Hallo Herr Seidel, danke für Ihre Antwort. Zitat aus Ihrem Beitrag: eine pauschale Antwort, ob Sie mit den Funktionen im neuen DATEV DMS 1:1 weiterarbeiten können, ist nicht möglich. Das neue DATEV DMS orientiert sich funktional stark an DATEV DMS classic. Dennoch wird es Unterschiede in der Bedienung und bei einzelnen Funktionalitäten geben. In wie weit spielen eigentlich solche Schlagzeilen bei den bekannten Überlegungen insbesondere bei größeren / komplexeren Kanzleien auch eine Rolle: https://bit.ly/2KSuHXK - Kooperation: Elo ist neuer Datev-Softwarepartner für Enterprise-Content-Management ?!? Spannend auch über welche Kanäle man davon hört (bis dato jedenfalls nicht über die bekannten DATEV-Kanäle, eher Facebook, Presseboards, u.ä.). Immerhin: Karl Heinz Mosbach "freut sich". Wir sind uns mal bei einer längst vergangenen DMSExpo (sowas gab es mal ) begegnet. Ich gönne es ihm. Nur: was konkret führte zu der Kooperation? Etwa ein Anforderungsprofil? Wenn ja, welches der vielen komplexen könnte es gewesen sein? ELO-Partnerschaft: Selbst wenn die ELO-Partnerschaft doch nicht in die Richtung Ersatz für's Saperion DMS gehen sollte, sondern erstmal den Mittelstands-Mandantenkunden vorbehalten wäre, wäre entsprechende Kommunikation und Klarstellung hilfreich. Spekulationen von Marktbeobachtern siehe jedenfalls: ELO & Datev: ersetzt ELO das DMS von Saperion? | PROJECT CONSULT Unternehmensberatung Dr. Ulrich Kampffmeyer GmbH Nebenbei bemerkt: ich schätze die Meinungen und Erfahrungen von Herrn Dr. Kampffmeyer seit Jahren sehr. Weiterhin mal hier etwas aus eigener Erfahrung mit Saperion DMS: Gerade die kombinatorische Anforderung aus Ordnungsbegriffs- und rollenbasierter Ordner-Funktionssperre war ja schon immer ein kleines "Problemchen" auch schon im Saperion-Umfeld (Stichwort Ausweichen auf Kanzlei vs. Mandanten-Ablage). Solche und ähnliche Probleme zeigen, dass selbst Saperion unter Umständen auch schon mal schneller an seine Grenzen stieß, als man es sich unter den genannten Referenzen für wen das Ding mal gebaut worden war (Daimler, Siemens - mache es groß und haue drauf, bis es passt ) vorstellen kann. Ob es da mit einem "einfacheren" DMS welches versucht möglichst Nahe an Saperion heranzukommen automatisch besser wird? Ein Beispielfall zum leichteren Verständnis der genannten Thematik: Es wird beispielhaft eine Gruppe für einen sensiblen Bereich definiert, z.B. "Lohn" oder "FiBu". Entweder kann ich dann den Ordner "Lohn" für die o.g. Gruppe global für den Ordnungsbegriff freigeben und für andere sperren; oder aber mit Mandantennummern operieren. Eine filterbasierte Sperre/Freigabe die zulässt, dass sowohl Mandantennummer 1 (z.b. symbolisch für 1=eigene Kanzlei) als auch Lohn nur für berechtigte angezeigt wird, während der gleiche Ordner "Lohn" dann bei Mandanten für alle oder zumindest andere Berechtigte sichtbar bleibt ist beim Saperion-basierten DMS nie möglich gewesen. Unter anderem auch deshalb war ja dann der Bereich "Kanzlei / StB" von Bedeutung. Nur darüber konnte man abbilden - so alle DMS Consultants von DATEV mit welchen ich zu tun hatte - dass der Ordner zwischen Kanzlei & Mandant überhaupt unterschieden wird, weil der Pfad /KANZLEI/LOHN/Unterreg. als Beispiel eben ein völlig anderer Pfad und eigentlich auch Ordner ist, als der Pfad /STB/LOHN/Unterreg. Dummerweise führt nur dieses scheinbar ausreichende Konzept dann dazu, dass dennoch die Kombination aus 1/STB/LOHN anwählbar ist und in einer größeren Organisation mit z.B. 150 Mitarbeitern eben leider auch dazu, dass trotz aller organisatorischer Maßnahmen eine Ablage von Kanzlei-Dokumenten im StB statt Kanzlei-Bereich bei aller Schulung nie 100% ausgeschlossen werden kann, was zum einen sowohl zu falsch abgelegten Dokumenten, als auch zum Zugriff auf eigentlich sensible Informationen auch für Unberechtigte führen konnte. komplexe Anforderungsprofile der Nutzer Ja, das kann schnell sehr unterschiedlich werden - deshalb keine Pauschalaussagen. Solche Sachen sind aber für marktgängige DMS-Systeme (z.B. Docuware) kein Thema, gerade im größeren Mittelstand braucht es oftmals sowohl Funktionstrennung zwischen den Fachabteilungen als auch zu Kundenbeziehungen verschränkt und kombinatorisch. Ob es Consulting dafür braucht, oder ob man das auch selbst machen kann und darf ohne Standards im System zu ändern ist recht unterschiedlich, aber abhängig von der DMS-Basis eigentlich immer machbar. Die Tatsache, dass viele Funktionalitäten im offenbar einfacher gestrickten künftigen Standard-DMS basierend auf der aufgebohrten DokOrg evt. nicht möglich sind, die in Saperion wenigstens möglich waren, macht mich nicht gerade mutiger, das solche oder ähnliche andere Probleme in großen Kanzleistrukturen überhaupt gelöst werden können. Am Ende braucht DATEV freilich eine Lösung für die Breite, das dürfte sicher das "DATEV DMS neu" werden. Was aber mittelständische Kanzleien und auch mittelständische Unternehmen machen sollen, bleibt m.E. damit erstmal noch unklar. Auch wenn die Beschreibung der o.g. Thematik für Kleinkanzleien komplex anmuten dürfte, auch eine >10 Mitarbeiter-Kanzlei könnte schon davon profitieren wenn es denn unter einem DATEV DMS-Standard wäre, Ordner und Ordnungsbegriffe kombinatorisch im Berechtigungssystem per Filter oder von mir aus auch "SQL-Freistil" o.ä. in einem entsprechenden Eingabefeld so vergeben zu können, dass nicht nur Maschinen sondern auch Menschen es durchschauen. Wenigstens NuKo/Benutzerrechteverwaltung- und EO-ähnlich sollte es möglich werden, seine Aufbauorganisation im System abbilden zu können. Von noch komplexeren Anforderungen wie automatisches Dokumentenrouting, Dokumententasks, CRM-Funktionalitäten oder vollständige Integration in alle DATEV-Anwendungen (AP Comfort ) lieber vorerst nicht zu reden. Strategie & Kommunikation: Leider bleibt die Strategie i.S. komplexeres DMS weiterhin noch recht intransparent und trübe. Daher stirbt die Hoffnung zwar zuletzt (andreashofmeister: ) , aber sie stirbt eben womöglich dann doch irgendwann, wenn die Strategien wie ELO & Co. zumindest für DMS-Erfahrenere wie unsereins auch im Kanzleiumfeld nicht bald transparenter werden.
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