DATEV ist mittlerweile so maßlos, was die ganzen Umstellungen anbetrifft. Gefühlt jede Woche taucht eine Mail, ein Pop-Up oder etwas anderes auf, womit die Nutzer gedrängt werden, etwas zu tun, was sie aber entweder bewusst noch nicht möchten - aufgrund der funktionalen Einschränkungen der neuen Cloud-Lösungen - oder nicht können, weil selbst DATEV es momentan nicht kann. Jede Umstellung ist mit einem Zeitverlust für die Recherche, das Lesen von Hinweisen oder Klick-Tutorials und den Umstellungsprozess an sich verbunden und es gibt keine Rückkehr. Es müssen teilweise neue Arbeitsabläufe etabliert werden und Verarbeitungsprozesse angepasst werden. Jeder Prozess, für sich gesehen, mag ja (in naher Zukunft) notwendig sein, aber 5, 6 Baustellen gleichzeitig zu kontrolliert zu bedienen (neben dem Tagesgeschäft wohlgemerkt!), ist eine Zumutung. Ich habe den Eindruck, jede Fachabteilung sieht nur ihr Produkt, welches jetzt aber bitte schön endlich an den Mann/die Frau gebracht werden soll und es gibt anscheinend niemanden, der mal von oben die Gesamtheit im Auge hat. Dass sich DATEV lange Zeit mit ihrer schönen neuen grünen Wolke gelassen hat, ist das eine. Jetzt aber von den Anwendern verlangen, innerhalb kürzester Zeit ihre ganzen Workflows, Bestände und was weiß ich noch alles über den Haufen zu werfen umzustellen und das alles auch noch vor dem Jahreswechsel, dafür Zeit investieren zu müssen und gleichzeitig als IT-Betreuer die Mandantschaft mitzunehmen/als IT-Verkäufer der Mandantschaft die ach so schicken neuen Anwendungen zu verkaufen, ist das andere. DATEV läuft so ziemlich die Zeit weg, weil man trotz MVP vieles verbummelt oder verbaselt hat und die Anwender sollen jetzt so schnell wie möglich den Rückstand wettmachen, damit dann Anfang des nächsten Jahres stolz irgendetwas in der Richtung "Mission Accomplished" verkünden kann.
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