Hallo, Inwiefern bedingen die GoBD eine Weiterententwicklung des Formats? Weil es in der alten Schnittstelle z. B. die Funktionalität des Festschreibekennzeichens schlichtweg nicht gab. Es hätte also einer Implementierung seitens DATEV bedurft und da sich die Genossenschaft auf das neue Format eingegroovt hat, hat man vermutlich diese gesetzliche Vorgabe genutzt, das alte SELF so schnell wie möglich zu begraben. Allerdings wird - das vorherige Format unvollstaendig umgesetzt - laufend veraendert - die Dokumentation dafuer kostet EUR 280 (inkl. Updates??) Über die Umsetzung ist sicherlich zu sprechen, laufende Veränderungen kann ich bis auf den von mir geschilderten ärglichen Wechsel von 3.00 auf 5.10 nicht erkennen. Dass die Doku einen happigen Preis hat, wurde ja schon oft bemängelt. Persönlich glaube ich, dass DATEV damit den "ambitionierten Frickler" davon abhalten will, zu tief in die Materie einzudringen. Womit ich bei Herrn Kolberg wäre. Ich gebe Ihnen Recht, dass CSV-Dateien naturgemäß manipulierbar sind. Wer das Wissen hat, in welcher Zelle der "geheimnisumwitterten" Zeile 1 des neuen Formats eine 1 oder 0 über die Festschreibung entscheidet, kann sicherlich noch andere Dinge anstellen. Und dass selbst die Umsetzung des IRW (Integriertes Rechnungswesen) noch immer nicht komplett manipulationssicher ist, zeigt ihr Beispiel und das wissen hoffentlich auch die DATEV-Verantwortlichen, der EDV-Versierte in der Kanzlei weiß es jedenfalls. (Die meisten Mitarbeiter in den Büros verfügen aber nicht über das Wissen.) Der zu betreibende Aufwand ist allerdings nicht einfach mit einem Knopfdruck zu erledigen und setzt einen Vorsatz voraus. Fraglich dürfte deshalb sein, wer da freiwillig den Kopf in die Schlinge legt ... Für die Absicherung des Transportweges einer oder mehrerer Dateien ist ohnehin immer der Absender verantwortlich. Sicherlich, DATEV macht es sich etwas einfach, den Normalnutzer in der Sicherheit zu wiegen, dass bei einem Versand alles datenschutzrechtlich iO ist, denn das, was hier besprochen wird geht ja über das Basiswissen weit hinaus, aber das ist der unschöne Lauf der Dinge. Dem Trend, Verantwortlichkeiten, daraus resultierende Haftungen, Mehrarbeiten im Allgemeinen auf den Lohnabrechner bzw. Buchhalter (vulgo Steuerberater) abzuladen verschließt sich DATEV leider nicht.
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