Sehr geehrter Herr Wielgoß, wie immer eine sehr informative und kompetente Antwort und herzlichen Dank für Ihre Mühen. Kurz zum Verständnis die Beschreibung des Workflows: 1. Ausgangsrechnungen werden kanzleiweit geschrieben. 2. Pdf-Duplikat soll und wird beim jeweiligen Mandanten unter Stammakte/Gebührenabrechnung abgelegt werden. 2. Printduplikate werden mir von den Mitarbeitern täglich vorgelegt. 3. Über den Aufruf "Dokumente" mit Filter "Rechnungsausgänge heute" werden alle Rechnungen angezeigt, die heute geschrieben wurden. 4. Sammelmarkierung und alle in das Verzeichnis der "Belegverwaltung-Rechnungsausgang" kopieren (drag&drop). 5. Belegtransfer automatisch, mit "Zugang überwachen", (oder mit einem Klick mehr, auch manuell) durchführen lassen. 6. Verarbeitung der hochgeladenen Rechnungen in UO mit der Option "übernehmen und zahlen" (Lastschriften noch nicht vornehmen, sondern weiter erfassen). 7. Bereitstellen für Berater 8. Alle Zahlungsaufträge erstellen (SEPA-Lastschriften auf Termin). 9. Ablage der Printduplikate im Ordner "offene Ausgangsrechnungen". 10. "Mandant ergänzen" und Verbuchung der Rechnungen in Rewe (Verknüpfung der Belegbilder nach Belegverwaltung) online (nicht DokVerw.) Sämtliche Aus- und Eingangsrechnungen werden (seit 2010) also mit Erstellung bzw. Eingang i.R. der EÜR erfasst; dies wird auch bei unseren anderen EÜR-Mandanten größtenteils (bei UO immer !) so durchgeführt; hier liegt jedoch nicht das missing link. Beim Export werden die Belege zwar mit dem pdf-Duplikat verknüpft, allerdings mit dem der DokVerw. und nicht mit Belegverwaltung online; letzteres soll ja erreicht werden - automatisch. Der ganze Ablauf ist an sich kaum fehlerbehaftet, außer zwischen Schritt 3. und 4. lauert die Gefahr, dass eine Rechnung "untergehen könnte, aus welchen Gründen auch immer. Wenn hier also, dieser manuell Vorgang - automatisiert werden könnte, würde diese Fehlerquelle vollständig eliminiert, eben weil hier das "händische" zutun unterbleibt. Wie Sie schon ausführten, ist eine Ablage aller Rechnung unter "Kanzlei" für uns nicht pragmatisch. Bei der von Ihnen genannten Variante des Exportes der Dokumente stellt sich das Problem in gleicher Weise: Hier müssen dann auch die Dokumente zunächst alle "manuell" markiert werden und dabei auf Vollständigkeit geachtet werden; die Fehlerquelle ist somit immer noch präsent. Die Zahlungen (SEPA-Lastschriften) innerhalb des o.g. Arbeitsablaufes erscheint mir insgesamt homogener. 2010 führte ich Unternehmen online in der Kanzlei ein und startete als "Generalprobe" mit der Kanzleibuchführung. Hierbei hatte ich schon diverse Variationen getestet. Es hat sich jedoch o.g. Arbeitsablauf extrahiert, da dieser insgesamt die wenigstens "Klicks" und damit m.E. den schnellsten Ablauf verursacht. Mit der Aufarbeitung der physischen Buchführungsunterlagen (monatlich - wäre dann Punkt 11.) werden die Printduplikate in der Bank abgelegt; übrig bleiben die offenen Rechnungen, ob nun nicht verbucht oder nicht abgebucht, spielt dann keine Rolle. Dies ist derzeit noch unsere "Rückversicherung". Mit Implementierung einer Automatik, könnte auf den Ausdruck von Duplikaten künftig vollständig verzichtet werden. Würde die automatische Ablage eines zusätzlichen pdf-Duplikates bei Rechnungsdruck in ein freies Verzeichnis ( hier das für Ausgangsrechnungen definierte innerhalb Belegtransfer) erfolgen, würde dieses wiederum automatisch mit "Zugang überwachen" nach Unternehmen online hochgeladen und die Rechnung wäre definitiv im Rechnungs-, Zahlungsverkehrs-, Buchführungs- und damit im OPOS-Kreislauf erfasst; die Fehlerquelle wäre vollständig eliminiert, da in durchgängiger Prozess ohne die "menschliche Komponente" (Export oder d&d) gegeben wäre. Dies ist momentan so nicht gegeben. Ich sehe eine Lösung mit zwei Belegquellen (Unternehmen online und Dok.Verwaltung) einfach nur als Behelfslösung und ich möchte nochmals meine Frage an die DATEV stellen, wie die Zukunft der Rechnungsschreibung, als elementarer Bestandteil der Kanzleiverwaltung, geplant ist. Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
... Mehr anzeigen