Sehr geehrter Herr Meyer, löblich, dass Sie sich als verantwortlicher Projektleiter zu Wort melden. Daher möchte ich Ihnen meinen ganz persönlichen Standpunkt zu der Angelegenheit etwas ausführlicher als lediglich die Aussage "Ablehnung zur Vorstandsvorgehensweise" darlegen: Ich finde die angebotenen Partner nicht per se schlecht oder habe etwas gegen genau diese Unternehmen, im Gegenteil, ich finde die Reaktionen der Firmenleitung auf Kritik an GrundsteuerDigital vorbildlich, transparent und schnell. Was ich persönlich mit meiner Ablehnung in Bezug auf die Grundsteuer zum Ausdruck bringen möchte, ist, dass ich es überhaupt nicht gut finde, dass der DATEV-Vorstand Teile des Kerngeschäftes auslagert. Es wurde an diversen Stellen bereits über das Volumen der "Grundsteuererklärungen" (etwa 36 Mio, wenn ich es richtig im Kopf habe) gesprochen. In meinen Augen ist das kein "kleines nebenher", sondern ein großer Punkt des Kerngeschäftes der Steuerberatung was die DATEV auf keinen Fall aus der Hand geben darf. Ein (noch) vorherrschender, wenn nicht derzeit sogar der einzige markante Pluspunkt der DATEV ist in meinen Augen, dass alle wirklich wichtigen Aspekte der Steuerberatung mit einem einzigen Anbieter abgedeckt werden können und dadurch die Programme überwiegend reibungslos ineinandergreifen. Weicht dieses Alleinstellungsmerkmal weiter auf, denke ich, dass sich viele Genossen (und auch ich) leichter dazu durchringen werden sich andere Anbieter zu suchen. Wenn schon ein Flickenteppich genutzt werden muss, dann möchte ich auch den für mich schönsten Flickenteppich haben. Hier bietet sich für mich die Möglichkeit der DATEV meinen Unmut an ihrer Vorgehensweise mitzuteilen, die ich nutzen möchte. Grundsätzlich hat das aber weniger mit dem speziellen Punkt Grundsteuer zu tun als viel mehr mit der allgemeinen Geschäftspolitik des DATEV-Vorstandes. Die Grundsteuer ist jetzt nur "die arme Socke, die das ausbaden darf". Ich kann und möchte zwar nicht für meine Berufskollegen sprechen, könnte mir aber durchaus vorstellen, dass es diesen ebenso geht. Mit freundlichen Grüßen Stefanie Menck PS: Der besseren Lesbarkeit halber verzichte ich auf das Gendern, meine aber immer alle Geschlechter gleichberechtigt nebeneinander.
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