Als ich vor 33 Jahren kurz vor dem Abitur am Überlegen war, was ich für eine Ausbildung machen wollte, habe ich einiges ohne Erfolg probiert und habe mich dann beim Arbeitsamt nach Angeboten bei Steuerberatern erkundigt (mein Großvater war Helfer in Steuersachen, ist vielleicht ein erblicher Gendefekt). Der nette Beamte beeilte mir dann zu sagen, dass ich für den Fachgehilfen in steuer- und wirtschaftsberatenden Berufen mit hoffentlich bald Abitur doch völlig überqualifiziert sei und er davon nur abraten könne. Auf Nachbohren hat er mir dann doch ein paar Zettel ausgedruckt mit Adressen von Steuerberatern, die suchen. Die zweite Bewerbung war dann mein späteres Ausbildungsbüro. In den letzten Jahren frage ich mich allerdings, ob ich damals nicht besser auf ihn hätte hören sollen. Zurück zum Thema: Wenn ich sehe, welch Chaos einige Steuerfachangestellte und sogar Bilanzbuchhalter in den Buchhaltungen anstellen, würde ich bei einem interessierten, lernbegierigem Quereinsteiger immer zugreifen. Aber ich bin gottseidank ja nur ein kleiner Steuerfachwirt.
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