@vogtsburger schrieb: ... und was ist das Fazit ? ... jeder lötet sich sein eigenes Koppelfeld und übergibt dem IT-ler seines Vertrauens den analogen und digitalen Generalschlüssel zu seiner IT-Infrastruktur und zu seinem Leben ? Eine RIESENGEFAHR. Egal, ob der DV-Verantwortliche im Haus sitzt oder außer Haus. Das Fazit ? Ganz sicher erst einmal AUFMERKSAMER werden, das was bei KASEYA funktioniert hat, das könnte auch mit KASPERSKY klappen. Daher: Auf keinen Fall nur auf die Security-Software verlassen. Die DATEV drängen, mit aller Kraft an der "SaaS" - Plattform zu arbeiten. Man kann auch konkret im Vorfeld etwas tun und würde damit auch andere Probleme lösen, vor 20 Jahren wurde das Konzept als "optische Firewall" bezeichnet: Die existenzwichtigen Basissysteme dürfen keine Verbindung zur Außenwelt haben mit einer Ausnahme: ein vorgeschaltetes 'application level gateway'. Also: DATEV-FILE und DATEV-WTS untereinander direkt ohne Switch dazwischen mit 10 GB/s zusammenklemmen. WTS mit einem zweiten Interface, welches nur RDP akzeptiert, an den Gateway-Rechner. Der forwardet NIE IP-Pakete direkt, sondern geht mit einem anderen Protokoll an die Arbeitsplätze. Das können dann komplett vervirte oder verwanzte Heimarbeitsplatzrechner sein. Wenn man nun Mail oder Internetbrowser braucht: Die kann man problemlos, analog zum Fernseher mit "Bild-in-Bild" - Technik, zusätzlich einblenden. In Wirklichkeit laufen sie aber auf einem Service-Rechner. Wenn der abraucht, dann bleibt das DATEV-Core stehen. Man muß nur selbst Vorkehrungen treffen, daß man die mit DATEV vertraglich vereinbarte Nutzeranzahl nicht überschreitet, denn der WTS "sieht" nur einen einzigen Nutzer. Wie Herr Bohle schon erwähnt hat, benötigt man auch "andere" Office-Lizenzen, für die ein Volumenlizenzvertrag Voraussetzung ist. Das kann man umgehen, indem man LEGAL gebrauchte Lizenzen bei seriösen Anbietern erwirbt. Das ganze Procedere ist nicht unaufwendig. Schließlich braucht es auch noch einen Proxy, der handverlesene Verbindungen bspw. zur DATEV durchläßt. Das wäre EIN mögliches Schutzkonzept, welches tatsächlich in der Praxis läuft, sich aber erst ab 10 Arbeitsplätzen rentiert. Heiß aber: Reichlich Eigenarbeit und Verzicht auf viele schöne Funktionen, z.B. Mailintegration. Was mir fehlt in den "Verwaltungsberufen": Jeder Elektriker weiß, wie er eine Unterverteilung auslegen muß. Kabelquerschnitte, Überspannungsschutz, Leitungsschutz, FI. Differenziert nach Einsatzfällen, Feuchtraum, Industrie, Art der Leitugsverlegung usw. usf.. Da gibt es einschlägige Vorschriften, wie eine Anlage auszusehen hat. Und bei Inbetriebnahme wird sie abgenommen. Jeder Stahlbauer weiß, "Wenn ich zwei U-Profile 'Rücken-an-Rücken' verbaue, dann müssen die einen gewissen Mindestabstand haben, damit keine Korrosion droht". Und noch tausenderlei andere Dinge. Der Stahlbauer muß seine Mitarbeiter auch regelmäßig zum TÜV schicken, damit die ihren "Großen Schweißnachweis" erneuern. Nur in der Verwaltung darf jeder machen, WAS er will und WIE er will. Hier ist es notwendig, gewisse Mindestanforderungen an informationstechnische Systeme zu formulieren und die Einhaltung dieser Anforderungen zu prüfen. Ein Spooljob, der mit Adminrechten läuft, war schon in den 90ern ein Unding. Relativ frühzeitig etablerten sich POSIX und XPG3 mit wenigstens AIX, Solaris, Tru64, HP-UX, MAC-OS(!!!!) und z/VM als konformen Systemen. Serverbetriebssystemen wohlgemerkt. Wer auf die Idee gekommen ist, stattdessen Windows und Linux auf einer Heimplattform als Produktionsmittel zu nutzen - das war wohl eher "topping from the bottom", weil jeder Mitarbeiter so lange quengelte, bis er "seinen" PC auf dem Tisch hatte. Früher gab es kreative, kompetente DATEV-Partner wie beispielsweise de Uli Giesen, der nebenher auch einer der größten Partner in NRW war. Es fand zwischen seiner Firma und Datev auch ein reger Informationsaustausch statt und man schätzte sich gegenseitig. Dann wurde DATEV immer restriktiver, viele Top-Partner hatten die Nase voll, viele schlechte blieben. Gleichzeitig wird die Administration immer anspruchsvoller und komplexer, nur noch übertroffen von der Bedrohungslage. Als gößere Kanzlei würde ich stets einen Berater beauftragen, der MEIN Partner ist und nicht Partner von Microsoft oder DATEV. Aber gibt es so etwas ? Mindestes ein Mitglied in diesem Forum verfügt über jede Menge Erfahrung, die er bereitwillig teilt - und das in verständlicher, konziser Form. Wenn man das Wissen dieser Mitglieder zu einem "Referenzhandbuch DATEV - Betriebskonzept" kondensieren könnte, dann wäre vielen geholfen. Als weiterer Vorschlag. Ich wünschte, ich hätte bessere Ideen.
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