Ich lese hier schon eine weile mit, hab mich aber bisher zurückgehalten, möchte jetzt aber doch mal meine Meinung ganz grob zu den angesprochenen Argumenten abgeben: Datev lässt sich ein riesen Geschäft entgehen In der Satzung der Datev kann ich nichts davon lesen, dass Sie möglichst viel Geschäft (Umsatz ...) machen soll. M.E. ist das auch nicht der Sinn der Genossenschaft, dass war auch nicht die Gründungsidee. Die Idee war, den Mitgliedern Software, Rechenzentrumskapazität ... zur Verfügung zu stellen, die Sie einzeln nicht kaufen konnten, es gar nicht am Markt gab ... Bei der Grundsteuer sieht man, dass es die Datev in diesem Fall tatsächlich nicht tätig werden muss, wenn es inzwischen schon 3 Anbieter gibt, die das zu m.E. recht vernünftigen Preisen anbietet. Das die Datev Hilfestellung gibt, diese Softwareangebote über allgemein zugängliche Schnittstellen an Datev anzubinden, finde ich vollkommen in Ordnung und erst einmal in unserem Interesse. Das hierbei natürlich auch die Datev auf die Sicherheit unserer Daten achten muss ist unumgänglich. Und damit sind wir beim Argument der Datensicherheit Hier wird es natürlich schwierig, bisher war einfach alles bei der Datev, lief über die Datev - dieser vertrauen wir zu 100%. Die Frage ist nun ob wir den anderen Softwareanbietern weniger vertrauen können - hier sehe ich aber weit mehr unsere Verbände, Kammern in der Pflicht sich damit zu beschäftigen als die Datev. Ein erster Ansatzpunkt wäre hier wohl die Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung und deren Prüfung durch Verbände ... Zum Vergleich mit Klartax: Hier wollte die Datev - in Konkurrenz zu den vielen anderen Anbietern - uns die Möglichkeit geben, Mandanten die ihre Erklärung selbst machen wollen zu gewinnen oder wieder zurückzuholen. Jetzt verfolgt man wohl auch den Ansatz den anderen Anbietern Schnittstellen bereitzustellen (zu meine Steuern). Ich will nicht wissen, wie viel (Wo)Manpower hier reingeflossen ist, die hätte man aber auf alle Fälle woanders gebraucht. Z.B. Lodas/Lohn und Gehalt schneller in die Cloud zu bringen um endlich die Parallelentwicklung von zwei Lohnlösungen aufgeben zu können. Was hätte sich Datev hier in Sachen Kurzarbeitergeld erspart, wenn es bereits nur eine Lösung gäbe. Als Fazit finde ich es nicht unbedingt falsch, dass Datev keine Grundsteuerlösung anbietet. Ich bin allerdings auch in Bayern (mit stark vereinfachten Verfahren) vielleicht machen wir die Erklärungen hier nur über Elster.
... Mehr anzeigen