@metalposaunist Leider gibt es da nicht nur eine Kröte zu schlucken. Die Fristen haben sich sogar um 3 Monate verlängert. Deswegen habe ich ja letztes Jahr angefangen, für 22 Leute Elster-Zertifikate zu besorgen, die dann im Meldeportal zu registrieren und dann konnte ich nochmal für eine zweite Firma das ganze machen, weil wir einige Mandate und natürlich die Kanzlei selber haben, wo nicht alle sehen dürfen, was da gemeldet wird. Zu den Preisen: Wenn die Kanzlei jetzt bis 30.06. im Meldeportal angelegt ist, ist 2024 kostenfrei und die 99 Tacken fallen erst nächstes Jahr an. Ihre GmbH würde ich nicht selber registrieren, um nochmal 39 € ab 2025 für 3 Jahre zahlen zu müssen, da Sie es selber nicht brauchen, außer um anzufragen, wie lange Sie sich selber krank gemeldet haben 🙂 Mandate müssen sich nur registrieren, wenn sie die Krankmeldungen abrufen, Sofortmeldungen selber erstellen, Sozialversicherungsnummern erfragen oder Anträge für A1-Bescheinigungen selber stellen wollen. Wenn der Mandant registriert ist, weiß das die ITSG natürlich, weil es nach der Betriebsnummer geht. Dann bekommt der Mandant eine Nachricht in sein Postfach im Meldeportal und eine Mail, dass Post da ist. Die Freigabe kann da per Zustimmungsklick erfolgen. Wenn der Mandant nicht selber registriert ist, greift die ITSG über die Betriebsnummer auf die hinterlegte Adresse aus der Betriebsdatenpflege zurück. Die Adressen musste ich feststellen, haben meine Kolleginnen nicht immer laufend gepflegt, so dass einige unzustellbare Briefe an die ITSG zurückkamen. Dann muss man über die Betriebsdatenpflege die Adresse aktualisieren und innerhalb der nächsten 4 Wochen bekommt dann die ITSG dies auch mit und man kann das Mandat löschen und neu anlegen, denn ansonsten wird der zweite Brief wieder an die alte Adresse geschickt. Meines Wissens setzt die ITSG noch auf Papierrechnung. Jedenfalls kann man noch keine Rechnungsmailadresse anlegen. Das wird dann bestimmt auch wieder auf Papier angekündigt, wenn sich hier was ändert. Die Rechnungen für 2025 müssten ja eigentlich schon als E-Rechnung kommen, es sei denn, die ITSG schreibt die Rechnungen schon in 2024 wie die Versicherungen. Per Mail kommen bei uns zumindest immer nur die Mitteilung, dass Briefe unzustellbar waren oder Infos über Posteingänge, die dann bis zur Abschaltung der Verfahren in den Mitarbeiterstammdaten immer gleich alle 22 Mitarbeiter bei uns bekommen haben. Aus Datenschutzgründen steht dann auch immer nur die Betriebsnummer in den Mails, so dass dann 22 Leute in ihren Aufzeichnung wühlen, ob sie diese Betriebsnummer betreuen. Und es waren immer Nachrichten für Anfragen, die selbstregistrierte Mandanten gestellt hatten. Ich habe in dem ganzen Kram bestimmt eine Vollzeitwoche Stunden versenkt, da fallen die 99 Euro nicht ins Gewicht, die wir ab 2025 mangels Rechteadministration gleich zweimal bezahlen können. Importmöglichkeiten für Mitarbeiterstammdaten der Mandanten sind nicht vorhanden. Die ITSG sagt, sie haben das Portal so programmiert, wie es die Krankenkassen haben wollten und ins Lastenheft geschrieben haben. Änderungswünsche werden daher an die Krankenkassen weitergegeben, die dann sich erst einig werden müssen, ob sie komfortablere und eigentlich überhaupt erst einmal nutzbare (Benutzerrechte) Funktionen in Auftrag geben und bezahlen wollen. Denn die 99 Euro für drei Jahre habe ich glaube ich schon an Portokosten verursacht für die nächsten 10 Jahre. Ick freu mir so.
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