Hallo @LauraDz , erst einmal herzlichen Dank für die detaillierte Pionierarbeit und Aufzeigen von Problemen bei MyKommunikation, die ich bis jetzt noch gar nicht hatte, aber durchgängig nachvollziehbar, plausibel und bedenklich sind. Ein "digital mündiger" Mandant sprach mich darauf an, ob das MyKommunikation nichts für "uns beide" wäre, da ihm der E-Mail-Verkehr mit Transporverschlüsselung schon länger einen Knoten im Magen verursacht; gerade da er als IT-ler eine besondere Einsicht in die Problemfelder des E-Mail-Verkehrs hat. So habe ich dann (eher widerwillig) vor ca. 8 Wochen drei Mandate (inkl. dem o.G.) MyKommunikation bestellt und nutze das auch eifrig. Ich persönlich hätte es, wie damals Personal online, gerne noch 6 Monate oder eher länger zurückgestellt, bis nötige Funktionen vorhanden sind. Gerade bei den monatlichen Personalabrechnungen tun sich hier schon Barrieren auf. Mandant bereitet schön in Personal online alles vor, womit wir alles sehr gut in LODAS übernehmen können. Nun soll er bspw. die Kommunikation über MyKommunikation nebst Personal-Anlage führen ODER die Nachricht über MyKommunikation und die Anlagen über Personalakte. Das ist schon eine Farce. Wenn zumindest das Dokument mit "senden an" an die Personalakte übermittelt werden könnte... das kommt sicherlich noch; die Zeit ist noch nicht reif. Ansonsten spüre ich, dass Mandanten deutlich schneller reagieren, wie per E-Mail. Ob man mit der MyDATEV App und MyKommunikation auch direkt Dokumente scannen und hochladen kann weiß ich nicht... aber mal nur einen Vorgang in "Personal": Mandant hat einen Arbeitsvertrag vorliegen, möchte den übermitteln, ein paar Infos überlassen und ggf. noch Bewegungsdaten eingeben. So muss er den Arbeitsvertrag via upload mobil scannen und kann diesen zumindest an Personalakte hochladen. Dann muss er in MyKommunikation und kann seinen Senf verzapfen. Last but not least muss er in Personal Online und seine Bewegungsdaten eingeben. ... das ist nicht vermittelbar. Diese drei Dinge müssen "in Eins" erledigt werden können bzw. aus "Personal online" ausgelöst werden können (gut Personalakte ist jetzt glücklicherweise integriert). Grundsätzlich begrüße ich einen sicheren Kommunikationskanal und ich freunde mich, trotz der Knüppel in den Beinen, nach und nach damit an. Die mit übermittelten Dokumente werden soweit benötigt, in die jeweiligen Ablagen überstellt, womit ein Verlust für uns in Ordnung ist. Wenn wir uns aber schon sicher in "Mandantenangelegeheiten" austauschen können, muss der "interne Austausch zwischen den Kanzleiverantwortlichen untereinander auch möglich sein, aber dies ist dann lediglich in der Premiumversion von Kanzleimanagement möglich und das ist für mich einer der größten Versäumnisse in MyKommunikation und treibt mich schon enorm in die Richtung, es meinen Mandanten wieder auszureden oder tatsächlich nur die Mandanten "ins Boot" zu nehmen, die dies unbedingt mögen. Zunächst empfand ich die ganze Struktur als verwirrend, aber zwischenzeitlich empfinde ich es sogar als vorteilhaft, alle Dokumente aller Unterhaltungen in einer Übersicht zu sehen und zu verwalten. Wie oben erwähnt, dient mir das lediglich als "Zwischenablage"; Dokumente werden gelöscht, die andernorts zugeführt wurden. Unterhaltungen und Aufgaben als zwei getrennte Funktionen finde ich, offen gesagt lächerlich. Man könnte diese zusammenlegen und ggf. eine Fristoption einfügen; Mandanten Fristen zu setzen ist sowieso ein heikles Thema; eine kleine Bitte in einer Unterhaltung "dies doch bitte bis Ender Woche zu erledigen" erachte ich als weniger übergriffig. Wie @blum seit Äonen gebetsmühlenartig vorträgt, drängt sich leider auch in der Cloud-Welt wieder dieses Silo-Denken auf und man hat den Eindruck, dass in einer dunklen Programmierstube "Aufgaben" an der Tür steht, an der nächsten Tür "Unterhaltung", dann eine Tür mit "Dokumente" usw. Nutzt ihr MyDATEV Kommunikation bereits produktiv? Hat es eure Arbeit tatsächlich erleichtert? Definitv nein, aber für sichere Kommunikation würde ich auch etwas mehr Aufwand in Kauf nehmen. Wie geht ihr mit Rückfragen und getroffenen Entscheidungen um? Rückfragen werden direkt beantwortet und wenn eine Unterhaltung im konkreten Thema beendet ist, wird diese "abgeschlossen", um keine ewigen ping-pong-mails zu generieren, die über mehrere Themen "wachsen". Wie dokumentiert ihr die Kommunikation für die Personalakte? Aktenvermerk zum Dokument in einem Satz; nur wenn nötig. Wie organisiert ihr abgeschlossene Unterhaltungen? Abschließen und vergessen. Dokumente, die benötigt werden, nach Belege online, Personalakte (über Umwege) oder ins DMS. Wie handhabt ihr die erhaltenen Dokumente? Siehe voriger Punkt. Empfindet ihr die Kommunikation gegenüber einer normalen E-Mail tatsächlich als übersichtlicher? Nie und nimmer und auch das reine Textformat ohne Formatiermöglichkeiten, Aufzählungen, farblicher Hervorhebung, einfügen von screenshot etc. ist ein gravierender Nachteil. Mir ist es an der Stelle wichtig, mit wenigen Mandanten bei MyKommunikation an der Entwicklung dran zu bleiben. Ich würde das jetzt nicht verfüht an den Nagel hängen, da ich sonst die Erkenntnisse udn Entwicklungen versäume. Prozentual ausgedrückt, würde ich MyKommunikation bei 30% sehen; einen kanzleiweiten Einsatz sehe ich aus gegebenen Umständen in den nächsten 12 Monate eher nicht. Inwiefern von den drei "Versuchskaninchen" jemand weitermachen mag, werde ich mal Ende Oktoeber erfragen. Das sind sehr nette und kooperative Mandanten, die einige Kröten schlucken, damit unser Verhältnis passt, aber gehört dann auch dazu, dass man schlechte Systeme wieder beendet. Auf Dauer besser für die Mandatsbeziehung. Jetzt zu sagen, es ist alles Schrott und wir werfen es komplett aus dem Sinn, wäre mir verfrüht; dennoch fehlen für "Handling" und Funktion noch einige %.
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