@t_r_ schrieb: Auch wir treten bei dem Thema auf's Gaspedal, auch beim Mandanten. Ich weiß nur auch, wie schwierig es manchmal ist und das es schon einmal auch ein Drahtseilakt ist, dem Mandanten dabei nicht vor den Kopf zu stoßen. Denn "nur" wegen fehlendem Digitalisierungswillen wollen die wenigsten Berater gute Mandate verlieren. Hier muss man dann vielleicht auch mal behutsam damit umgehen und nicht nach der Methode "Friss oder stirb". Um Himmels Willen, das machen wir ja auch nicht. Aber Digitalisierung lässt nicht aufhalten und irgendwann muss man ja mal anfangen. Das ist ja bei der Fibu ähnlich (gelaufen). Da gab es eine Mandantin, die mit DUo, Belege online und dem ganzen Kram nix zu tun haben wollte. Bis zu dem einen Jahreswechselurlaub, als die Lohnüberweisungen ausgerechnet in diese Zeit gefallen wären. Wir haben einen Monat zuvor den Zahlungsverkehr mit Bank online zum Testen eingerichtet und als sie dann beim Apres ski die Überweisungen durchführen konnte, war sie auf dem "Gleis". Oder der Handelsvertreter, der es auf einmal richtig toll fand, zwischen ins Auto setzen und Zündschlüssel umdrehen die Tankquittung per Upload mobil zu scannen und hochzuladen. Oder der Mandant, der aus bestimmten Gründen die AU seiner Mitarbeiter selbst kontrollieren wollte. Ich weiß auch, an machen Stellen geht es manchmal nicht anders, sonst passiert nie etwas, aber dann doch mit Samthandschuhen und nicht durch den Softwarepartners unseres Vertrauens. Wie gesagt, der beste Fall ist immer der, wenn man dem Mandanten für einen "Kummer" ein digitales "Kümmernis" anbieten kann. --- Gerade im Lohn geht es mir in den letzten Jahren erheblich auf den Senkel, dass immer noch viele Informationen nicht über die Kanäle kommen, die besprochen, vereinbart, eingerichtet wurden. Diese eine 19-Seiten-PDF mit zwei PersFB, drei Arbeitsverträgen, vier Geburtsurkunden und einem unlesbaren Scan der Girokarte - wer kennt es nicht! Und dann soll solchen Mandanten auch noch teures Papier hinterher getragen werden? Ich achte schon darauf, alles beieinander zuhaben und zu prüfen, aber zusätzliche Arbeit, die in der Realität niemanden interessiert? Nein, die Zeiten sind vorbei. Ich telefoniere auch mit unseren "ruckelfreien" Mandanten wenigstens einmal im Quartal und sofern dabei keine Vereinsamungstendenzen aufgrund fehlenden Papiers erkennbar sind, ist alles fein.
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