Hallo @fröhli , interessantes und immer aktuelles Thema! @fröhli schrieb: Hallo zusammen, Kommt es in der Praxis häufiger vor, dass Mandanten auf steuerliche oder rechtliche Vorgaben hingewiesen werden, aber dennoch an ihrer bisherigen Vorgehensweise festhalten möchten? Beispielsweise mit der Begründung, dass man das schließlich schon immer so gemacht habe? Mich würde interessieren, wie ihr in solchen Situationen vorgeht. Das ist nach meiner Erfahrung ein Thema, welches in erster Linie der Berufsträger (Steuerberater) mit dem Mandanten zu besprechen, zu entscheiden und zu verantworten hat. Ein souveräner Berufsträger wird sich nicht bewusst zum "Partner" oder Erfüllungsgehilfen kreativer Besserwisser machen (lassen), sondern zeitnah eine genaue Grenze ziehen ("An dieser Stelle des Weges teilen sich unsere Wege. Dafür suchen Sie sich bitte einen anderen Berufsträger.") Wenn jedoch ihr Chef (Berufsträger) Sie anweisen sollte, rechtlich falsche Dinge zu tun, liegt es an Ihnen und Ihrem inneren Wertekompass, ob und in welchem Maße Sie sich dafür einspannen lassen. Erfahrungsgemäß kann man gar nicht so viel dokumentieren, um später mal die Schuld von sich weisen zu können. Gerade "kreative" Unbelehrbare haben ein Naturtalent, im Ernstfall genau diejenigen in die Pfanne zu hauen, die im Vorfeld vor den rechtlich unsauberen Gestaltungen gewarnt haben. Haben Sie mal ein paar Beispiele, aufgrund derer Sie Bauchschmerzen oder schlaflose Nächte haben? Sprechen Sie mit Ihrem Chef über solche Fälle! Viele Grüße und einen schönen Nachmittag.
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