@Bruckelt schrieb: Wenn ich mich für die Pascom Cloud entscheide, dann funktioniert die Datev Telefonie bei Partner asp nicht. Aber habe ich denn dann in der Cloud-Lösung auch immer eine Pascom Anwendung bzw. Programm, wo ich meine Kontakte pflegen kann und von wo aus ich auch die Telefonnummer anwählen kann? Wenn PARTNERasp auch nicht (wie DATEVasp) mit der CloudPBX von PASCOM reden kann - weil sich dann ja die Rechenzentren direkt untereinander unterhalten müssen (PARTNERasp Server in Nürnberg <> CloudPBX PASCOM Telefonanlage in Frankfurt), dann können Sie auch nicht mit einer PASCOM Anwendung telefonieren, weil die PASCOM Anwendung Ihre Telefonnummern nicht in Frankfurt registrieren / anmelden kann. Das ist sicherheitsmäßig so gewollt, damit zwar theoretisch jeder aber dann auch wieder nicht jeder ankommen kann. Im DATEVasp gibt es nach meiner Recherche aktuell 2 Anbieter: nFON und QSC / Nouvellcom. Auch im DATEV TechTalk wurde das bestätigt. Daher wird PASCOM ganz entfallen. Und die Kontakte & Co. 2x pflegen: 1x in den DATEV Stammdaten und 1x im externen Programm ist auf Dauer nervig und führt auf Kurz oder Lang zu inkonsistenten Stammdaten. Technisch kann man es so lösen: ESTOS im PARTNERasp installieren, welches wiederum mit einen der 2 Anbietern reden kann. So ist Ihr Programm zum wählen und Co. ESTOS, dass z.B. auch Kontakte aus Outlook auflösen kann, wenn dort zusätzliche Kontakte gepflegt werden (private oder nicht für alle öffentlich in DATEV einsehbar). @Bruckelt schrieb: Kann ich auch aus anderen Programmen heraus wählen z.B. aus Word oder Email-Signatur mit Hilfe von Short Cuts? Ja, dafür ist allg. jedes CTI Programm, z.B. ESTOS zuständig. Via ESTOS können Sie Nummer markieren, Shotcut drücken, dann übergibt ESTOS der CloudPBX den Befehl zum Wählen der Nummer - und dann folgt jetzt die Frage des Endgerätes, das wählen soll, damit Sie jemanden hören können. @Bruckelt schrieb: Bin ich bei der Auswahl der Lizenzen auch flexibel? Z.B. wenn ich die 4 Basic Lizenzen wähle und möchte später dann doch noch eine dazu oder auf den Premium Lizenz upgraden? Kann ich nichts zu sagen. Weil die CloudPBX nicht im DATEVasp funktioniert, ist PASCOM bei uns raus. Habe ich mich nie weiter mit beschäftigt. Denn ohne DATEV Integration ist das nicht viel Wert. Dann kann man auch manuell die Nummern am Telefon tippen. @Bruckelt schrieb: Warum kannst du Softphone nicht empfehlen? Ich habe in der Kanzlei zwar überall Thinclients stehen, aber da kann ich nichts drauf installieren, weil die keine Festplatte besitzen. Das heißt, wenn was installiert werden muss, dann geht das nur auf dem Terminalserver. Und genau deshalb können Sie keine Softphones nutzen. Weil dann liegt die Software des Softphones (z.B. ESTOS) auf dem Terminalserver. Der steht aber in Nürnberg. Sie verbinden sich nur dorthin und holen sich eine Ansicht in Ihre Kanzlei. D.h. das Softphone müsste mit einem Headset in Ihrer Kanzlei reden, sodass sie dort den Ton und das Mikro haben. Heißt: Beide Datenströme müssten durch die Verbindung zum PARTNERasp nach Nürnberg und von dort aus weiter in die CloudPBX nach Frankfurt. Es gibt aber - laut QSC - keine vernünftige Lösung, damit Sie z.B. das Headset lokal in Ihrer Kanzlei ins PARTNERasp "schleifen" können. Technisch 1:1 mit SmartCards gleich zusetzen. Auch diese stecken Sie lokal an Ihre ThinClients und die Daten werden bis ins PARTNERasp transferiert. Bei einer SmartCard noch machbar, weil es 1. das Protokoll der Verbindung ins PARTNERasp das von Haus mitbringt und 2. weil es ja nur eine Abfrage von UserID und Passwort ist. Telefongespräche benötigen aber dauerhaft ca. 100KB/s Dandbreite und diese Daten dürfen nicht länger als 50ms unterwegs sein von Ihrem Headset zum Gesprächpartner, damit man sich nicht ins Wort fällt. Das klappt allg. beim remote-Arbeiten nicht. Weder mit DATEVasp, noch mit PARTNERasp, noch mit einem eigenen Terminalserver im Keller. Die Technologie ist grob immer die gleiche. Deshalb brauchen Sie dann wieder Tischtelefone, die im besten Falle sogar getrennt auf einer eigenen Internetleitung die Verbindung herstellen. Laut Aussage Vertrieb QSC: Es wurde ein, zwei Mal extra auf Wunsch des Kanzleiinhabers so umgesetzt (reine Softphones, keine Tischtelefone mehr). Es klappte aber technisch so zuverlässig, dass man sich schnell doch für Hardphones entschieden hat und so nun alle glücklich sind. Was Sinn macht, wenn mehrere Arbeitsplätze von mehreren Mitarbeitern genutzt werden (Halbtagskräfte): Hotdesking. Das heißt, die Mitarbeiter können sich an jedem Telefon anmelden und wenn es baugleiche Modelle sind, werden auch alle Einstellungen (Besetztlampenfelder, etc.) übernommen. Sollte eine DW der Mitarbeiter dann an keinem Gerät registriert sein, kann man ja einstellen, was passieren soll: persönliche Mailbox der Anlage geht ran, Umleitung auf die 0 oder andere zentrale Nummer, klingeln bis St. Nimmerleinstag, ... @Bruckelt schrieb: Grundsätzlich tendiere ich schon zu den Hardphones, aber für die Softphones spricht die Einsparung von Anschaffung von Tischtelefonen. Würde das Softphone dann in der Cloud überhaupt funktionieren? Siehe oben. An Hardphones kommt man wohl nicht vorbei. @Bruckelt schrieb: Darauf könnte dann evtl. ein Softphone installiert werden. Das geht technisch aber macht wenig Sinn, weil z.B. ESTOS dann standalone am Laptop wäre. Dann müssten Sie jede Telefonnummer, die im PARTNERasp gespeichert ist, erst per copy&paste ins lokale ESTOS übertragen, damit ESTOS den Ruf aufbaut. Auch das halte ich für sinnlos, weil ESTOS halt die PARTNERasp Umgebung fehlt und die Datenquelle, denn woher soll der lokal auf dem Laptop installierte Softphone Client die Nummern Ihrer Mandanten kennen? Heißt, dort tauchen auch nur Rufnummern auf, sofern z.B. nicht alle Mandanten doppelt dort lokal im Outlook gepflegt werden. Ergo: Wo liegen die Daten für Outlook / wo liegt der Exchange? Kommt man da auch mit einem lokalen Outlook dran? Nutzt man Office365 und den Exchange Online (also in der Cloud), kommt man von überall aus ins Outlook - nur im DATEVasp erlaubt DATEV keine Verbindung zu den Exchange Servern in der Cloud. Also ist das im DATEVasp auch aktuell sinnlos. Ggf. geht das aber im PARTNERasp. Im HomeOffice würde ich es wie folgt machen: Ist es ein dauerhaftes HomeOffice, dass die Mitarbeiter mehrmals die Woche aktiv nutzen sollen/können: Anschaffung eines extra Hardphones und diese mit der CloudPBX verbinden. Dann klingelt dort die DW als wäre man in der Kanzlei und auch der grüne Hörer funktioniert. Arbeitet man nur spontan im HomeOffice hat QSC mittels Smartphone App eine schicke Lösung: In ESTOS kann man die Funktion remote-Office aktivieren. Dann werden alle eingehenden Anrufe auf 1 Nummer / Telefon im HomeOffice umgeleitet. Soweit, so gut, so viel nichts Neues, wie es aktuell viele machen. Dank remote-Office Funktion kann man aber auch mit dem grünen Hörer rausrufen. Dazu baut dann die CloudPBX erst eine Verbindung zur Nummer im HomeOffice auf (Sie werden aktiv angerufen & müssen abnehmen) und erst dann wählt die CloudPBX die eigentliche Nummer. Bei Mandanten im Display taucht dann die Kanzlei-Festnetznummer auf. Oder: Mit einer anderen App am Smartphone verhält sich das Smartphone dann so, als wäre es ein echtes Telefon und Sie können in der App gleich mit der Kanzlei-Festnetznummer telefonieren. Aber: Die Nummern in der App werden dann auch nur soweit aufgelöst, wie Sie im Adressbuch vorhanden sind. Denn die App kann nicht mit den Stammdaten von DATEV reden und diese dann auflösen. Auch hier kommt dann der Exchange ins Spiel, der die Kontakte aus dem Outlook aufs Handy streut. Dann müsste man doch 2 Quellen pflegen oder im Outlook nur die aller wichtigsten. Und ist man gerade dabei: Achtung bei WhatsApp Nutzung und Einbindung von Outlook / Exchange am Smartphone. Ohne zusätzliche Software (MDM = Mobile Device Management) überträgt WhatsApp alle Nummern in den Kontakten des Smartphones. Erst ein MDM steuert, dass WhatsApp z.B. nur auf Kontakte aus der iCloud zugreifen kann; nicht aber auf Kontakte, die via Exchange Konto ins Smartphone gestreut werden. @Bruckelt schrieb: Hast du mit Pascom auch schon Videotelefonie durchgeführt? Nein, weil man das wieder anders aufziehen muss, weil die Webcam z.B. am Laptop im HomeOffice auch nicht ins PARTNERasp genommen werden kann. Es geht technologisch nicht. Deshalb würde ich hier auf Office365 Business Premium setzen. Jeder aus der Kanzlei bekommt ein Laptop. Dort drauf wird MS Teams installiert (in Office365 inkludiert). Der Exchange Online muss dann genutzt werden. Outlook im PARTNERasp verbindet sich in die Microsoft Cloud; ebenso wie das lokale Outlook auf den Laptops. So kann man Microsoft Teams nutzen. Zusätzlich kann man Microsoft Teams dann im Browser im PARTNERasp nutzen: zum chatten und Nachrichten austauschen und Arbeit an Projekten. Ich weiß, technisch alles hochkomplex aber Sie stecken in exakt 1:1 der Probleme, die auch wir gerade erfahren und es bei uns aufgrund der Größe aber nicht so flexibel wie bei Ihnen ist. Meine Lösung ist nicht die eine Lösung. Auch ich bin offen für andere technische Lösungen. Was echt schön ist - aber mit DATEV meiner Meinung nach nicht geht: Telekom OneNumer und Vodafone OneNet. Wenn ich technologischen Quatsch erzähle (@marco_keuthen) bitte gerne schnell und offen korrigieren. Ich lerne gerne dazu und möchte auch eine Lösung für uns finden.
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