@taniafiwi @bodensee Danke für die Einblicke und Erläuterungen. Für den, der gut mitzieht, ist da ja schon einiges an Zusatz drin. Hatte ich in den Höhen (bei den Spitzen) nicht erwartet. Da weiß ich zumindest Bescheid, falls ich das mal angeboten bekommen. Ich will mich mal noch dem Beitrag von @Der_Busfahrer anschließen. Es gibt tatsächlich eine Menge junge Leute, die davon leben müssen. Damals - also Früher - als ich meine Ausbildung gemacht habe, habe ich 350 - 450 - 550 bekommen. DM! Gut, war vielleicht alles auch noch etwas billiger. Trotz Berufsausbildungsbeihilfe und dem damaligen Kindergeld, was meine Eltern großzügig zugeschossen haben, habe ich finanziell ziemlich mit dem Rücken an der Wand gestanden. Warum ich damals ausgezogen bin, wenn es es traurig aussah? Naja - sagen wir es mal so: Meine Eltern haben es darauf angelegt. Aber unabhängig davon: Möglich war das nur mit Mitteln vom Staat. Und das kann nicht das Maß der Dinge sein. Auch Azubis arbeiten - die einen besser, die anderen schlechter. Und auch wenn sie vielleicht noch nicht die ganze Ausbildungszeit gut Umsatz bringen, ist soetwas ja auch eine Investition in die eigene Firmenzukunft. Wer seine Azubis mit "Aufwandsentschädigungen" abfindet und dann möglichst noch Pille-Palle-Arbeiten machen lässt, braucht sich nicht zu wundern, wenn der Azubi nach der Lehre (oder womöglich schon in der Lehre) ganz schnell weg ist. Das was hier an Vorschlägen der Kammern stand, finde ich OK. Also die genannten Beträge als unterer Wert. 20% runter würde ich da nicht gehen wollen. Im Übrigen kann man ja auch mit dem Azubi Leistungsvereinbarungen treffen. Wenn gewisse Noten erreicht werden, gibt es Prämien. Wenn bestimmte Buchführungen / Abschlüsse / Löhne allein und fehlerfrei erledigt werden, kann man auch eine Umsatzbeteiligung absprechen. Solche Dinge würden mE den Ausbildungsberuf auch wieder etwas attraktiver machen. Dann sieht auch der Azubi, wofür er gute / mehr Leistung bringen soll - ein Zweifel nämlich auch für sich.
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