tagesschau.de: Nach Koalitionsausschuss - Steuersenkung soll Autofahrer entlasten
Um 17 Cent pro Liter Benzin und Diesel soll die Mineraölsteuer gesenkt werden - zunächst für zwei Monate. Das kündigten die Spitzen der Koalition nach ihren Beratungen vom Wochenende an. Außerdem soll es weitere Entlastungen geben.
...
Die Koalition will es zudem Arbeitgebern im Jahr 2026 ermöglichen, eine steuer- und abgabenfreie "Entlastungsprämie" von 1.000 Euro zu zahlen. Zur Gegenfinanzierung der steuerlichen Mindereinnahmen soll die Tabaksteuer schon im Jahr 2026 erhöht werden.
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Schlau, "das Problem" den Arbeitgebern zuzuschustern. 🤣
Und wegen Mindereinnahmen soll eine Steuer erhöht werden?
Das wird wohl kaum den Bruttolohn saldieren, aber wieso dann den Arbeitgebern "ermöglichen"...
Der Schwarze Peter wird wieder den Arbeitgebern zugeschoben:
Finanzstarke Arbeitgeber werden die Prämie an die Mitarbeiter zahlen, finanzschwache Arbeitgeber nicht.
Eine allgemeine Entlastung wird so nicht gefördert.
Man hätte so etwas eventuell über die Steuererklärung abbilden können, ähnlich wie die Energiepreispauschale.
Aber man macht es sich halt einfach in der Politik: Wir entscheiden, Ihr (die Arbeitgeber) müsst es halt umsetzen.
Solange es für sowas kein offiziell abgesegnetes und veröffentlichtes Gesetz gibt, kümmere ich mich überhaupt nicht da drum.
Und bei der Aktivrente hat man ja gemerkt, dass selbst nach Veröffentlichung des Gesetzes noch Fragen unklar waren....
@Diederich schrieb:tagesschau.de: Nach Koalitionsausschuss - Steuersenkung soll Autofahrer entlasten
Um 17 Cent pro Liter Benzin und Diesel soll die Mineraölsteuer gesenkt werden - zunächst für zwei Monate. ...
Wenn das passiert, senkt sich der Preis an der Zapfsäule wahrscheinlich um nur 10 ct/l. (2 Tage lang) und die Mineralkonzerne füllen sich die Taschen.
Vielleicht sollten die Politiker/innen ihre Finger aus der Wirtschaft lassen. Der Markt regelt das alleine.
*jm2c*
mfg
gut das einige Betrieb ja nur kurz Pause machen bei der Produktion (und keine Insolvenz anmelden) wusste schon ein Wirtschaftsminister zu berichten.
Die können sich das bestimmt locker leisten bis zu 1.000 EUR Steuerfrei an die Arbeitnehmer zu zahlen.
🙈😥😠
@m_brunzendorf schrieb: Solange es für sowas kein offiziell abgesegnetes und veröffentlichtes Gesetz gibt, kümmere ich mich überhaupt nicht da drum.
Tjo... die ersten Mandanten rufen aber schon am ob das im April schon geht... Wäre schön wenn man so Sch*** erst rausposaunt, wenn man kurz vor der Gesetzgebung wäre... aber da dies wieder 3 Monate dauert und dann die Sommerpause kommt und dann alles rückwirkend ab Mai geht, hat man in der Zeit den Mandanten am Telefon, der das haben will...
Hauptsache man hat einen tollen Vorschlag rausgehauen, damit man nicht Untätigkeit vorwerfen kann..
Schlau vor allem, das Geld anderer auszugeben und sich selbst dafür zu feiern.
Diese "Entlastungsprämie" kostet den Staat keinen Cent, erreicht grob geschätzt gerade mal ein Drittel aller Arbeitnehmer und hilft damit bestenfalls jedem Fünften von uns.
Diejenigen, die schon keine IAP bekommen haben, werden auch diesmal leer ausgehen...
Aber ja, warten wir auf Januar nächsten Jahres, vielleicht sinken dann die Lohnsteuerabzüge - bevor die Krankenkassen die andere Hosentasche gefunden haben.
Na zumindest für uns Payroller ist's doch schick und einfach. Entweder gibt es gleich gar nix oder die Lohnart der IAP mal fix Copy&Paste, den Rest muss der Arbeitsrechtler dann klären. ^^
Endlich mal wieder eine neue Prämie. Nach Coronaprämie und Inflationsausgleichsprämie hatten wir schon wieder ein ganzes Jahr ohne. Wie langweilig wäre das, wenn man einfach den Grundfreibetrag um 1.000€ anheben würde. Es gäbe nichts zu diskutieren und die Politiker könnten sich nicht für diese grandiose Idee feiern.
Kaum verkündet, riefen bereits gestern die ersten Mandanten an, dass wir den angestellten Familienmitgliedern 1.000€ steuerfrei abrechnen sollen.
@Gutti schrieb:.... den angestellten Familienmitgliedern 1.000€ steuerfrei abrechnen sollen.
Völlig wertfrei und ohne Sozialneid merke ich an:
Genau das sind wären die allerersten sicheren Nutznießer: angestellte Elternteile, die vom Minijobber zum Aktivrentner werden und dann nettolohnoptimiert alles, was möglich ist, zugewendet bekommen. Eine klassische Win-Win-Situation, weil beim Arbeitgeber alles auch zu 100% als Betriebsausgaben abziehbar ist.
Wer einmal (Zahn-) Ärzte im Mandantenstamm hatte, kennt deren Gespür für legale Möglichkeiten und die Steuersparthemen, die vom Stammtisch mitgebracht werden.
Viele Grüße und einen schönen Tag.
Gerade ist die erste Mail mit einer Anfrage eingetroffen. Es war ja zu erwarten.
Und natürlich ist es wie bei der Aktivrente: Die Regierung verkündet irgendetwas, es gibt keinerlei Informationen dazu, die Softwarehersteller werden ebenso überrascht und müssen jetzt das irgendetwas umsetzen und die Mandanten reagieren verblüfft-angesäuert, wenn man darauf hinweist, dass dieser ganze Bums nicht sofort funktioniert.
Dass unsere Regierungen gut darin sind, anderer Leute Geld auszugeben und dies als Wohltat des Staates zu verkaufen, ist allerdings kein Geheimnis.
Eine allgemeine Entlastung wird so nicht gefördert.
Man sollte vielleicht auch nicht mit der Gießkanne entlasten. Mit der Gießkanne bekommen auch Pflänzchen was ab welche es nicht nötig haben.
Wenn ich mir anschaue welche Mandanten sich wie selbstverständlich zur Mittelschicht zählen und sich in Gesprächen über eine zu hohe Steuerlast monieren. Diese Leute arbeiten zumeist bei Finanzstarken Arbeitgebern und können sich jetzt über 1.000 Euro St-und Sv frei freuen.
--> Und sowas von einer dem Namen nach christlichen und sozialen Koalition....
Statt einfach 250 Euro Rentenbonus und 250 Euro Kindergeldbonus auszuschütten...davon kämen über unmittelbaren Konsum sofort 19% wieder zurück....
@lohnexperte schrieb:
Wer einmal (Zahn-) Ärzte im Mandantenstamm hatte, kennt deren Gespür für legale Möglichkeiten und die Steuersparthemen, die vom Stammtisch mitgebracht werden.
Wo genau ist da das Problem? Wenn die Gesetze das hergeben, liegt das Problem nicht bei den Mandanten, wie Sie das hier andeuten.
Selbstverständlich zahle ich auch meiner Frau diese Prämie aus. Ob andere Angestellte die bekommen, überlege ich mir noch.
Wenn der Gesetzgeber Murks macht, muss er sich nicht wundern, wenn Murks dabei herumkommt.
Hallo @Steuerberater_DO ,
@Steuerberater_DO schrieb:
Wo genau ist da das Problem? Wenn die Gesetze das hergeben, liegt das Problem nicht bei den Mandanten, wie Sie das hier andeuten.
Selbstverständlich zahle ich auch meiner Frau diese Prämie aus. Ob andere Angestellte die bekommen, überlege ich mir noch.
Wenn der Gesetzgeber Murks macht, muss er sich nicht wundern, wenn Murks dabei herumkommt
Ich erlaube mir freundlich, auf meine Einleitung zu verweisen, die Sie Ihrerseits nicht mit zitiert haben:
Völlig wertfrei und ohne Sozialneid merke ich an:
Ein Problem sehe ich nicht darin, wenn ich (nicht nur nach Ihrer Lesart andeutete, sondern offensichlich richtig vermutet) diese Gestaltungsmöglichkeit im Auge habe.
Nicht´s für ungut und einen schönen Tag.
Noch einmal, diesmal allerdings nicht mehr ganz so wertfrei:
@Steuerberater_DO schrieb:
Selbstverständlich zahle ich auch meiner Frau diese Prämie aus. Ob andere Angestellte die bekommen, überlege ich mir noch.
und
@Steuerberater_DO schrieb:
...
Wenn der Gesetzgeber Murks macht, muss er sich nicht wundern, wenn Murks dabei herumkommt.
Hier sehe ich den Gesetzgeber nicht in der Verantwortung, "Murks" gemacht zu machen (eigentlich müsste hier Futur II stehen ...). Dass Sie diesen Spielraum vorerst im Sinne Ihrer Familie nutzen wollen, sich das bei den anderen Mitarbeitern aber noch überlegen müssen (was Ihnen als Unternehmer ja zweifelsfrei zusteht), würde ich jetzt nicht auf den Gesetzgeber schieben und das auch nicht als dessen Murks bezeichnen. Denn der Gesetzgeber sagt an anderer (arbeitsrechtlicher) Stelle ja auch, dass man nicht bzw. nur aus gutem Grund ungleich behandeln darf. Aber es finden sich auch hier sicherlich sehr gute Gründe, warum ggf. das Familienmitglied mit der bisher sogenannten Entlastungsprämie bedacht wird und die anderen (wahrscheinlich einer Entlastung nicht gedürfenden) ggf. nicht bzw. nicht im selben Umfang.
PS: Und um Unterstellungen zuvor zu kommen: Sozialneid liegt mir fern; das ist eines der guten Dinge, die man im Alter ablegt ;).
Sozialneid liegt mir fern. Es ist eines der guten Dinge, dass man diesen (den Sozialneid) im Alter ablegt.
PPS: Danke @jjunker für´s genaue Lesen und den Hinweis auf den "falschen Fehler"!
Sozialneid liegt mir fern; das ist eines der guten Dinge, die man im Alter ablegt ;).
Es ist ein gutes Ding den abzulegen. So wie der Satz jetzt geschrieben ist wäre der Sozialneid gut.
Hier sehe ich den Gesetzgeber nicht in der Verantwortung, "Murks" gemacht zu machen (eigentlich müsste hier Futur II stehen ...).
Sorry, natürlich ist das Murks.
Ärzteehepaar, beide eigene Praxis in unterschiedlichen Fachgebieten. Beide haben sich gegenseitig als Minijobber angestellt, beide haben ihre 2 Kinder auch in den Praxen angestellt.
Während Corona haben die sich und ihren Kindern jeweils den Maximalbetrag der steuerfreien Prämien ausgezahlt.
Da sind 5-stellige Beträge völlig legal steuerfrei ausgezahlt worden. Dazu kommt dann noch die Steuerentlastung in den EÜR, weil die Prämien steuerlich natürlich abzugsfähig sind.
Natürlich war heute morgen die Email in meinem Postfach, ob diese Prämie schon im April ausgezahlt werden kann. Und das soll sinnvoll sein?
Sinnvoll wäre eine Gutschrift von 1.000 EUR auf die Steuerlast gewesen. Das hätte man auch bei Angestellten mit der Lohnsteuer verrechnen können. Wenn man das denn gewollt hätte.
So wird wieder anderer Leute Geld verschenkt, ohne die zu erreichen, die man wirklich entlasten will. Wir dürften alle genug Mandanten haben, die zu dieser Einmalzahlung wirtschaftlich gar nicht in der Lage sind. Viele anderen Mandanten werden auch wieder versuchen, Gehaltserhöhungen darüber abzubilden.
So war es doch letztes Mal auch. Das Zusätzlichkeitserfordernis kann man doch spielend umgehen.
Der Verweis auf das Arbeitsrecht hilft nicht, weil das nur ein Recht ist, das gegenüber anderen Arbeitnehmern wirkt. Die müssten also auf eine Ungleichbehandlung klagen, was mangels Wissen über die die Zahlung an die angestellten Familienangehörigen nicht passieren wird.
Ich denke, der Gesetzgeber täte gut daran, es einfach gesetzlich als Voraussetzung für die Steuerfreiheit zu normieren, dass wenn dann ALLE Mitarbeiter die Prämie erhalten - ggf noch gestaffelt nach Arbeitszeiten.
Ich hab da auch so einen Kandidaten in der Lohnabrechnung, der bei seinen als Minijobber angestellten Eltern+Ehefrau regelmäßig ALLE Möglichkeiten nutzt, ihnen steuerfrei was gutes zu tun. Die anderen Mitarbeiter gucken in die Röhre. Ich persönlich finde so etwas asozial, unabhängig davon, ob es rechtlich zulässig ist oder nicht.
Ich hab da auch so einen Kandidaten in der Lohnabrechnung, der bei seinen als Minijobber angestellten Eltern+Ehefrau regelmäßig ALLE Möglichkeiten nutzt, ihnen steuerfrei was gutes zu tun. Die anderen Mitarbeiter gucken in die Röhre. Ich persönlich finde so etwas asozial, unabhängig davon, ob es rechtlich zulässig ist oder nicht.
Diese Einschätzung kann ich teilen, legal ist es trotzdem.
Mit anderen Worten: Es ist Murks 🙂
Der Staat macht sich einen schlanken Fuss und wälzt das Problem auf Arbeitgeber ab, die aktuell zumeist eh eine angespannte Budgetlage haben.
Insofern stimme ich meinen Vorredner zu, dass dies im Wesentlichen Mitnahmeeffekte hat, wie das auch bei der Inflationsausgleichsprämie sichtbar wurde.
Die GGF und leitenden Angestellten sowie beschäftigte Ehegatten erhielten die vollen 3.000 €; der Rest der Belegschaft nur einen Teil bis Almosen.
Meine Solidarität ist begrenzt und es liegt in der Natur des Berufes seine Mandanten hier optimal zu beraten; "Nein !", es ist sogar unsere Pflicht.
Selbstverständlich hätte man ein Pendant zur Aktivrente für alle gestalten können, in dem bspw. die ersten 1.000 € des Gehaltes steuerfrei geblieben wären; damit wäre der ein oder andere sogar in den Midijob-Bereich gerutscht und hätte SV-Beiträge sparen können . . . aber hey, "wir wollen helfen, wenn es uns nichts kostet", muss wohl die Prämisse gewesen sein.
Eine leicht durschaubare Scharade. Dafür muss man nicht mal vom Fach sein . . . und von den 0,17€ (eff. 0,20€) müssen wir gar nicht reden..... Da freut sich der Spediteur und wird sicherlich seinen Fahrern die 1.000 € extra auszahlen. Mir schmerzt die Stirn vom dagegenhauen.
@hexhex schrieb:Ich denke, der Gesetzgeber täte gut daran, es einfach gesetzlich als Voraussetzung für die Steuerfreiheit zu normieren, dass wenn dann ALLE Mitarbeiter die Prämie erhalten - ggf noch gestaffelt nach Arbeitszeiten.
Ich hab da auch so einen Kandidaten in der Lohnabrechnung, der bei seinen als Minijobber angestellten Eltern+Ehefrau regelmäßig ALLE Möglichkeiten nutzt, ihnen steuerfrei was gutes zu tun. Die anderen Mitarbeiter gucken in die Röhre. Ich persönlich finde so etwas asozial, unabhängig davon, ob es rechtlich zulässig ist oder nicht.
F1: Der Gesetzgeber hat nachgeschoben, dass die Auszahlung der Inflationsausgleichsprämie zur Steuerfreiheit "fair" (Gleichbehandlungsgrundsatz) ausbezahlt werden muss, um missbräuchliche Gestaltungen zu vermeiden; aufgegriffen hat diesen "zahnlosen Tiger" noch kein einziger LSt/SV-Prüfer.
F2: Dann sollten sie schellstens den Beruf wechseln. Sie sind offenbar eine Beratungsgefahr für Ihre Mandanten.
Man mag mich vermöbeln aber ich bleibe bei meiner Feststellung:
Die Energiepreispauschale (EPP) war mit der heißen Nadel gestrickt und sicherlich nicht frei von Aufwand und Fehlern im Detail (jährliche LSt-Anmeldung des AG → Erstattung erst mehrere Monate nach Auszahlung, erst keine Rentner, dann Rentner teilweise sogar zweimal, you know it).
Von ihrer Wirkungsweise war sie aber gerecht und von einer für deutsche Verhältnisse bestechenden Einfachheit:
Wer ohnehin viel Lohnsteuern zahlte, weil ein entsprechendes Entgelt Grundlage dafür war, bekam bis auf den Andruck in der Lohnabrechnung effektiv nur wenig bis gar nichts. Je weiter aber das zu versteuernde Entgelt sank, um so mehr kam beim Empfänger an.
Natürlich kam das Geld in diesem Fall direkt vom Staat, Das ging halt einmal und würde als Dauerveranstaltung den Haushalt sprengen, aber es gibt offenkundig in Berlin dann doch Raum für innovative Lösungen.
Leider werden Schnellschüsse als Beweis für die Handlungsfähigkeit seit Jahren immer häufiger und dabei bleibt eine saubere, klare Gesetzgebung auf der Strecke. Und das ausgerechnet bei der Juristendichte im Bundestag, die nur unwesentlich geringer ist als die Keimbelastung des Ganges.
@deusex schrieb:
@hexhex schrieb:
Ich persönlich finde so etwas asozial, unabhängig davon, ob es rechtlich zulässig ist oder nicht.
F2: Dann sollten sie schellstens den Beruf wechseln. Sie sind offenbar eine Beratungsgefahr für Ihre Mandanten.
Das eine schließt das andere nicht aus: Man kann professionell arbeiten (umfassende Beratung) und gleichzeitig eine Meinung dazu haben. Das schaffen auch Pflichtverteidiger und Psychologen und eben Mitarbeiter in beratenden Berufen.
Mein erster Chef hat auf "asoziale" Gestaltungsideen der Mandantschaft (Einkommensmillionär: "Bin ich verpflichtet, Weihnachtsgeld zu zahlen?" "Nein, sind Sie nicht. Aber denken Sie mal daran, dass Sie ohne Ihre fleißigen Mitarbeiter nicht ein so großes Einkommen erzielen könnten ..." - "Okay, glauben Sie, dass 100 Mark reichen?") adäquat reagiert: "Lassen Sie es sein; zahlen Sie nichts, 100 Mark sind kein Weihnachtsgeld, sondern eine Demütigung!" Er hatte neben der kostenpflichtigen betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Beratung eben auch noch ein bisschen unentgeltliche Lebensberatung ("Leben und leben lassen") parat. Aber das ist nun auch schon wieder 30 Jahre her ...
Eine leicht durschaubare Scharade. Dafür muss man nicht mal vom Fach sein . . . und von den 0,17€ (eff. 0,20€) müssen wir gar nicht reden..... Da freut sich der Spediteur und wird sicherlich seinen Fahrern die 1.000 € extra auszahlen. Mir schmerzt die Stirn vom dagegenhauen.
Mir schmerzt die Stirn noch mehr, weil es doch angeblich politisch gewollt ist, Sprit teurer zu machen, angeblich wegen Klima.
Wann sind wir wegen der ständig steigenden CO2-Bepreisung ohnehin bei Preisen von 3 EUR pro Liter? Nochmal: Das ist politisch gewollt.
Was passiert denn dann? Wenn es wirklich ums Klima gehen würde, hätte man sich als Politik hinstellen und sagen müssen: Es ist halt so, dass die Energiepreise steigen. Wegen der Klimaschutzpolitik wollen wir das. Es gibt keine Entlastung.
Die rhetorische Frage, warum das nicht passiert ist, kann ich mir wohl sparen.
@Steuerberater_DO schreibt: [...]
Mir schmerzt die Stirn noch mehr, weil es doch angeblich politisch gewollt ist, Sprit teurer zu machen, angeblich wegen Klima.
[...]
Das kann ich nur unterschrieben. Seit die Grünen im Land Baden-Württemberg das sagen haben, ist der Spritpreis nach oben genangen...
*Ironie Off* und damit bin ich raus aus dem Beitrag.
@deusex schrieb:. . . und von den 0,17€ (eff. 0,20€) müssen wir gar nicht reden..... Da freut sich der Spediteur und wird sicherlich seinen Fahrern die 1.000 € extra auszahlen. Mir schmerzt die Stirn vom dagegenhauen.
waren nicht brutto 0,17 € im Gespräch? Mal abgesehen von der Wirkungslosigkeit dieser Regelung...
Nein, es war die Mineralölsteuer mit 17ct. genannt. Auf den Benzinpreis kommt die Mineralölsteuer, Ökosteuer, Bevorratungsabgabe und, und, und. Erst dann kommt die Umsatzsteuer noch oben drauf.
mfg
Ob man den Sprit nur wegen dem Klima verteuert, darf bezweifelt werden. Es geht um individuelle Freiheiten, die eingeschränkt werden sollen. Früher hatten die Könige Pferde und Kutschen und der Bauer hatte keine... einfach mal drüber nachdenken.
@lohnexperte schrieb:
@deusex schrieb:
@hexhex schrieb:
Ich persönlich finde so etwas asozial, unabhängig davon, ob es rechtlich zulässig ist oder nicht.
F2: Dann sollten sie schellstens den Beruf wechseln. Sie sind offenbar eine Beratungsgefahr für Ihre Mandanten.
Das eine schließt das andere nicht aus: Man kann professionell arbeiten (umfassende Beratung) und gleichzeitig eine Meinung dazu haben. Das schaffen auch Pflichtverteidiger und Psychologen und eben Mitarbeiter in beratenden Berufen.
Mein erster Chef hat auf "asoziale" Gestaltungsideen der Mandantschaft (Einkommensmillionär: "Bin ich verpflichtet, Weihnachtsgeld zu zahlen?" "Nein, sind Sie nicht. Aber denken Sie mal daran, dass Sie ohne Ihre fleißigen Mitarbeiter nicht ein so großes Einkommen erzielen könnten ..." - "Okay, glauben Sie, dass 100 Mark reichen?") adäquat reagiert: "Lassen Sie es sein; zahlen Sie nichts, 100 Mark sind kein Weihnachtsgeld, sondern eine Demütigung!" Er hatte neben der kostenpflichtigen betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Beratung eben auch noch ein bisschen unentgeltliche Lebensberatung ("Leben und leben lassen") parat. Aber das ist nun auch schon wieder 30 Jahre her ...
Da mögen sich recht haben, aber auch nur, weil es 30 Jahre her ist, muss es nicht falsch sein. Meine Mandate berate ich ebenso nach dieser Prämisse; das kann und sollte man auch und zwar in einem Rahmen, der nicht übergriffig wird.
Dem "Einkommensmillionär" zu sagen, ein Weihnachtsgeld wäre freiwillig, sollte dann aber auch belohnenden Charakter entfalten und leistungsgerecht sein, kann man sagen und dabei belassen.
Er solle kein Weihnachtsgeld bezahlen, weil dies eine Demütigung sei, beantwortete wohl kaum die zweite (ernstgemeinte) Frage des Mandanten, der es offensichtlich nicht besser wusste. Hier hätte man deutlich konstruktiver vorgehen können.
Gerade beim Dauerbrenner "Mindestlohn" muss Mandant sich nicht wundern, warum man niemanden, Unmotivierte oder Nieten bekommt; gerade hier ist erhöhter "Missionierungsbedarf" gegeben.
Dieser führt letztlich dazu, dass besseres Personal gewonnen und die Betriebsergebnisse verbessert werden können; nebenbei tut man indirekt vielleicht noch was Gutes für die Belegschaft, aber es ist nicht die Belegschaft, die mich beauftragt und bezahlt. Soll heißen, das "Soziale" muss kein Feind der Produktivität sein.
Den Begriff "asozial" empfinde ich in dem Kontext etwas überzogen und wenn ich bei Beratungen primär das Gemeinwohl oder das der Belegschaft meiner Mandanten in den Vordergrund stelle, fällt einem diese "Interessenkollision" zwangsläufig irgendwann auf die Füße.
"Lebensberatung" nimmt indes grundsätzlich einen sehr hohen Teil des Berufes ein; auch daran hat sich in den letzten Jahrzehnten nichts geändert und sollte nach wie vor hohe Priorität haben.
@AKW schrieb:@Steuerberater_DO schreibt: [...]
Mir schmerzt die Stirn noch mehr, weil es doch angeblich politisch gewollt ist, Sprit teurer zu machen, angeblich wegen Klima.
[...]
Das kann ich nur unterschrieben. Seit die Grünen im Land Baden-Württemberg das sagen haben, ist der Spritpreis nach oben genangen...
*Ironie Off* und damit bin ich raus aus dem Beitrag.
Falsch: Cem Özdemir ist im Landtag von Baden-Württemberg. Nicht die Grünen 😉