Ich bin kein IT-ler, nur Steuerberater. Ganz klar m.E. SmartIT bei 4 Arbeitsplätzen. Ein eigener Server setzt unbedingt tiefgreifende Win-Server-System Kentnisse voraus (DATEV hat dazu auch ganz eigenen Vorstellung, wie ein solches System zu installieren ist). Meine Admin-Zeiten habe ich allerdings vor ca. 6 Jahren beendet, vll. ist es leichter geworden ?. Neben dem eigenlichen Server-Betriebssystem kommen dann die Eigenarten der Datev-Programme hinzu (unterschiedliche Strategien der Datenhaltung / Datensicherung im RZ, deren Erlernen sicher nach 10 Jahren arbeiten mit den Programmen nicht abgeschlossen sein wird). Neben den Server-Daten muss sich auch zusätzlich mir Cloud- und RZ-Daten auseinandergesetzt werden. Ich habe bisher noch keinen IT-ler gesehen (die mag es aber geben), der sich auch mit den Programmen in der Tiefe auskennt (was zur korrekten und individuellen Programmnutzung - auch übergreifend zwingend notwendig ist). Ich meine hier nicht die eigentliche User-Seite, sondern die hunderten von Stellen an denen in den Programmen Einstellungen vorgenommen werden können (Abweichend vom Auslieferungszustand). Vorteil von SmartIT ist die schnelle Reparatur durch den SK, ein garantiert funktionierendes System (dabei aber natürlich alles sehr konservativ), Einbindung von Exchange, Word und Outlook, Home-Office geeignet, Zugang per billig Client. Integrierte, zertifizierte Datensicherung und Datensicherheit. Brennt die Kanzlei ab (ganz doof), wählt sich jeder einfach von Zuhause mit dem Laptop ein und es geht weiter (wenn dann auch noch die Belege unter DUO liegen und nicht als Papier mit aufgeraucht sind). Inhaltlich würde ich das Mehrwertangebot der DATEV in Anspruch nehmen. Im Kanzleialltag sollte man sich (egal wie klein) von anfang an mit allen Programmen beschäftigen und diese intensiv nutzen. Trotz SmartIT ist die DATEV-Welt sehr, sehr, sehr komplex. Wer Rewe, Lohn, Dokumentenablage, Vorlagenverwaltung, Aufträge, ProCheck, ESt, USt, GewSt, Erbst, Feststellungerklärung, JA, Fibu, Berichterstellung, Expertisensysteme, VDB, Cloud-Anwendungen, DUO, SmartLogin etc, etc. etc. wirklich beherrschen möchte, muss viel Zeit in das Erlernen investieren, meiner Meinung nach folgenden Schema: Eine Woche Vorstellung und Begleitung durch Berufskollegen (muss ein Power-User sein), der das System auch hat und den groben Nutzungsumfang und die Organisation vorstellt. Schulung / Eigenschulung durch DATEV (ständig), besonders auch DMS (wenn man das haben möchte) Einsatz/Ausbildung eines Kanzlei-Organisationsbeauftragten (bei der Mini-Kanzlei der Inhaber) Kontakt zum o.g. Berufskollegen zu strategischen Fragen (und auch konkreter Hilfe) Kontakt zu DATEV via SK (Servicekontakt). Lieber Fragen für etwas Geld, als stundenlag suchen und nichts finden Allein die (korrekte) Stammdatenerfassung in DATEV ist eine Wissenschaft für sich und es gibt fast nirgends einen Einfachmodus oder eine Step by Step Einrichtung. Ich rocke die DATEV-Programme seit 35 Jahren (zu 95% - die anderen 5% sind das berühmte Buch mit 7 Siegeln) und war System-Admin und DATEV-Kanzlei Betreuer. Wenn ich mir vorstelle, dass ich vollkommen neu in dem DATEV-Ökosystem morgen aufwache, läuft mir ein Schauer der Ehrfurcht (oder doch Angst) ob der Komplexität über den Rücken. Ich würde aber trotzdem nichts anderes als DATEV haben.
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