Die DATEV könnte tatsächlich auch wie unsere Regierung agieren und durch eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge eine Störungstaskforce in Teilzeit schaffen. Dienstags und donnerstags von 9 bis 11 Uhr, mittwochs Brückentag, freitags sowieso Homeoffice. Leitung selbstverständlich durch einen extern berufenen „Chief Resilience Officer" mit sechsstelligem Jahresgehalt, der die ersten 18 Monate erstmal eine „Bestandsaufnahme" durchführt und anschließend eine Roadmap zur Roadmap erarbeitet. Begleitend dazu natürlich ein „Runder Tisch Digitale Verfügbarkeit", besetzt mit Vertretern aus Verband, Beirat, Aufsichtsrat, und drei Unterarbeitskreisen, die sich quartalsweise treffen, um über die Tagesordnung der nächsten Sitzung abzustimmen. Ergebnisse werden in einem Zwischenbericht festgehalten, der dann 2031 als Grundlage für ein Eckpunktepapier dient – natürlich vorbehaltlich der Ressortabstimmung. Für die Mitglieder gibt's dann das innovative „DATEV-Verfügbarkeitsversprechen 2045": Eine ambitionierte Vision, in der Server „perspektivisch und nach Maßgabe verfügbarer Ressourcen" auch außerhalb der Mittagspause erreichbar sein sollen. Dafür wird der Mitgliedsbeitrag „moderat angepasst".. also verdoppelt – und eine zusätzliche „Digital-Resilienz-Umlage" eingeführt, deren Verwendung selbstverständlich nicht zweckgebunden ist. Pressemitteilungen zu den Störungen werden ab sofort nicht mehr zeitnah veröffentlicht, sondern „zum frühestmöglichen Zeitpunkt nach abschließender Bewertung der Sachlage".. also irgendwann zwischen Wiederherstellung des Betriebs und der nächsten Störung. 🤔
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