@_Jost schrieb:...
Mein Traum-Szenario wäre, dass sich eine neue eG gründet, die die on-premise Programme der DATEV abkauft und fortführt.
...
Ich wäre dabei!
Kann es sein das es wieder los geht wie gestern?
Kanzleirechnungen (E-Rechnungen) als Vorschau aus der Dokumentenablage aufzurufen dauert wieder eine halbe Ewigkeit.
Gerade ist mir dabei sogar der DATEV Arbeitsplatz komplett abgestürzt.
Was ich meine ist, dass die Litanei bei Ausfällen mit genau mit den Argumenten geführt wird, die damals als negatives Szenario abgekanzelt wurde.
Wer keinen Plan B hat, der muss eben mit den Problemen und Einschränkungen auf sehr lange Sicht leben.
Einem Norbert Blüm die Sicherheit der Renten zu glauben war seinerzeit schon sträflich meine Mutter hat schon vor einem halben Jahrhundert gesagt, dass, wenn die Politik so weitermacht, wir auf die Einheitsrente zusteuern.
@_Jost schrieb:Jeder Plan B den ich kenne führt weg von der DATEV.
Ich habe ehrlich gesagt keine Lust am Ende in einer Abhängigkeit zu einem Software-Anbieter zu stehen, der seine Preise erhöhen kann wie er will - ohne dass die Nutzer ein Mitspracherecht haben.
Mein Traum-Szenario wäre, dass sich eine neue eG gründet, die die on-premise Programme der DATEV abkauft und fortführt.
Am Besten sogar eigentlich den Start von 0 wagt. Linux basiert.
Für Manchen bestimmt auch eher ein Fiebertraum, aber die Unabhängigkeit die man damit erzielen würde wäre unschlagbar.
Ich hoffe ehrlich gesagt eher darauf, dass Wettbewerber jetzt sehr genau hinschauen und bereitstehen, DATEV-Kunden aufzunehmen — idealerweise mit sauberen Schnittstellen und Migrationspfaden, die einen Wechsel überhaupt realistisch möglich machen.
Für andere Anbieter wäre das eigentlich die Chance, jetzt Kunden abzugreifen. Wenn es gelingt, Datenbestände, Buchhaltungen, DMS-Strukturen, Lohn- und Rechnungswesenprozesse mit vertretbarem Aufwand zu übernehmen, dann könnte daraus ein echter Plan B entstehen.
Ich glaube auch, dass eine solche Initiative von Wettbewerbern möglicherweise noch kommen wird. Zumindest ist das meine Hoffnung: ein Notfallplan beziehungsweise Exit-Plan, mit dem man nicht völlig alternativlos dasteht.
Natürlich wäre der Aufwand wohl erheblich. Aber wenn es am Ende eine Lösung gäbe, mit der man weiterhin lokal oder zumindest deutlich unabhängiger arbeiten kann, wäre das für viele Kanzleien vermutlich ein sehr ernstzunehmender Ausweg.
Siehe aktuelle Störungsthreads zu E-Rechnungen. E-Rechnungen sollte man heute nicht anschauen, das entspricht gleich einem Freeze oder direkt Systemabsturz.
Weiterhin zu dem Übermittlungsfehler:
Die Finanzverwaltung setzt zum 27.04.2026 für die Elektronische Datenübermittlung von Steuererklärungen (ELSTER) eine neue Mindestversion des ELSTER-Moduls voraus. Ab dann sind nur noch ELSTER-Aufträge (Steuererklärungen) übermittelbar, die mit einer aktuellen Programmversion des DATEV-Steuerprogramms aufbereitet / berechnet wurden.
Das bedeutet, bereitgestellte Erklärungen vor dem Datum müssen alle nochmal bearbeitet werden und neu bereitgestellt werden um diese zu übermitteln.
Für Ihren Wunsch gibt es in Amerika sogar schon einen Trend. Der nennt sich "Best of Breed" und nimmt die Anwendungen so wie sie am besten in des Unternehmen passen. Lassen diese sich nicht verbinden werden die Programme nicht berücksichtigt.
P.S.
Wer meinen Posts folgt weiß, dass ich diesen Ansatz auch verfolge und gestern eigentlich nur von dem Belegspeicher UO betroffen war.
Mein Traum-Szenario wäre, dass sich eine neue eG gründet, die die on-premise Programme der DATEV abkauft und fortführt.
Mein Fieber-Traum:
Mein Traum-Szenario wäre fast noch einfacher: Die DATEV stellt die abgewrackten On-Premise-Programme, die sie ja offenbar sowieso nicht mehr haben will, einfach unter GPL als Open Source ins Netz.
Dann setzt sich die Community ein Wochenende hin, klatscht unten eine neue Datenbank drunter — von mir aus MySQL oder PostgreSQL — und Montag früh läuft das Ding wieder.
Der Quellcode wäre vermutlich ein archäologischer Fund: uralte Komponenten, gewachsene Strukturen und Kommentare wie „TODO: später sauber lösen“. Aber genau das ist ja der Charme. Man müsste die Datenhaltung modernisieren, ein paar Schnittstellen geradeziehen, die alten Abhängigkeiten entflechten — und plötzlich hätte man wieder etwas, das lokal läuft, kontrollierbar ist und nicht davon abhängt, ob irgendwo eine „zentrale Komponente“ gerade beschlossen hat, Feierabend zu machen.
Kurz gesagt: DATEV gibt den alten Kram frei, die Community baut eine neue Datenbank drunter, nennt das Ganze „Kanzlei-Rewe Classic GPL Edition“ — und ab dann entscheidet nicht mehr die zentrale Komponente, ob heute gearbeitet wird.
Achtung, das ist nicht richtig.
Nicht die Bereitstellung vor dem 27.04.2026 ist relevant, sondern ob die Bereitstellung mit der alten Programmversion erfolgt ist (also vereinfacht gesagt, vor Januar 2026 oder danach)!
Vorausgesetzt die Programmversion wurde zeitnah installiert.
@zieglerconsult schrieb:
Kurz gesagt: DATEV gibt den alten Kram frei, die Community baut eine neue Datenbank drunter, nennt das Ganze „Kanzlei-Rewe Classic GPL Edition“ — und ab dann entscheidet nicht mehr die zentrale Komponente, ob heute gearbeitet wird.
Haha. Es gehört zwar "den Genossen", nur haben die nichts mehr über ihr Eigentum zu entscheiden. Ge_ickt eingeschädelt, oder?
@zieglerconsult schrieb:
Dann setzt sich die Community ein Wochenende hin, klatscht unten eine neue Datenbank drunter — von mir aus MySQL oder PostgreSQL — und Montag früh läuft das Ding wieder.
Und wie viele Jahre stecken in diesem "Wochenende"? Ich würde ja glatt wetten, dass die "Wo*Manpower" hinter diesem Wochenende derart exorbitant hoch ist, dass eben nur ein "Redesign" der "DATEV Software" in der Cloud wirtschaftlich ist bzw. war.
Hallo Jost, in Teilen kann ich Ihnen nur beipflichten. Eine neue Genossenschaft, naja, das wird sicher heute nicht mehr machbar sein. Aber auch ich finde das die Datev sich sehr negativ entwickelt hat. Bei kleineren Kanzleien steht das persönliche zu dem Kunden doch sehr im Vordergrund. Unsere Kunden sind glücklich nicht mit einer KI sprechen zu müssen. Bei der Datev anrufen, auf die schnelle ein Problem lösen, nicht mehr machbar. Man spürt regelrecht das man wohl nicht mehr erwünscht ist. Die Digitalisierung die uns jeden Tag begleitet bedeutet doch für uns erstmal nur mehr bezahlen. Eigentlich sollte sowas doch mit Kostenreduzierung zu tun haben. Wenn ich mir anschaue das heute eine Übertragung einer EST-Erklärung 4 Euro kostet. Für Daten durch die Leitung zu schicken. 2022 kostete das noch 2 Euro. Andersrum ist es schon ein Aufwand mal Daten zu löschen wie z.B. inaktive Mandanten Lodas. Bis man das gefunden hat vergeht eine Weile. Es gibt Kleinigkeiten die einen aufregen. Wie z.B. die Ansicht von Kontobewegungen in Online. Der Butten "anzeigen" kommt erstmal nicht, erst wenn man irgendwo mal einen Klick ins Leere macht. Sowas gehört sich für eine Datev nicht. Kleinigkeiten schafft man nicht aber will dann direkt das ganz Große. Es ist nur noch unpersönlich und wird immer teurer.Ob das der Kontoauszugmanger, DUO oder die Übermittlung von Steuerdaten ist, oder der Eilservice der 2022 EUR 25 kostete.
@einmalnoch
Da ist leider viel Wahres dran.
Die Kritik an Ausfällen, Performance, Abhängigkeiten und Qualität der Rechenzentrumsanwendungen ist nicht neu. Das wurde alles schon im Zusammenhang mit der Satzungsänderung und der grundsätzlichen Cloud-Strategie diskutiert. Nur hat es am Ergebnis nichts mehr geändert.
Der eigentliche Punkt ist: Jede Kanzlei muss sich inzwischen ernsthaft fragen, wie abhängig sie sein will. Von einer Plattform, von einem Rechenzentrum, von einer Produktstrategie, auf die man praktisch keinen operativen Einfluss mehr hat. Wer keine Exit-Überlegung hat, trägt das Risiko vollständig selbst.
Eine Alternative einzuführen ist sicher kein Spaziergang. Das bedeutet Datenmigration, Schnittstellenprobleme, Schulung, Umstellung von Abläufen, Mandantenkommunikation und vermutlich auch einen erheblichen Reibungsverlust. Aber das ist immerhin ein gestaltbares Problem. Völlige Alternativlosigkeit ist dagegen kein gestaltbares Problem, sondern ein strategisches Risiko.
Ich glaube auch nicht, dass jede Kanzlei morgen wechseln muss. Aber jede Kanzlei sollte wissen, was sie tun würde, wenn sie müsste. Welche Daten bekomme ich heraus? Welche Prozesse sind wirklich DATEV-gebunden? Welche Mandate könnte ich notfalls anders bearbeiten? Welche Anbieter kommen überhaupt infrage? Wo liegen die größten Lock-in-Punkte?
Am Ende ist das vielleicht die unangenehme Lehre aus der ganzen Diskussion: Nicht jeder Ausfall ist nur ein technisches Ereignis. Irgendwann ist er ein Hinweis darauf, dass man die eigene Abhängigkeit neu bewerten muss.
Sich Luft zu machen hilft dem Seelenheil. Die Strategie zu überdenken hilft der Kanzlei.
Ich würde wetten, dass aus dem Traum sehr schnell ein Alptraum werden würde
@KonComm
das war Satire (nur mal so nebenbei)
Dann setzt sich die Community ein Wochenende hin, klatscht unten eine neue Datenbank drunter — von mir aus MySQL oder PostgreSQL — und Montag früh läuft das Ding wieder.
Mwhahahahahaha. Der war gut.
Bei 3 Mitarbeitern ist ebenfalls der DATEV Arbeitsplatz abgestürzt mit beigefügter Fehlermeldung. Aktuell wenden wir Dokument 1046440 an.
@kai-n schrieb:
Dann setzt sich die Community ein Wochenende hin, klatscht unten eine neue Datenbank drunter — von mir aus MySQL oder PostgreSQL — und Montag früh läuft das Ding wieder.
Mwhahahahahaha. Der war gut.
Ich sehe da jetzt auch nicht so ein rieesen Problem...
@kai-n schrieb:
Dann setzt sich die Community ein Wochenende hin, klatscht unten eine neue Datenbank drunter — von mir aus MySQL oder PostgreSQL — und Montag früh läuft das Ding wieder.
Mwhahahahahaha. Der war gut.
Wieso? Das lassen wir übers WE OpenClaw vibe coden, freigeben, und praxisweit installieren. Wird zumindest witzig am Montag.
(Und bevor jemand fragt: ja, natürlich geben wir OpenClaw Admin-Zugänge zur Domäne, zu MS online und einen BT-Stick. Wenn es noch Zeit hat, kann es bitte gleich ein paar Jahresabschlüsse mit erledigen und offenlegen.)
ja, auch hier ist es alles sehr langsam. Scheint das neue Update am Server nicht bekommen zu sein. Oder der parallele Umzug von Belege online in die neue native cloud Lösung im super-RZ
Ist echt traurig, das unser Fujitsu Primergy TX1330M3 (Xeon E3-1220v6 (4C, 3,00Ghz/8MB)) als Datenserver hier seit Jahren zuverlässig sein Werk tut und für uns 6-8 AN ausreicht *schnell auf Holz klopft*.
@Intr4w4r3 schrieb:
Ist echt traurig, das unser Fujitsu Primergy TX1330M3 (Xeon E3-1220v6 (4C, 3,00Ghz/8MB)) als Datenserver hier seit Jahren zuverlässig sein Werk tut und für uns 6-8 AN ausreicht *schnell auf Holz klopft*.
Cloud-Anbieter HASSEN diesen Trick!
Ist es nicht unsere Pflicht, gegenüber den Mandanten, Mitarbeitern und der "Finanz-
verwaltung" Best of Breed anzuwenden, durchzusetzen. Ich glaube, das fühlt sich besser an, als der ständige Datev-K(r)ampf, das würde vielleicht wieder Spass und Erfolgsgefühl bringen....
Plan B
Ich werde die Nachricht die ich von der Aufsicht bekommen habe bewusst hier nicht kommentieren. Es kann sich jeder ein Bild davon machen.
@zieglerconsult schrieb:Ich werde die Nachricht die ich von der Aufsicht bekommen habe bewusst hier nicht kommentieren. Es kann sich jeder ein Bild davon machen.
Ebenso. Es lohnt sich nicht, darauf einzugehen. Es lohnt sich eher sich "zu orientieren".
Ursprünglich war Ihr Avatar doch "DATEV-Cloud - nein danke !" mit dem durchgestrichenen DATEV-Logo*/Wolke in der Mitte !
Mal abgesehen, davon, dass ich persönlich diesen Avatar kindisch finde, ist er m.E. mindestens grenzwertig.
Ich bin sicher einer der letzten, der DATEV verteidigt, aber da würde ich mir auch "ans-Bein-gepisst-fühlen" und ich denke, man würde auch in einem anderen (Marken-) Forum eine Rüge für diskreditierende Darstellungen bekommen.
Ja, "orientieren" oder auch gleich kündigen und wechseln ist ja möglich. Wir sind alle frei in der Anbieterwahl und damit alles möglich. "Just do it !"
edit: *zu Markenrecht
Seriously? Die Hütte brennt lichterloh und die DATEV macht sich Sorgen um das Markenrecht? Was genau soll die Marke DATEV denn in Zukunft noch wert sein, wenn es so weiter geht?
wie gesagt, im Kern richtig, lass ich weiterhin unkommentiert. Eine Meinungsäußerung bleibt eine Meinungsäußerung, wir leben ja Gott sei Dank in einer Demokratie. Wenn ich das nicht möchte, dann brauch ich kein Forum dafür anbieten.
deusex schrieb:
"Ursprünglich war Ihr Avatar doch "DATEV-Cloud - nein danke !" mit dem durchgestrichenen DATEV-Logo/Wolke in der Mitte !
Mal abgesehen, davon, dass ich persönlich das Avatar kindisch finde, ist es m.E. mindestens grenzwertig.
Ich bin sicher einer der letzten, der DATEV verteidigt, aber da würde ich mir auch "ans-Bein-gepisst-fühlen" und ich denke, man würde auch in einem anderen (Marken-) Forum eine Rüge für diskreditierende Darstellungen bekommen könnte.
Mit "Zensur" wie Sie schrieben, hat dies m.E. weniger zu tun und ja "orientieren" oder auch gleich kündigen und wechseln ist ja möglich. Wir sind alle frei in der Anbieterwahl und damit alles möglich. "Just do it !""
kann ich mich nur anschließen. es soll ein konstruktives miteinander herrschen.
Aus Markenrechtsgründen verstehe ich die DATEV, was die Verwendung des DATEV Logos angeht.
Und ich würde auch nicht pauschal sagen: Cloud-Irrsin. Grundsätzlich finde ich "die" Cloud gar nicht verkehrt. Was mich nur stört ist der Zwang und dass scheinbar niemand auf einen Parallelbetrieb (zeitlich begrenzt) gepocht hat.
Da würde ich mir wünschen, dass die DATEV sich das nochmal überlegt, ob nicht eine "soft migration" sinnvoller ist als das aktuelle "Friss-oder-Stirb"-Vorgehen.
kann ich mich nur anschließen. es soll ein konstruktives miteinander herrschen.
Konstruktiv wäre es wenn Fehler auch sauber kommuniziert würde und nicht erst drei Stunden nach Auftreten des Fehlers hin mal der Status geändert wird.
Finanzbuchhaltung Störung - DATEV-Community - 551290
Wer konstruktives Verhalten seiner User erwartet sollte bei sich selbst anfangen und nicht seine eigenen Kennzahlen schönen.
Danke!
Konstruktiv wäre gewesen auf die Wünsche und Befürchtungen seiner User oder besser gesagt Kunden oder Genossen einzugehen, bevor man Nägel mit Köpfen macht. Dann wäre vielleicht eine breitere Akzeptanz entstanden außer dieser Situation hier.