Erfahrungen sprechen für sich selbst und dürfen deshalb bei keinem Blick in die Glaskugel fehlen. Ich glaube, dass das, was mit KI, Quantencomputern usw. auf uns zurollt, trotz der von Ihnen geschilderten Hemmnisse sehr großes Potential hat, nicht erst in vielen Jahren zu heftigen Umbrüchen auch bei Gesetzgebung und Rechtspflege zu führen. Selbstverständlich ist diesbezügliche Skepsis begründbar und nachvollziehbar. Schließlich werden sich verkrustete und chaotische Strukturen nicht aus Einsicht und Vernunft von selbst auflösen, sondern nur mit Druck aufbrechen lassen, was mit dem Bürokratiemonster EU im Nacken eine echte Herausforderung sein dürfte. Für mich ist momentan die große Unbekannte, wie Entscheider, Ausführende, Überwacher und Gestalter Macht, Einfluss und/oder Gewinnpotentiale behalten (können), wenn die Menschen aus den Prozessen weitgehend herausgenommen werden. Diese Aspekte scheinen ja die hauptsächlichen Motive jedweden Handelns zu sein. Ich teile übrigens nicht die Auffassung, dass der Berufsstand des Steuerberaters deshalb maschinell erschlagen wird, weil niemand mehr Lust darauf hat, sondern weil Maschinen irgendwann in jeder Hinsicht besser, schneller, kostengünstiger und auch aufgrund veränderter Umgebungsbedingungen alternativlos sein werden. Herr Precht dürfte bei seiner Einschätzung nicht berücksichtigt haben, dass die Branche ein elitäres (Selbst-)Bewusstsein hat und dieses auch lebt. Vollkommene Lustlosigkeit dürfte erst bei vollkommener Bedeutungslosigkeit festzustellen sein. 😉
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