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DATEV, mir graut vor der Cloud ...

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letzte Antwort am 23.01.2026 20:09:41 von steuerbär
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@heitschmidt 

 

MyDATEV wäre in Verbindung mit dem Fido 2 Konzept hervorragend in der Handhabung. Aber DATEV kann es ja selbst.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/FIDO2 

„Einen guten Ruf erwirbt man sich nicht mit Dingen, die man erst machen will.“ - Henry Ford
deusex
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Nachricht 152 von 340
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@RAHagena  schrieb:

@c_kleineboymann  schrieb:

Können sie schon, der SQL verschwindet ja nicht sondern wandert in die Azure Cloud und das entspricht ziemlich genau dem Fahrplan aller Softwarehersteller die Software as a service leben. 


Das ist nicht das Problem, die DATEV hat sich (so wie quasi alle anderen Softwareunternehmen schon lange) dagegen entschieden, nach 2030 für alle Kanzleien den SQL-Server auszuliefern. 

 


M.W. liegt das Problem nicht bei DATEV selbst, sondern bei Microsoft, die nach 2029 keine Support mehr für SQL-Server anbieten; diese mögen noch laufen, werden aber nicht mehr gewartet und irgendwann platzt die Bombe.

Insofern sollte man hier nicht auf DATEV eindreschen, sondern punktuell diese Weitsicht positiv betrachten.

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bjoern
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Nachricht 153 von 340
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Insgesamt bin ich gespaltener Meinung was das Thema "Gang in die Cloud" angeht.
Aus Sicht des IT-Administrators profitiere ich im Moment davon, dass ich zukünftig weniger Verantwortung für die Instandhaltung des Betriebes der Anwendungssoftware haben werde. Dafür treten andere administrative Aufgaben in den Vordergrund. Der Fachkräftemangel sorgt auch dafür, dass mir die Aufgaben nie ausgehen.

Plus: Notebooks, Switches, Router und die ganze Peripherie werden immer da sein. Dazu kommen die "dummen Anwender", die wirklich alles kaputt und durcheinander kriegen! 

Unser Aufgabenbereich wandert einfach weiter und trifft immer wieder auf neue Herausforderungen.

Auf der anderen Seite bin ich auch ein wenig skeptisch. Wenn plötzlich alles aus einer Hand aus einem Rechenzentrum kommt und genau diese Hand anfängt zu bluten (Cyber-Angriff, Software-Fehler, Hardware-Fehler, Naturkatastrophen an falscher Stelle etc.), dann steht nicht nur eine Kanzlei still, sondern wohlmöglich ein ganzer Wirtschaftszweig. Die DATEV wird als Ziel für Cyber-Angriffe aus dem Ausland immer attraktiver. Wenn die Kanzleien nicht mehr arbeiten können, dann können zum Teil auch keine Steuergelder in Richtung Staat laufen! Und da wird es doch so richtig kritisch!

Unsere Chefs interessieren sich auch nicht unbedingt für die Gründe und Ursachen einer Störung. Das einzige was zählt ist die schnelle Wiederherstellung des Betriebs. Und wenn man hier als zuständiger Administrator keine genauen Angaben dazu hat, wann der Betrieb wieder anrollen wird, dann wird die Lage sehr schnell unentspannt.

Auch das Thema Performance spielt immer wieder eine Rolle. Wobei ich gerade sagen muss, dass die Cloud-Anwendungen doch gefühlt stabiler und flotter geworden sind im Vergleich zu vor ein paar Jahren.

Und dann kann man noch sagen: Um einige Dienste möchte ich mich gar nicht mehr selbst kümmern. Dazu zählen für mich:

Microsoft Exchange
Server-Hardware

Die Server-Hardware kann gerne bei einem Dienstleister in einem ordentlich zertifizierten Rechenzentrumsgebäude stehen. Soll doch jemand für uns defekte Bauteile und veraltete Hardware tauschen.
Das hat zwar damals Spaß gemacht, aber heute habe ich spannendere Aufgaben.

Was mir persönlich immer wieder auf die Nerven geht: Gierige IT-Vertriebsmitarbeiter, SLAs und Abo-Modelle.
Man kann selbst einfache Standardprodukte kaum noch kaufen. Stattdessen wird man dazu gezwungen irgendwelche Abos zu bestellen. Irgendwann blickt auch hier niemand mehr durch.

Abschließend: Aus Sicht eines Software-Entwicklers ist es doch super, wenn man durch Abos und SLAs regelmäßige bzw. dauerhafte Einnahmen erzielt und nicht wie früher auf große, einmalige Aufträge und Projekte gewittert hat.

Einen schönen Feierabend



Steuerberater_DO
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Im Ernst, Sie haben in meinen Augen einen sehr stark eingegrenzten Mandantenstamm, der wunderbar in DUO Prozesse zu passen scheint. Ich kann Ihnen versprechen, ein Großteil der Mandanten dort draußen passt nicht darein! 

 

 


Wir haben einen ausdifferenzierten Mandantenstamm. Aber in einem Punkt lasse ich nicht mit mir reden: Der Mandant macht es nach unseren Spielregeln und nicht nach seinen.

 

Warum soll ich auf einem Anbietermarkt meine Marktposition nicht nutzen und sagen, dass DUO so und so genutzt wird? Wenn das jemand nicht will, dann habe ich damit auch kein Problem. Der Mandant und wir passen eben einfach nicht zueinander.

 

Außerdem setzen wir uns am Anfang jedes Mandats mit dem Mandanten zusammen und definieren ZUSAMMEN, wie die Daten in welcher Form, auf welchem Weg und wann den Weg zu uns finden.

 

Dem Mandanten einfach nur DUO hinzuwerfen und zu hoffen, dass das dann eine Arbeitserleichterung ist, kann aus meiner Sicht nicht funktionieren.

hapet
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Weil Sie mir geantwortet haben, @f_mayer ...

 

Parallelbetrieb (sinnvoll) und fehlende Innovationskraft sind nicht mein Thema.

 

Mich irritiert, dass sich die DATEV bereits von grundlegenden Themen, die nichts mit transformativen Herausforderungen zu tun haben, überrascht zeigt und diese ggf. nachträglich in Planungen aufnimmt. 

 

Wie kann es bspw. sein, dass die Belegart „Umsatzsteuerliche Gutschrift“ programmübergreifend (Erstellung/Verarbeitung) fehlt(e); steht nun bei AW next auf der Agenda (siehe Ankündigung).

 

Wie können unter der Überschrift <Leistungsabrechnung> Belegarten vergessen werden? Haben Business Analyst/Product Owner nicht das erforderliche Fach-/ Praxiswissen oder spart man, wenn nicht von Anfang an alle bekannten Belegarten (ggf. plus Reserve für Neues & Individuelles) aufgenommen werden? Ist die Kommunikation zwischen den Abteilungen (mehrere Programme betroffen) gestört? Ist das den Piloten nicht aufgefallen oder hat man diesbezügliche Rückmeldungen ignoriert, weil keine ausreichende Häufigkeit? Gibt es keine fachlichen Dokumentationen, die fortgeschrieben werden?

 

Anwendungsbereiche, die nicht permanenten (Rechts-)Änderungen unterliegen, sollten nach so vielen Jahren eigentlich abgefrühstückt sein und kaum noch Wünsche offen lassen. 

 

Zur Erinnerung: Wir reden hier nicht von einer kleinen Softwareklitsche, die mit einer brandneuen Idee durchstartet.

janm
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M.W. liegt das Problem nicht bei DATEV selbst, sondern bei Microsoft, die nach 2029 keine Support mehr für SQL-Server anbieten; diese mögen noch laufen, werden aber nicht mehr gewartet und irgendwann platzt die Bombe.

Insofern sollte man hier nicht auf DATEV eindreschen, sondern punktuell diese Weitsicht positiv betrachten.


heitschmidt
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Nachricht 157 von 340
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Mmmh - ist das nicht erhellend? Ich habe mich selbst über den Lifecycle von SQL 2019 informiert. 

SQL Server ist also an sich gar kein kein auslaufendes Produkt, sondern wird sauber versioniert weiterentwickelt. Läuft eine Version aus (z. B. 2019), wechselt man zur nächsten (2022, später 2025). Exakt wie bei Windows 10 → Windows 11. Eigentlich ist das typisch Microsoft.

Entscheidend ist aber: DATEV selbst scheut diese Umstellung offenkundig nicht. Mit den DATEV-Programmen 19.x wird SQL Server 2022 aktiv eingeführt, getestet und freigegeben – trotz aller bekannten Abhängigkeiten. Das zeigt ziemlich deutlich, dass SQL-Verfügbarkeit oder Versionswechsel kein grundsätzliches Problem darstellen.

Wenn der Cloud-Umstieg mit angeblichen SQL-Risiken begründet wird, wirkt das daher eher vorgeschoben. Das reale Thema ist nicht „SQL läuft bald nicht mehr“, sondern Steuerung, Standardisierung und strategische Ausrichtung. SQL ist dann wohl die Ausrede oder das Mäntelchen.

"Wehret den Anfängen!" Das wird heute leider oft vergessen.
c_kleineboymann
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Nachricht 158 von 340
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Das ist ihr Recht und ich hatte nicht den Ansporn dies zu verurteilen. Was ich Ihnen nur sagen möchte; Ihre Mandanten und Ihre Kanzlei dürften nach meinen Erfahrungen nicht dem Durchschnitt entsprechen; Sie sollten diesen Blick auf das Ganze nicht verlieren und andere Meinungen nicht so lapidar mit "dann werden die Mandanten eben gefiltert" auswischen. 

andreashofmeister
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Wann sollte nochmal das Projekt "LOON" als produktive Anwendung an den Markt gebracht werden? 

 

Und was ist der derzeitige Stand der "Entwicklung"?

 

Stattdessen: siehe 8.1./9.1.2026 (und ein bisschen MySteuern heute morgen, 15.1.2026).  

 

Bis sich da was tut in der "DATEVCloud" sind viele von den hier schreibenden im wohlverdienten Ruhestand.

 

Läuft Elster eigentlich auch mit SQL, als Beispiel für eine funktionierende Online-Anwendung...?

c_kleineboymann
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Es gibt unzählige Derivate von SQL Servern (MySQL, etc.)  und auch die Cloud Anwendungen werden auf einem SQL Derivat laufen! Des Weiteren hat der Kollege ja schon geschrieben, aktuell ist bis 2036 der extended Support vom SLQ 2025 gesichert! 

heitschmidt
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@c_kleineboymann 

 

Eben! Und deswegen frage ich mich, warum wir - jetzt schon - mit halbgaren Cloudanwendungen zwangsbeglückt werden. Eigentlich sieht es doch so aus, dass die DATEV genug Zeit hat, ausgefeilte Software zu entwickeln und ihre Genossen glücklich zu machen. Mag sie uns nicht mehr?

 

"Wehret den Anfängen!" Das wird heute leider oft vergessen.
andreashofmeister
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Nachricht 162 von 340
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@heitschmidt  schrieb:

@c_kleineboymann 

 

Eben! Und deswegen frage ich mich, warum wir - jetzt schon - mit halbgaren Cloudanwendungen zwangsbeglückt werden. Eigentlich sieht es doch so aus, dass die DATEV genug Zeit hat, ausgefeilte Software zu entwickeln und ihre Genossen glücklich zu machen. Mag sie uns nicht mehr?

 


Nun ja, wann ist den eine Software ausgefeilt? Kanzlei-Rechnungwesen unter DOS konnte am Anfang auch nicht das, was es heute kann (sieht man mal davon ab, dass es damals dieses "Internet" noch nicht gab und alle Optionen, die damit zusammenhingen..).

 

Es ist ja nicht so, dass DUO und die anderen Plattformen nicht zu gebrauchen sind.

Man ist eben noch weit weg vom Ziel der "Nativ-Cloud", die man ja propagiert hat. Und dafür fehlt es vor allem an einer längt überfällig angekündigten ersten Lösung. Und die war LOON (oder wie es mittlerweile auch immer genannt wird. Für 2023 angekündigt, wir schreiben mittlerweile 2026, wenn auch erst Januar.

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janm
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VERMUTUNG:

 

Was ich hier maximal sehe, ist nicht das hartnäckige Gerücht, dass es keinen (MS) SQL Server mehr gibt. Es ist möglicherweise viel mehr ein Problem der "Lizenz" bzw. auch des "Lizenzprogramms".

 

Irgendwo ~2018 hat DATEV bestimmt nicht zufällig mal eben PostgreSQL auf sämtlichen datenhaltenden Systemen ausgerollt. Da ging es sicherlich auch um Lizenzverhandlungen mit MS und das man "ernst macht" mit einem Wechsel des SQL Servers.

 

Vermutlich wird DATEV den MS SQL im ISV für die Endkunden lizenzieren. Hier ist die Frage, ob das Programm erhalten bleibt bzw. zu welchem Preis. Mögliche Lösungen:

 

  • Wechsel auf einen nicht MS SQL
  • Die Endkunden lizenzieren den MS SQL selber

 

Beides wird am Ende die Endkunden Geld kosten. Finden sicherlich auch die meisten doof. 😉

heitschmidt
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@janm 

Ja, Geld ausgeben mag für manchen immer doof sein. Aber es ist nicht soooo doof, wenn man dafür ordentliche Leistung bekommt. Die sollte ja auch honoriert werden.

 

@andreashofmeister 

Und da kommt Ihre Sicht der Dinge ins Spiel. Ich will aktuell gar nicht wissen, womit ich arbeiten müsste, wenn ich jetzt auf das Cloudpendant für Kanzlei-Rewe angewiesen wäre - wenn es das denn schon gäbe. Das ist aber zu viel Konjunktiv. Auf der Ebene lohnt sich keine Diskussion. Es reicht der Blick auf das, was die DATEV-Cloud jetzt bietet, so wenig es ist. Von DUO will ich einmal absehen, weil das nicht zu der aktuellen Generation von Anwendungen gehört, die gezielt mit dem Argument der Nachfolgelösung in der Cloud eingeführt wurden. Aber ein kurzer Schwenk dazu: Dieses Produkt war von Anfang an einsetzbar; ganz neu, bis dahin nie vorhandene Funktionalität und tatsächlich von Anfang an gut einsetzbar - auch mit Fax. Jetzt ist der Unglücksfall schlechthin "Personal"! Lexinform wurde unangenehm in der neuen Variante. Für Analyse und Planung (ehemals Wirtschaftsberatung!) brauche ich erst einmal einen Kurs oder eben viel eigene Einarbeitungszeit, um es in den Griff zu bekommen. Warum? Weil das alte Handling nicht mehr zu finden ist. Es gibt nach meinen Erfahrungen in den genannten Beispielen keinen Fortschritt, obwohl das die Überschrift der DATEV für die Wolke ist.

 

Ich nehme an, meine Posts lassen mich da stehen, wie einen Verweigerer. Aber das möchte ich gerne einmal klar stellen: Ich habe - wenn ich Datenschutzbedenken einfach mal zur Seite schiebe - nichts dagegen, in der Wolke zu arbeiten. Das würde bestimmt einiges im Arbeitsalltag einfacher machen. Vorausgesetzt das Arbeiten funktioniert. Bisher sieht es für mich aber so aus, als hätte "die DATEV" den Mund zu voll genommen.

"Wehret den Anfängen!" Das wird heute leider oft vergessen.
c_kleineboymann
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Gerade die Lizensierung des SQL Servers kostet uns doch effektiv einfach Geld oder sind Sie der Ansicht, dass DATEV das kostenlos durchreicht? Wir haben hier ohnehin Server in der DATACENTER Lizensierung, zwar auf Grund der Lizenzsierung der VMs, aber da ist der SQL ja ohnehin mit lizenziert. Die Kosten könnte ich mir daher bei der DATEV gerne sparen, aber möglich ist das leider nicht. Daher würde ich ein Lizenzmodell sogar befürworten. 

 

 

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c_kleineboymann
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Für Analyse und Planung (ehemals Wirtschaftsberatung!) brauche ich erst einmal einen Kurs oder eben viel eigene Einarbeitungszeit, um es in den Griff zu bekommen.

Da würde ich Ihnen widersprechen wollen; Fakt ist nunmal, dass wir dringend eine neue Lösung brauchen und das sollten wir hier auch niemals herunterspielen. Die Software ist hoffnungslos veraltet und ein organisch gewachsenes System, was sich aber schon in den Wurzeln selbst verknotet hat. Es braucht einen radikalen Schritt! 

 

Das dies mit "Einarbeitungszeit" verbunden ist muss jedem klar sein, dass man darauf wenig Bock hat auch, aber das gehört am Ende dazu und gerade in unserem Job ist es nun mal Alltag sich in neue Dinge einzuarbeiten. 

 

Wenn das Programm nutzbar ist, gescheite Ergebnisse liefert und funktioniert habe ich nichts gegen eine Neuentwicklung, im Gegenteil, dann sehe ich den dringenden Bedarf. 

 

Das Problem ist auch nicht die Cloud, auch wenn ich der Überzeugung bin, dass die schiere Menge an Daten in Rewe und DMS kein Problem sind, was ich mit Cloud totwerfen sollte, denn da werden sich viele noch umschauen, wenn man Daten der Vorjahre erst anfordern muss da diese auf günstigem S3 Speicher abgelegt werden und keine Instantverfügbarkeit herrschen wird! Aber selbst das ist für mich alles ertragbar und am Ende geht es nur darum, dass die DATEV hier den Weg anderer Anbieter gehen will und uns Nutzer mit einem Minimum Viable Product (MVP) abspeisen will. Bei aller Liebe, das geht nicht und das wird zwangsläufig im Chaos enden! 

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f_mayer
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@hapet  schrieb:

Weil Sie mir geantwortet haben, @f_mayer ...

 

Parallelbetrieb (sinnvoll) und fehlende Innovationskraft sind nicht mein Thema.

 

Mich irritiert, dass sich die DATEV bereits von grundlegenden Themen, die nichts mit transformativen Herausforderungen zu tun haben, überrascht zeigt und diese ggf. nachträglich in Planungen aufnimmt. 

 

Wie kann es bspw. sein, dass die Belegart „Umsatzsteuerliche Gutschrift“ programmübergreifend (Erstellung/Verarbeitung) fehlt(e); steht nun bei AW next auf der Agenda (siehe Ankündigung).

 

Wie können unter der Überschrift <Leistungsabrechnung> Belegarten vergessen werden? Haben Business Analyst/Product Owner nicht das erforderliche Fach-/ Praxiswissen oder spart man, wenn nicht von Anfang an alle bekannten Belegarten (ggf. plus Reserve für Neues & Individuelles) aufgenommen werden? Ist die Kommunikation zwischen den Abteilungen (mehrere Programme betroffen) gestört? Ist das den Piloten nicht aufgefallen oder hat man diesbezügliche Rückmeldungen ignoriert, weil keine ausreichende Häufigkeit? Gibt es keine fachlichen Dokumentationen, die fortgeschrieben werden?

 

Anwendungsbereiche, die nicht permanenten (Rechts-)Änderungen unterliegen, sollten nach so vielen Jahren eigentlich abgefrühstückt sein und kaum noch Wünsche offen lassen. 

 

Zur Erinnerung: Wir reden hier nicht von einer kleinen Softwareklitsche, die mit einer brandneuen Idee durchstartet.


Diese Dinge deuten für mich erstmal darauf hin, dass die Entwickler nur begrenzt wissen, was die Anwender mit dem Programm vorhaben. Das finde ich im ersten Schritt nicht mal so schlimm, sind ja Programmentwickler und keine Buchhalter.

 

Das so etwas aber nicht bald nachgeliefert wird, lässt mich an dem Prozess von Feedback und (Programm-)Verbesserung zweifeln. Und das halte ich für fatal. In jeder Branche.

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siro
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@c_kleineboymann  schrieb:

Wir haben hier ohnehin Server in der DATACENTER Lizensierung, zwar auf Grund der Lizenzsierung der VMs, aber da ist der SQL ja ohnehin mit lizenziert.

 


Ich glaube da wird etwas verwechselt!

 

@janm  schrieb:

Irgendwo ~2018 hat DATEV bestimmt nicht zufällig mal eben PostgreSQL auf sämtlichen datenhaltenden Systemen ausgerollt. Da ging es sicherlich auch um Lizenzverhandlungen mit MS und das man "ernst macht" mit einem Wechsel des SQL Servers.

 


Man könnte ja auf SAP SQL Anywhere (formerly known as Sybase ASA) wechseln 😜

[Gab es nicht das was von Ratiopharm, ääh Datev? Kann man ja reverse entwickeln]

#ITeinfachmachen mit Datev Solution Partner
hapet
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@janm  schrieb:

 

...

Irgendwo ~2018 hat DATEV bestimmt nicht zufällig mal eben PostgreSQL auf sämtlichen datenhaltenden Systemen ausgerollt. Da ging es sicherlich auch um Lizenzverhandlungen mit MS und das man "ernst macht" mit einem Wechsel des SQL Servers.

Postgre (und NoSQL/MongoDB) ist tatsächlich seit Jahren in den Jobangeboten für Softwarentwickler unter <erforderliche Skills>erwähnt. Vielleicht ist die Entscheidung sogar schon gefallen.  

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janm
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@heitschmidt  schrieb:

@janm 

Ja, Geld ausgeben mag für manchen immer doof sein. Aber es ist nicht soooo doof, wenn man dafür ordentliche Leistung bekommt. Die sollte ja auch honoriert werden.


Leider ist "IT" an sehr, sehr vielen Stellen einfach eine "Kostenstelle". Das würde aber letztlich noch weiter vom Thema abdriften.

 

@c_kleineboymann 

Gerade die Lizensierung des SQL Servers kostet uns doch effektiv einfach Geld oder sind Sie der Ansicht, dass DATEV das kostenlos durchreicht?

Ich bin mir sehr sicher, dass es durch die DATEV um ein vielfaches günstiger ist im Vergleich zu "selbst lizenziert".

 

@c_kleineboymann 

Wir haben hier ohnehin Server in der DATACENTER Lizensierung, zwar auf Grund der Lizenzsierung der VMs, aber da ist der SQL ja ohnehin mit lizenziert.

Was ist denn das für eine Lizenz und aus welchem Programm, die inklusive Server auch den SQL abdeckt? (Die wird aber wohl auch nicht von der Masse eingesetzt.)

 

 

 

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andreashofmeister
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@siro  schrieb:

@....

an könnte ja auf SAP SQL Anywhere (formerly known as Sybase ASA) wechseln 😜

[Gab es nicht das was von Ratiopharm, ääh Datev? Kann man ja reverse entwickeln]


Oh, die Version ist doch noch auf den alten DATEV-DVDs enthalten, oder?

 

 

siro
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@andreashofmeister  schrieb:

@siro  schrieb:

@....

an könnte ja auf SAP SQL Anywhere (formerly known as Sybase ASA) wechseln 😜

[Gab es nicht das was von Ratiopharm, ääh Datev? Kann man ja reverse entwickeln]


Oh, die Version ist doch noch auf den alten DATEV-DVDs enthalten, oder?

 

 


Ich vermute eher auf Disketten 💾

🤣

#ITeinfachmachen mit Datev Solution Partner
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einmalnoch
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@All

 

wenn DATEV wirklich den MS-SQL Server als Grund nimmt ist DATEV nicht zu helfen. Im Prinzip ist es egal welche Datenbank verwendet wird. Es gibt genügend Datenbanken am Markt , die diese Aufgabe übernehmen könnten. SQL ist eine Abfragesprache und für eine Datenbank nur ein Merkmal, das sie die Abfragesprache interpretieren kann. Im Übrigen heißt noSQL nicht kein SQL sondern not only SQL, also "nicht nur". Das Konzept der noSQL Datenbanken ist schon älter als die von @RAHagena genannten, eine dieser Datenbanken wird sogar in einem Fibu System aktiv genutzt.

 

DATEV hat ein Steinzeitproblem und kann es auf der PC Plattform nicht mehr lösen. Wir sehen immer wieder die alten Anwendungen aus dem DOS Zeitalter (wie war das mit dem ODBC Treiber in LuG?), eigentlich sollten diese Dinge doch in der heutigen Zeit über native Zugriffe abgewickelt werden. Die Anpassung kostet natürlich Entwicklungszeit. Und nun bitte nicht nach weiteren Beispielen suchen.

 

Das nächste Problem von DATEV ist die Verhaftung an alten Rechenzentrumsstrukturen die doch tatsächlich einfach als Designidee in die schöne neue Cloudwelt (ja, es ist eine Anspielung auf "Brave New World") übertragen werden. Manchmal kommt man sich vor wie bei einer Zeitreise in die 1980er.

 

Soll ich, wenn ich einen gewissen Digitalisierungsstand mit meinen Mandanten erreicht habe, in jede Sackgasse rennen in die DATEV mich locken will? Seit mindestens 3 Jahren will DATEV mir erklären, dass ich mich auf Digitaliesierung vorbereiten soll und in jedem Jahr werden neue Wege aufgezeigt. Ich kann in der heutigen Zeit nicht jede Menge Zeit investieren um diese Irrwege zu pflastern um am Ende wieder aufzubrechen.

 

Schönes Beispiel aus der Neuzeit: Zahlungsverkehr ist nun Paymentcloud. Na schön, alles nach Vorgabe umgestellt nur eine Bank will ums Verrecken nicht. Das ist Mist, die Kontoauszüge müssen beschafft und manuell gebucht werden (die Bank liefert camt und Zahlungsverkehr kann nur MT940, die Anpassung csv kostet auch Zeit. Der Servicekontakt machte einen Vorschlag, der grundsätzlich ok ist, leider nicht funktioniert da dabei ein Hinweis erscheint der bei Ausführung wieder einen ablehnenden Hinweis liefert, somit im Kreis gelaufen. Ehrlicher wäre es gewesen rechtzeitig auf eventuelle Probleme bei diesem Zugang (bei anderen Banken hat es geklappt) hinzuweisen und vorzuschlagen einen neuen Zugangsweg einzurichten. Auch hier werden sich wieder viele Fehler und Irrwege als weitere Beispiele finden lassen.

 

Sicher lässt sich an jeder Anwendung ein Haar in der Suppe finden und meine Sondeerlocke soll natürlich auch dabei sein, nur wenn eine Anwendung halbfertig auf den Markt geworfen wird oder in der Umstellungsphase ohne jeden Mehrwert Programme in Cloud und on-prem aufgeteilt werden (was zu Mehrarbeit führt) sinkt die Stimmung gegen Null.

 

Dann kommt noch der übliche Rat "dann nimm etwas anderes", meine Antwort ist darauf nur "ich war schon bei N..." und nutze schon andere Programme.

 

Also bleibt

 

DATEV - Zukunft gestalten. Gemeinsam.

„Einen guten Ruf erwirbt man sich nicht mit Dingen, die man erst machen will.“ - Henry Ford
einmalnoch
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@siro  schrieb:


Man könnte ja auf SAP SQL Anywhere (formerly known as Sybase ASA) wechseln 😜

[Gab es nicht das was von Ratiopharm, ääh Datev? Kann man ja reverse entwickeln]


Mit dem Ding hat DATEV schlechte Erfahrungen gemacht, unter Novell hat das Ding den Server zum Stillstand gebracht.

„Einen guten Ruf erwirbt man sich nicht mit Dingen, die man erst machen will.“ - Henry Ford
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hapet
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@f_mayer  schrieb:


Diese Dinge deuten für mich erstmal darauf hin, dass die Entwickler nur begrenzt wissen, was die Anwender mit dem Programm vorhaben. Das finde ich im ersten Schritt nicht mal so schlimm, sind ja Programmentwickler und keine Buchhalter.


Natürlich liegt der Ball nicht bei den Entwicklern, sondern bei den Fachabteilungen, Business Analysten & Product Ownern, die den Entwicklern sagen müssen, was zu programmieren ist. Wenn im Jahr 2026 Prozesse nicht abgebildet sind, die es seit Jahrzehnten gibt, finde ich das befremdlich.   

martinkolberg
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@hapet  schrieb:

@f_mayer  schrieb:


Diese Dinge deuten für mich erstmal darauf hin, dass die Entwickler nur begrenzt wissen, was die Anwender mit dem Programm vorhaben. Das finde ich im ersten Schritt nicht mal so schlimm, sind ja Programmentwickler und keine Buchhalter.


Natürlich liegt der Ball nicht bei den Entwicklern, sondern bei den Fachabteilungen, Business Analysten & Product Ownern, die den Entwicklern sagen müssen, was zu programmieren ist. Wenn im Jahr 2026 Prozesse nicht abgebildet sind, die es seit Jahrzehnten gibt, finde ich das befremdlich.   


Eines der Gründe für die Diskussion hier ist, daß wir als Genossen keine Ahnung haben, wie der Ball aussieht und wer sich aktuell um das Thema kümmert.

 

Bei einer normalen Produktentwickelung dieser Komplexität sollten bereits die Datenhaltung und Module fertig definiert sein und die ersten Prototypen der zentralen Anwendungen von Anwendern getestet werden.
Die Realisierung aller Schnittstellen zu allen weiteren Abhängigkeiten darf nicht unterschätzt werden.


Was ist der Wunsch? Die KI erkennt bei jedem Beleg, worum es sich handelt und bucht ihn korrekt.
Das ist kein Hexenwerk. Man kopiere einen x- beliebigen Beleg zu ChatGPT oder Grok und fordere die Buchungssätze.
DATEV muß das natürlich viel besser können, als diese Wald & Wiesen KI!

Irgendwann sollten auch die Finanzbehörden von oberster Stelle die Situation zumindest beobachten, denn - sollte es in 3 Jahren zu einem massiven Stillstand in den Steuerkanzleien kommen, dann haben wir ein bundesweites Problem.

flange
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Irgendwann sollten auch die Finanzbehörden von oberster Stelle die Situation zumindest beobachten, denn - sollte es in 3 Jahren zu einem massiven Stillstand in den Steuerkanzleien kommen, dann haben wir ein bundesweites Problem.

Ein legitimer aber recht naiver Wunsch.

 

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flange
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Vermutlich wird DATEV den MS SQL im ISV für die Endkunden lizenzieren. Hier ist die Frage, ob das Programm erhalten bleibt bzw. zu welchem Preis.

Das ist der Punkt!

 

Die ganzen Behauptungen es läge am SQL-Server sind reine Nebelkerzen.

 

Extended Support für MS SQL-Server 2025 läuft bis 2036 und ich gehe jede Wette ein, dass es einen Nachfolger geben wird.

 

Wechsel auf einen nicht MS SQL

Das will DATEV nicht - hätten sie auch vor Jahren anpacken müssen.

 

Die Endkunden lizenzieren den MS SQL selber

Das wollen vermutlich viele Genossen nicht, währe aber eine ehrliche Option.

chrisocki
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@flange schrieb: 

Vermutlich wird DATEV den MS SQL im ISV für die Endkunden lizenzieren. Hier ist die Frage, ob das Programm erhalten bleibt bzw. zu welchem Preis.

Das ist der Punkt!


Mein reden. DATEV hat die Mitglieder und Mandanten mit einem Komfort verwöhnt, der so bei anderen Softwareanbietern immer in Frage gestellt wird. Erst letztens die Frage von einem Anbieter für ein ERP bei einem Kunden bekommen (sollen wir oder der Kunde lizenzieren).

 


Wechsel auf einen nicht MS SQL

Das will DATEV nicht - hätten sie auch vor Jahren anpacken müssen.


Sind ja noch ein paar Jahre Zeit. Aber das müsste man wollen. Wenn aber der Vorstand die Entscheidung "pro Cloud/RZ" getroffen hat, wird man da nur schwer von abrücken.

 


Die Endkunden lizenzieren den MS SQL selber

Das wollen vermutlich viele Genossen nicht, währe aber eine ehrliche Option.


Ich höre jetzt schon das Gestöhne, teuer, warum, wieso, u.s.w.

Dass es bei "normalen" Unternehmen Standard ist Software zu lizenzieren, hat sich nicht überall hin rumgesprochen. OK, das gilt auch für die "normalen" Unternehmen.

 

Mit "normale" Unternehmen möchte ich hier den Berufsstand StB, WP, RAe nicht abwerten! Aber Freiberufler sind mit unter schon "anders"... nichts für ungut.

 

Beste Grüße
Christian Ockenfels

 

 

 

 

janm
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@chrisocki  schrieb:

 


Wechsel auf einen nicht MS SQL

Das will DATEV nicht - hätten sie auch vor Jahren anpacken müssen.


Sind ja noch ein paar Jahre Zeit. Aber das müsste man wollen. Wenn aber der Vorstand die Entscheidung "pro Cloud/RZ" getroffen hat, wird man da nur schwer von abrücken.


Meiner Meinung nach ist für DATEV die einzige Option "Cloud".

 

"Vor ein paar Jahren" hat man ja mit der Umstellung auf "DATEV pro" gestartet und ist (leider) kläglich gescheitert bzw. hat mittendrin abgebrochen. Hier wird man festgestellt haben, dass es ohne "komplettes Redesign" vermutlich nicht möglich ist, das mehr als gewachsene Softwarekonstrukt "unter Kontrolle" zu kriegen. Und wenn man sowas _jetzt_ angeht, dann bleibt (fast ausschließlich) "Cloud".

339
letzte Antwort am 23.01.2026 20:09:41 von steuerbär
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