Guten Tag ste lie! Ich sehe hier mehrere Ansätze, die ohne Umbuchungsaufwand möglich sind. Alle haben aber Vor- und Nachteile. Sie legen die neue Kostenstelle unter Stammdaten | Kosten- und Leistungsrechnung | Kostenstellen/-träger an und tragen in den Steuerungsdaten unter Stammdaten | Kosten- und Leistungsrechnung | Steuerungsdaten, Register FIBU-Buchungen die neue Kostenstelle als Sammelkostenstelle ein. Diese kann dann weiter verteilt werden (z. B. durch eine Umlage). Vorteil: Das ist die einfachste Möglichkeit. Nachteil: Die neue Kostenstelle ist dann de facto auch eine „Fehlerkostenstelle", da ja auf der Sammelkostenstelle alle Buchungen auf kost-relevante Konten ausgewiesen werden, die ohne Kostenstelle gebucht wurden oder die eine Kostenstelle enthalten, die in den Stammdaten noch nicht angelegt wurde. Das bedeutet, dass auch alle zukünftigen „fehlerhaften" Buchungen auf diese Kostenstelle gebucht werden. Sie legen für jede Kostenart (= BAB-Zeile), die Buchungen auf der Sammelkostenstelle enthält, unter Stammdaten | Kosten- und Leistungsrechnung | Umlagen eine Umlage an (sogenannte Mehrfachumlagen). Für jede Umlage geben Sie dann als empfangende Kostenstelle die neue Kostenstelle mit Anteil 1 an. Dadurch werden automatisch alle Buchungen auf die Sammelkostenstelle auf die neue Kostenstelle umgebucht. Damit nicht auch zukünftig alle fehlerhaften Buchungen von der Sammelkostenstelle auf die neue Kostenstelle umgebucht werden, sollten Sie den Gültigkeitsbereich der Umlagen nur von Jahresbeginn bis zum aktuellen Monat festlegen. Die Einrichtung von Umlagen ist im Dokument Kostenrechnung: Umlage mit fixen Anteilen einrichten auf der Informations-Datenbank beschrieben. Vorteil: Die bisherige Sammelkostenstelle bleibt als Fehlerkostenstelle erhalten. Nachteil: Aufwändig, da neben den Umlage-Stammdaten auch für jede Umlage eine sogenannte Umlage-Be- und Entlastungszeile in der BAB-Zeilenstruktur angelegt werden muss. Sie legen für alle Konten, die bisher auf die Fehlerkostenstelle gebucht wurden (in der Regel alle Buchungen auf koste-relevante Konten ohne Kostenstelle im Buchungssatz) unter Stammdaten | Kosten- und Leistungsrechnung | Kontenverteilungen eine Kontenverteilung an. Dann werden alle Buchungen, die mit diesen Konten ohne Kostenstelle erfasst wurden, automatisch auf die neue Kostenstelle gebucht. Auch hier sollten Sie bei jeder Kontenverteilung den Gültigkeitsbereich von Jahresbeginn bis zum aktuellen Monat eingrenzen. Wie man eine Kontenverteilung anlegt,wird im Dokument Kostenrechnung: Einrichten einer Kontenverteilung mit fixen Anteilen auf der Informations-Datenbank detailliert beschrieben. Vorteil: Dis bisherige Sammelkostenstelle bleibt als Fehlerkostenstelle erhalten. Nachteil: Ebenfalls relativ aufwändig. Sie importieren alle FIBU-Buchungen in die Kostenrechnung und legen fest, dass die Kostenrechnung erst wieder ab dem nächsten Monat direkt die FIBU-Daten auswertet. Dies bedeutet, dass bis zum aktuellen Monat die importierten Stapel und ab dem Folgemonat wieder die Daten aus der Finanzbuchführung ausgewertet werden. Dabei gehen Sie wie folgt vor: Wählen Sie Stammdaten | Kosten- und Leistungsrechnung | Steuerungsdaten, Register FIBU-Buchungen. Wählen Sie bei FIBU-Buchungen auswerten ab Monat 09/2018 aus. Importieren Sie anschließend alle FIBU-Buchungen aus der FIBU in die Kostenrechnung. Sie können dann bis einschließlich August 2018 unter Erfassen | Kosten- und Leistungsrechnung | KOST-Stapel jeden Stapel ändern und die fehlende Kostenstelle (in der Regel die von Ihnen neu anzulegende Kostenstelle) nacherfassen. Wie Sie FIBU-Stapel in die Kostenrechnung importieren können, erfahren Sie im Dokument FIBU-Stapel in die Kostenrechnung importieren auf der Informations-Datenbank. Vorteil: Das ist die sauberste Lösung, da jede Buchung eine Kostenstelle erhält. Nachteil: Möglicherweise hoher Nacherfassungsaufwand, da für jede fehlerhafte Buchung die neu anzulegende Kostenstelle eingetragen werden muss. Falls es nicht sehr viele Buchungen sind, die bisher auf die Sammelkostenstelle gebucht wurden, hält sich der Aufwand aber in Grenzen. Ich hoffe, dass eine dieser Möglichkeiten Ihr Problem ohne allzu großen Aufwand löst. Mit freundlichem Gruß DATEV eG Heinz Bleyer Produktmanagement und Service Kostenrechnung
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