systemen und einer Bescheinigung, dass Sie die Daten löschen darf; also Haftungsübernahme für die Daten. Nun meint sie, Sie könne dies aus Kostengründen nicht durchführen und bot mir den RZ-Übertragungsbeleg an, den ich jedoch aus Kostengründen vermeiden möchte. Beim Datenübertrag handelt es sich lediglich um Rechnungswesen/Anlagenbuchführung eines Kleinstmandates; Sicherungszeit ca. 1 Minute. Ich habe ihr auch den workflow mitgeteilt. Sehr befremdlich empfand ich dann die Aussage "... das Geld für den DATEV-Übertrag, sollte mir mein neues Mandat schon wert sein. Köstlich nicht. In der Regel schlagen sich derartige Kosten in irgendeiner Form in den Vergütungen nieder, es sei denn, man würfelt seine Honorare aus oder ermittelt sie anderweitig; jedenfalls nicht nach wirtschaftlichen Maßstäben. Wir verfolgen in der Kanzlei schon auch das Konzept, unsere Mandanten von unnötigen Kosten zu verschonen. Nun habe ich mal irgendwo gelesen und finde es leider nicht mehr, dass an sich die Datenübergabe auf Datenträger mit der Belehrung zur Archivierung das Standardprozedere sein soll und der DATEV-RZ an sich "nur" eine charmante Service-Alternative. Es geht mir auch wirklich nicht um die Bepreisung selbst, aber um deren Vermeidung. (Ja, der Sportsgeist spielt natürlich auch eine Rolle - wirtschaftlich sind ja solche Wettkämpfe sinnlos). Die Steuerberaterkammer muss ja ab eines bestimmten Erinnerungsstatus vor dem Rechtsweg als Mediator eingeschaltet werden; so richtig Druck kann sie halt auch nicht ausüben. Bliebe der Rechtsweg. Hat hier jemand schon Erfahrung, u.U. auch mit einer Kostenverlagerung auf den störrischen Überträger des Mandates? Gibt es einschlägige Rechtsquellen für diese Vorgänge? Mein herzlichsten Dank vorab für Ihre Einschätzungen.
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