Kanzleiorganisation wird auch aufgebrochen! Unabhängig von den Einzelprogrammen organisieren wir über den DATEV APL / SmartIT unsere komplette Kanzlei. Das läuft im Wesentlichen sehr gut. Wir brauchen derzeit - so meinen wir - nichts anderes. Dazu haben wir für uns INDIVIDUELLE Arbeitsblätter und Filter entwickelt (angepasst), die für uns eine sehr gute Übersicht der offenen Arbeiten pro Aufgabengebiet bietet, zudem können wir dort den Stand der Arbeiten ablesen. Das Ganze hat doch einige Jahre gedauert und wird auch laufend optimiert. Ich behaupte, dass dies für unsere Kanzlei wirklich gut ist, da es sehr selten vorkommt, dass eine Aufgabe oder eine Frist durchrutscht. Dabei ist uns "Übersicht" enorm wichtig und wir definieren "Übersicht" derart, dass möglichst alle Teilaufgaben auch auf einen Blick zu sehen sind. Unserer Beobeachtung der letzten Jahre nach, hat DATEV aber eine eigene und vollkommen andere Auffassung etwas als "Übersicht" zu deklarieren. Das hat sich schon deutlich in den aktuellen Cloud-Anwendungen gezeigt (scrollen, scrollen, scrollen). Auch bei den anstehenden Neuerungen hat man (Ausschnitt aus dem besagten Filmchen) wohl bei DATEV eine ganz eigene Vorstellung von "Übersicht": Von "In Arbeit 34" sieht man nur 4, weil große Fenster angezeigt werden, die sich im bunten Wirrwar der Informationen zeigt. Wahrscheinlich - nimmt man die Aussagen der DATEV ausreichend ernst - nur wenig bis gar nicht individualisierbar. Ich finde die Darstellung fürchterlich, bunt und schrill (wer will da den ganzen Tag draufsehen?) und eher in dieser Form für eine SmartPhone-App mit wenig Aufgaben geeignet. Mehrere Bildschirme Ich befürchte zudem, dass es keine echte Funktionalität über mehrer Bildschirme geben wird und dass die Darstellung einzelner Anwendungen nicht für unsere großen Monitore optimiert sein werden (Annahme). Zumindest bieten die bisherigen Anwendung hier schon keine wirkliche Unterstützung. Diese wichtigen Aspekte (Organisation, Übersicht und "optische" Darstellung werden im DATEV-Filmchen überhaupt nicht aufgegriffen) - es ist in der Cloud, es ist "KI", das muss ja gut sein. Fazit Ist aber alles (Umsetzung der Wünsche) auch nicht notwendig, denn in der DATEV-Kanzlei der Zukunft gibt es keine Steuerfachangestellten, Fachwirte oder gar Steuerberater mehr, sondern nur noch beruflose "Sachbearbeiter", die sich nach jedem korrigierten Beleg (muss ja min. 30min dauern..) einen Kaffee holen geht. Ich habe hier sehr stark das Gefühl, dass Kanzleien (des echte Lebens) nicht in die Entwicklung einbezogen werden, sondern dass man sich hier bei DATEV nur einem Idealismus des eigenen Ökosystems hingibt. Für DATEV Neueinsteiger mag die neue Welt in Ordnung sein, sie kennen nichts anderes. Für Umsteiger wird dies ein Kraftakt der auferzwungenen, kompletten Neuausrichtung der gesamten Kanzlei im DATEV-Umfeld sein. Der eine oder andere wird dabei garantiert von Bord gehen.
... Mehr anzeigen