Wenn ich diesen Thread lese, werde ich ganz depressiv. Ich dachte, hier sind die aufgeschlosseneren Teile der Steuerberaterbranche vertreten. Aber ich lese nur Gemoser, dass die Politik mal wieder nicht die eierlegende Wollmilchsau erfunden hat. Immer nur will ich nicht, brauch ich nicht, führe keine FG-Prozesse. Da tun mir die Mandanten leid, wenn nicht alle Mittel in Betracht gezogen werden, um den Mandanten zu ihrem Recht zu verhelfen. Selbst in der Kanzlei, in der ich vor 3 Jahrzehnten gelernt habe und die nur 08/15-Mandanten betreut hat, habe ich im Jahr nach der Ausbildung meine erste Klage schreiben dürfen. Über unser beSt-Postfach haben wir schon Post von Rechtsanwälten, anderen Steuerberater, sogar von der Sparkasse erhalten neben den Vorgängen von FG und BFH. Natürlich wünsche ich mir auch, dass es unkomplizierter ginge, so dass ich nicht mehr bei jedem Vorgang vom Sekretariat gerufen würde, um zu helfen. Doch es kommen nach und nach Verbesserungen. Haben wir uns damals beschwert, als es SMS mit Zeichenbegrenzung gab? Nein, es wurde genutzt trotz Kosten und Begrenzungen. Ich gebe zu, dass die Entwicklung zur minutenlangen Sprachnachricht nur bedingt eine Verbesserung ist, aber wer kann jetzt schon sagen, wo die Reise mit dem beSt hingeht? Lieber holprig anfangen als gar nicht und inzwischen gibt es einzelne Behörden und Gerichte, die in Sachen Digitalisierung viele Steuerberater überrundet haben.
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