Wir haben uns das Lernvideo "Digital zusammenarbeiten mit MyDATEV Kanzlei" angesehen und hängen etwas daran, wie man sich die Zusammenarbeit z.B. beim Thema Private Steuererklärung vorstellen soll:
Bisher versuchen wir die Mandanten zu "Meine Steuern" zu bewegen und dieses Portal zu nutzen. Hier sammelt der Mandant seine Belege, gibt sein Startsignal, und wir hinterlegen dort die Steuererklärung und den Steuerbescheid.
Nun kommt MyDATEV Kanzlei hinzu, und da gibt es wieder Dokumente, die mit "Steuern" kategorisiert werden können. Auch andere Tätigkeiten, wie die Freigabe der Steuererklärung, können nur in MyDATEV Kanzlei erfolgen.
Die Frage ist jetzt, was macht der Mandant wo und was machen wir wo.
| Tätigkeit | Wer | DATEV Meine Steuern | MyDATEV Kanzlei |
| Belege hochladen | Mandant | ||
| Kanzlei informieren | Mandant | ||
| ggf. Rückfragen stellen | Kanzlei | ||
| ggf. Belege nachreichen | Mandant | ||
| Anschreiben Erklärung an Mandant | Kanzlei | ||
| Steuererklärung an Mandant | Kanzlei | ||
| Freigabe durch Mandant | Mandant | ||
| Anschreiben Bescheid an Mandant | Kanzlei | ||
| Bescheid an Mandant | Kanzlei |
Unsere Hauptfrage ist, um den zukünftigen Prozess ordentlich aufzusetzen:
Wenn Dokumente (z.B. die Steuererklärung) in DATEV Meine Steuern bereitgestellt werden, werden diese automatisch als Dokumente in MyDATEV Kanzlei angezeigt (z.B. als Verknüpfung).
Wenn in MyDATEV Kanzlei die Steuererklärung freigegeben wird, wird das automatisch in DATEV Meine Steuern als Fortschritt angezeigt.
Man erkennt vielleicht unser Verständnisproblem. Wir haben die Befürchtung, dass manche Tätigkeiten in beiden Portalen gemacht werden können (z.B. Dokumente) hochladen, aber einzelne Tätigkeiten nur in einem Portal (z.B. Freigabe).
Hat jemand MyDATEV Kanzlei schon praktisch in der Anwendung und kann unsere Bedenken zerstreuen?
Daniel Kühn
@d_kuehn Wir haben einen neuen Kollegen, welcher auch KOB ist und der hat ein paar Mandanten als Versuch umgestellt.
Ergebnis
Der Kunde ist König und wenn neue Systeme zeitintensiver und unübersichtlicher sind, macht eine Umstellung keinen Sinn (in meinen Augen)
Beides sind nur Linkziele für ein gescheites Kommunikationssystem.
@xyzmic Danke für Ihre Ausführungen zu den praktischen Erfahrungen
Das bestätigt meine Befürchtungen. Wir betreuen viele reine Einkommensteuerfälle (insb. mit V u. KAP). Auch die Mandate mit Kleinst-Nebengewerben sind für uns reine Einkommensteuerfälle. Hier ist es schon eine Herausforderung, den Unterschied zwischen
- der App SmartLogin
- dem Portal mytax und
- der App DATEV Upload Mobil
erläutert zu bekommen. Viele Mandate versuchen anfangs in den Apps (vor allem in Upload Mobil) nach weiteren Funktionen bzw. nach ihren Belege zu suchen. Hier müssen wir dann immer sagen: Browser öffnen und in das Portal mytax einwählen. Jetzt noch auf ein weiteres Portal (MyDATEV Kanzlei) bei diesen Privatmandaten ins Spiel zu bringen, stelle ich mir herausfordernd vor. Zumal bei diesen Fällen das Honorar keinen großen Spielraum für technischen Support zulässt.
Hallo Herr Kühn,
lt. DATEV soll voraussichtlich im 2. Halbjahr 2026 eine Integration mit Meine Steuern erfolgen (https://www.datev.de/web/de/steuerberatung/loesungen/kanzleimanagement/kanzleiprozesse-optimieren-und-steuern/mydatev-kanzlei ).
Wir sind auch am überlegen, my DATEV Kanzlei einzusetzen. Aber auch für uns macht ein weiteres, zusätzliches Portal derzeit keinen Sinn. Wenn Meine Steuern integriert ist, dann eher.
Übrigens ab Ende Juni / Anfang Juli 2026 soll es eine App für my DATEV Kanzlei für den MAndanten geben. Heute ist ja schon der 30.06.2026. Ich bin gespannt.
viele Grüße
K. Schmidt
Wir haben ab diesem Jahr die Kommunikation als Ersatz für die abgekündigte FZo eingesetzt. Wir wollten bei den Mandanten nicht wieder zurück zu Papier. Das funktioniert auch tatsächlich einwandfrei.
Das weitere Vorgehen - also wo legen wir Bescheide etc. ab - ist aktuell noch offen. Ich rege da eine Prozessänderung an. Wir sind aber noch in der Findungsphase. Ich bleibe vorerst dabei, die Kommunikation nur für die Freigabe zu nutzen und den Rest über Meine Steuern zu machen. Damit wird vom Mandanten (zumindest bei uns) auch einfach mehr mit gearbeitet.
Hallo Herr @d_kuehn ,
wir waren Pilot der ersten Stunde von Meine Steuern (guter Idee, guter Anfang, dann aber konzeptionelle Grundlagen Weiterentwicklung im Ergebnis eingestellt d. h. keine Aufnahme von GuE, USt und den weiteren Ertragsteuern).
Bezüglich DATEV Kommunikation (früher Kanzleibox; eine Box hat sechs verschlossene Seiten und ist somit verschlossen gegenüber den anderen DATEV Anwendungen). Wir nennen das Produkt kurz DaKo. Dort wurden wir wegen unserer kritischen Beiträge und fordernden Grundhaltung an eine Software leider als Pilot ausgeschlossen.
Der DATEV fehlen leider verbindende Elemente (roter Faden). Jede "Insellösung" entwickelt vor sich hin.
Ziel der DATEV soll nach meinen Informationen sein, dass es zukünftig nur noch „eine“ Kommunikationsplattform geben soll: DATEV Kommunikation (DaKo). Dort sollen alle anderen Plattformanwendungen zur Kollaboration zusammengeführt werden wie z. B.:
Das scheitert zur Zeit aber alleine schon daran, dass die DATEV Oberen es unterlassen haben, eine gute „Grundlage“ (Lastenheft) zu erstellen. So hat z. B. Meine Steuern eine Ordner-Struktur und kennt auch (müsste DATEV Basis jeglicher Anwendung sein) dass Veranlagungsjahr. Bei DATEV Kommunikation werden Sie Ordner und Fächer (oder Unterordner) und auch das Veranlagungsjahr nicht finden.
Wie sollen nun die Programmierer dieser beiden „Insel-Lösungen“ (DATEV Plattformvielfaltprogramm) diese Dokumente „vereinigen“ (integrieren)?
Hätte man von Anfang an gut geplant (Basis-Programme) hätte man einen DATEV Kriterien Knigge bei allen DATEV Plattformvielfaltprogramm zur Pflicht gemacht.
Was müsst aus meiner Sicht passieren. Es müsste mit Hochdruck an den fehlenden Basisprogrammen gearbeitet werden. Hier einen Auszug:
Danach müsste dann:
Leider haben die DATEV (DATEV Oberen) nach meinem Subjektiven Eindruck kein:
Es gibt schöne Bilder (PowerPoint Präsentationen) mit dem Zielbild, aber keine „Wegbeschreibung“ (keine verbindenden Elemente, kein roter Faden). Nach meiner subjektiven Meinung: vollständiges Versagen der DATEV Oberen!
Wie gehen wir zur Zeit mit der Planlosigkeit mit den dürftigen Informationen der Weiterentwicklung der DATEV zu DaKo um:
D. h. der Mandant hat für jedes VJ eine Unterhaltung in dem historisch sämtliche Erklärung, Bescheide und Schriftverkehr dazu zusammengefasst sind. So hat der Mandant dort einen Mehrwert (den könnte uns und unseren Mandanten die DATEV viel einfacher schaffen, wenn Sie Produkt mit rotem Faden bzw. verbindenden Elementen herstellen würden).
Wir laden den Bescheid nicht (mehr) in meine Steuern hoch (dort fehlt er leider wegen der fehlenden Zusammenarbeit der DATEV Plattformvielfaltprogrammen).
So unser aktuelles Vorgehen. Ich habe immer noch Hoffnung, dass es bei der DATEV einen "Integrationsbeauftragen" (Prozessmanager) gibt, der mit verbindenden Elementen und einem roten Faden, die vielen unstrukturierten Insellösungen der DATEV sinnvoll und prozessorientiert zusammenführt.
Gruß Ralf Blum
@blum Danke für Ihre Offenheit, Ihren praktischen Prozess ausführlich darzustellen. Das hilft mir sehr weiter.
Kurz zusammengefasst, schaffen Sie sich Ihre eigene Struktur durch eine separate Unterhaltung in MyDATEV Kanzlei, wo Sie alles pro Veranlagungsjahr bündeln. In DATEV Meine Steuern landen nur die Steuerbelege zwecks Belegverknüpfung und RaBe.
Ergebnis: Der Mandant muss beide Portale nutzen, hat aber
1. in DATEV Meine Steuern nur seine Steuerbelege
2. alles andere (Anschreiben, Erklärungen, Freizeichnung online, Bescheide usw.) in einer Unterhaltung pro VZ in MyDATEV Kanzlei
Fazit: Den Prozess (private Steuererklärung) in nur einem Portal vollständig abzubilden, ist nicht möglich.
Mit meinen Fähigkeiten und Kenntnissen ist es genau so.
Aber so lernen die Mitarbeiter das Senden an DaKo sowie den Umgang mit dem neuen Portal (viel händische Arbeit). Auch die Mandanten gewöhnen sich so an ein weiteres Portal (Vielfalt ohne Not) der DATEV (ich nenne das immer die Atomisierung der Ablageorte).
Ich würde mir wünschen, dass wir durch Digitalisierung und KI wertvolle Zeit sparen. Mit dem jetzigen Stand der DATEV Plattformvielfaltprogramme wird leider oft das Gegenteil erreicht.
Prozessorientiert, einfach und schnell ist leider anders.
Ich lasse mich aber auch gerne von der DATEV vom Gegenteil überzeugen. Vielleicht traut sich ein Mitarbeiter der DATEV zu meinem "DATEV-Würg-Around-Prozess Meine Steuern - DaKo" Stellung zu nehmen und mir aufzuzeigen, wie wir den Prozess effektiver gestalten können.
@xyzmic schrieb:@d_kuehn Wir haben einen neuen Kollegen, welcher auch KOB ist und der hat ein paar Mandanten als Versuch umgestellt.
Ergebnis
- Der Status in MeineSteuern aktualisiert sich nicht -> "Erklärung erstellen" bleibt stehen und ändert sich nicht auf "Erklärung vorhanden" und "Bescheid vorhanden
- Mandanten haben sich massiv in der Kanzlei beschwert, dass sie alle Unterlagen und Dokumente an einem Ort haben wollen und nicht ständig danach suchen müssen...
- Daher bleiben alle ESt-Mandate inkl. EÜR, GewSt, USt (auch eGbR) etc. ausschließlich bei MeineSteuern ohne die neue Kommunikation, weil dies aktuell noch nicht optimal läuft.
Der Kunde ist König und wenn neue Systeme zeitintensiver und unübersichtlicher sind, macht eine Umstellung keinen Sinn (in meinen Augen)
Die Kommunikation via My-DATEV Kommunikation/My-Datev wurde bei einer Mandantenbefragung unisono abgelehnt, da Einige zwischenzeitlich "die Faxen dicke haben", bei jeder Versicherung, Bank oder anderen ähnlichen Einrichtungen über Portale zu kommunzieren.
Die Befragung habe ich bewusst nicht suggestiv durchgeführt !
Zu 1. und 2. habe ich keine praktischen Erfahrungen oder Feedbacks, aber das Genannte reicht mir schon.
Insbesondere war der Wunsch BITTE weiter per E-Mail zu kommunzieren zu "dürfen", um damit EIN Kommunikationsinstrument FÜR ALLES nutzen zu können !
Ich sehe auch mittelfristig daher keine Bedarf an der integrierten Kommunikation in MyDatev.
In "Meine Steuern" sind unsere Mandanten zwischenzeitlich überwiegend sattelfest. Im Moment ist E-Mail, Telefon sowie DUO und MSt die zentralen Kommunikationspfeiler und es bleibt zu hoffen, dass wir, bei zu geringer Nachfrage nicht My-zwangsbeglückt werden.
edit:
Die "Freizeichnung" als Einzelanwendung hinter MyDatev zu legen, empfand ich schon als frech, womit ich sämtliche Zeichnungserfordernisse auf elektronische Signaturen (FP Sign) umgestellt habe; neben den Steuererklärungen können somit auch jegliche weitere Dokumente einheitlich beim Mandanten zur "Unterschrift" eingeholt werden; dies kirekt aus der DMS/DokVerw mit Rückspeicherung der signierten Dokumente; das ist wirklich ein äußerst erfreulicher und effizienter workflow.
Damit verbleibt kein Grund, dieses "Konstrukt" zu bedienen.
Vorschau:
Lt. Kundenbeauftragter wird (irgendwann) die elektronische Signaturmöglichkeit auch in MySteuern integriert, was "Freizeichnung" dann sowieso obsolet macht.
@deusex schrieb:
Insbesondere war der Wunsch BITTE weiter per E-Mail zu kommunzieren zu "dürfen", um damit EIN Kommunikationsinstrument FÜR ALLES nutzen zu können !
Ich sehe auch mittelfristig daher keine Bedarf an der integrierten Kommunikation in MyDatev.
Ich teile die Bedenken und Einschränkungen der aktuellen MyDATEV Kommunikation. Allerdings schmerzt mich die Bitte nach mehr E-Mail jedes Mal wenn ich sie irgendwo lese.
E-Mail ist ein beeindruckend ineffizientes Kommunikationsmedium:
Dazu ist E-Mail auch nicht besonders sicher, da die Mandanten die sich diese Kommunikation wünschen, auch eher selten mit Verschlüsselung beschäftigen. Von Phishing und anderen Problemen (welche durch KI stetig zunehmen) möchte ich gar nicht anfangen.
Es ist absolut richtig den Großteil der Kommunikation von E-Mails zu entkoppeln. Allerdings ist es dafür unabdingbar, dass handhabbare, integrierte und performante Alternativen geschaffen werden. MyDATEV Kommunikation ist das aktuell leider (noch) nicht.
@deusex Danke für Ihren Beitrag. Wir haben ebenfalls starkes Interesse daran, den gesamten Prozess der privaten Steuererklärung nur im Portal DATEV Meine Steuern abzubilden. Auch bei unseren Mandanten ist die Kommunikation per Mail die erste Wahl. Deswegen gefällt mir Ihr Prozess (ohne MyDATEV Kanzlei) für Kleinst- und Privatmandate gut.
Wir haben ebenfalls FPsign im Einsatz. Hier sind wir sehr hin- und hergerissen hinsichtlich der Unterschrift:
1. Die Workflow-Dokumente (Steuererklärung) nicht über E-Mail senden -> Dann muss der Mandant sich aber bei FPsign registrieren (weiteres Portal).
2. Kein Registrierung im FPsign Portal -> dann werden aber die Dokumente (unverschlüsselt) per Mail verteilt, wenn der Unterschriftsprozess abgeschlossen ist (Datenschutz).
Folglich wäre eine Unterschriftsoption oder FZO im Portal DATEV Meine Steuern die einfachste Lösung. FZO ist derzeit aber nur mit MyDATEV Kanzlei möglich und damit das Hauptargument für dieses Portal.
Ich habe zwischenzeitlich tatsächlich 99% der Mandanten an FP-Sign herangeführt; eine Signatur ist ausschließlich mit Registierung möglich, was bei der Anfrage bereits hinterlegt wird; inkl. 2FA via Smartphone.
Einmal registriert, via Link in der Anfrage-E-Mail und hinterlegten Login-Daten, gehen die Signaturen selbsterklärend, zügig und barrierefrei; einzig und allein bei der Neueinrichtung entsteht selten Supportbedarf; danach i.d.R. nicht mehr.
Selbstredend waren hier zusätzliche Datein einzuholen, da ich bspw. auch von Ehegatten nun ebenso die Signatur für die ESt-Erklärung einfordere.
Diese Vollmachtserteilung in Freizeichnung online für den Ehegatten leisten zu dürfen, weil dies systemseitig nicht möglich ist, empfinde ich als absolut amateuerhaft und untragbar.
Wir hatten in der Kanzlei hier diesbezüglich tatsächlich einen recht brisanten Fall, den die Rechtsanwälte der sich scheidenden Ehegatten zerpflückten (ich berichtete bereits).
Unsere "Augangspost" führt tatsächlich überwiegend nach "Meine Steuern - Posteingang" und wir achten zumindest bei der übrigen E-Mail-Korrespondenz, dass hier möglichst keine "sensiblen" Mandantendaten offen übermittelt werden; oftmals befinden sich diese in einer passwortgeschützten Anlage.
Einen gewissen "Ablageknigge", der sicherlich noch Optimierungspotential hat, lässt sich nicht von der Hand weisen, aber im Moment versuche ich zumindest die effizientesten und möglichst sichersten Arbeitsabläufe einzurichten.
Unseren Mandanten bieten wir stets proaktiv eine End-to-end-Verschlüsselung an, erläutern die Verschlüsselungsarten, aber tatsächlich wünscht jeder lediglich die Transportverschlüsselung; ich lasse mir dies via Auftragbedingungen auch bestätigen.
Ich mag aktuell niemals "nie" zu MyDatev Kanzlei sagen, aber ich teile Ihre Einschätzung, dass wir momentan von einem vollwertigen Produkt noch zu weit entfernt sind.
Es ist absolut richtig den Großteil der Kommunikation von E-Mails zu entkoppeln. Allerdings ist es dafür unabdingbar, dass handhabbare, integrierte und performante Alternativen geschaffen werden. MyDATEV Kommunikation ist das aktuell leider (noch) nicht.
Keine Frage und da bin ich auch bei Ihnen. Meine Kanzleiphilosophie ist auf maximale Entlastung meiner Mandanten ausgerichtet und ich wiederhole mich immer wieder: Wir wollen unseren Mandanten Zeit verschaffen, denn Zeit ist mit Geld nicht zu kaufen; Geld mit Zeit ist problemlos. Daher lehne ich jegliches Konstrukt ab, das zu einer Mehrbelastung meiner Mandanten führt, nur um in Nürnberg die PO´s glücklich zu machen.
Den ausdrücklichen Wunsch meiner Mandanten uns die Post per E-Mail zu überlassen, werde ich selbstverständlich nicht verweigern.
Wir hatten vor geraumer Zeit, "MyKommunikation" (vor Abkündigung) testweise im Einsatz; in der Folge wurde manches Mal über das Portal kommunziert, andermal wieder über E-Mail. So wird es mit MyDatevKanzlei nicht anders, da bin ich sicher.
Ich gehe gerne jede Lösung mit, die uns digital effizient weiterbringt und nicht zum Selbstzwecke (der DATEV) führt; im Moment ist´s eben so.
Sofern MyDATEV-Kanzlei tatsächlich das Potential hat, Funktionen zu vereinen und die Prozesse zu verschlanken, bin ich der letzte, der sich verweigert.
Ein bisschen off-topic, aber doch zum ESt-Prozess dazugehörend: Wie gelangt die Honorarrechnung zum Mandanten, speziell die E-Rechnung?
Meine Wunschvorstellung wäre, wenn die E-Rechnung ebenfalls im Posteingang im Portal DATEV Meine Steuern ankommen würde.
Es ist doch aktuell so, dass die E-Rechnung als PDF-Anhang unverschlüsselt per E-Mail dem Mandanten zugestellt wird. Oder liege ich da falsch? Ist das hinsichtlich der Gegenstandswerte nicht auch problematisch. Ein kundiger Dritter kann hier ebenfalls einiges erkennen.
Gute Idee.
Aber dafür müssten die verschiedenen Abteilungen der DATEV zusammenarbeiten und Kenntnis voneinander haben. Da dies fehlt, wird die E-Rechnung leider weiterhin unverschlüsselt (auch das könnte innerhalb der DATEV automatisiert werden) per E-Mail versendet und nicht über die neuen Portale bereitgestellt (EO-Comfort kann aber über DUO bereitstellen; das funktioniert schon).
Die Geister, die ich rief ...
DATEV ist überfordert und glaubt, für alles und jedes etwas neu entwickeln zu müssen.
Wir sind mittlerweile nur noch damit beschäftigt, DATEV-Programme zu integrieren, umzubauen und an Updates anzupassen. Dabei sind wir die Versuchskaninchen der Entwicklungsabteilung.
DATEV, lasst uns unsere steuerberatenden Arbeiten erledigen! Die Programme sollten einfach funktionieren und im Hintergrund laufen.
Hunderte Insellösungen, wie beschrieben, sind kontraproduktiv und verstecken sich hinter irgendwelchen Fantasienamen (MYDatev xyz), von denen wir kaum wissen, was sich dahinter verbirgt.
DATEV, lass uns die Inhouse-Lösungen und entwickle auf einer weiteren Schiene Cloud-Programme, die funktionieren und von den Inhouse-Programmen losgekoppelt sind!
Doch der Tanker hat Fahrt aufgenommen und der Eisberg lauert. MyDatev Titanic wird zum Problem werden. Der Kapitän ist das Problem. (Grüße gehen raus an Julian N.)
Gruß
Martin Heim
@martin65 schrieb:......
Doch der Tanker hat Fahrt aufgenommen und der Eisberg lauert. MyDatev Titanic wird zum Problem werden. Der Kapitän ist das Problem. (Grüße gehen raus an Julian N.)
......
Dann muss man wohl das Procedere der Kapitänsbenennung hinterfragen.
Nur weil hier in der Community einigen (wenige) Seefahrern unwohl von der Seefahrt ist, segeln da draußen ja doch etliche 10.000 Schiffe ohne Probleme täglich durch die Datenweltmeere.
Oder finden die alle den Heimathafen nicht mehr, weil sie Kommunikationsprobleme haben?
Von Meuterei auf dem Tanker ist ja auch nichts bekannt, obwohl vor kurzem erst ein Offizier von Bord gehen musste....
@andreashofmeister schrieb:
Nur weil hier in der Community einigen (wenige) Seefahrern unwohl von der Seefahrt ist, segeln da draußen ja doch etliche 10.000 Schiffe ohne Probleme täglich durch die Datenweltmeere.
Das Nicht-Meckern der großen Masse ist ja - auch unter Betrachtung umstrittener historischer Ereignisse - ein ganz hervorragender Indikator dafür, dass alles richtig läuft.
Hier meine Variante:
| Tätigkeit | Wer | DATEV Meine Steuern | MyDATEV Kanzlei | sonstiges |
| Belege hochladen | Mandant oder Kanzlei | x | je nach Technikaffinität | |
| Kanzlei informieren | Mandant | (x) | meist aber auf anderem Kommunikationsweg | |
| ggf. Rückfragen stellen | Kanzlei | Ticketsystem, telefonisch (auch im Ticketsystem) | ||
| ggf. Belege nachreichen | Mandant | (x) | Ticketsystem, Post, wie-auch-immer | |
| Anschreiben Erklärung an Mandant | Kanzlei | x | Benachrichtigung mit Link auf DaKo im Ticketsystem | |
| Steuererklärung an Mandant | Kanzlei | x | Benachrichtigung mit Link auf DaKo im Ticketsystem | |
| Freigabe durch Mandant | Mandant | x | Freigabebenachrichtigungen an zentrale Mailadresse - nicht ganz einfach, hat Datev so gebaut, dass es von der Tagesform der SB abhängt, ob das klappt | |
| Übermittlungsnachricht | Kanzlei | Ticketsystem | ||
| Anschreiben Bescheid an Mandant | Kanzlei | x | Benachrichtigung mit Direktlink auf Bescheid und Anschreiben im Ticketsystem | |
| Bescheid an Mandant | Kanzlei | x | Benachrichtigung mit Direktlink auf Bescheid und Anschreiben im Ticketsystem |
Die Datevsysteme sind also nur berufsrechtskonformer Online-Speicher, zu mehr taugen sie aktuell nicht. Ich verwende sie nur, weil
und hätte überhaupt keine Probleme, die durch andere Systeme zu ersetzen, sollte mir mal was besseres über den Weg laufen.
@d_kuehn schrieb:Ein bisschen off-topic, aber doch zum ESt-Prozess dazugehörend: Wie gelangt die Honorarrechnung zum Mandanten, speziell die E-Rechnung?
Meine Wunschvorstellung wäre, wenn die E-Rechnung ebenfalls im Posteingang im Portal DATEV Meine Steuern ankommen würde.
Es ist doch aktuell so, dass die E-Rechnung als PDF-Anhang unverschlüsselt per E-Mail dem Mandanten zugestellt wird. Oder liege ich da falsch? Ist das hinsichtlich der Gegenstandswerte nicht auch problematisch. Ein kundiger Dritter kann hier ebenfalls einiges erkennen.
Fett4: Sehe ich nicht als problematisch. Rückschlüsse auf die Honorargestaltung wären mir jetzt nicht relevant, aber wenn Sie hier auf die Wirtschafts- oder Ertragslage abzielen, haben Sie natürlich recht.
Grundsätzlich sehe ich die Zustellung der E-Rechnung per E-Mail als unproblematisch an. Ich wundere mich nur: Immer wird der Datenschutz hoch gehalten, und auf den E-Rechnungen sind dann die Einkünfte N, V, KAP usw. transparent ausgewiesen. Hier hat sicherlich jede Kanzlei Mandanten, die ein Störgefühl haben, diese Werte per unverschlüsselten PDF-Anhang als Mail zu erhalten.
Deswegen wäre eine direkte Bereitstellung der E-Rechnung in Meine Steuern eine charmante Lösung. Zumal "Rechnung" als Dokumentenart im Posteingang von Meine Steuern bereits vorgesehen ist.
@andreashofmeister schrieb:
@martin65 schrieb:......
Doch der Tanker hat Fahrt aufgenommen und der Eisberg lauert. MyDatev Titanic wird zum Problem werden. Der Kapitän ist das Problem. (Grüße gehen raus an Julian N.)
Dann muss man wohl das Procedere der Kapitänsbenennung hinterfragen.
Nur weil hier in der Community einigen (wenige) Seefahrern unwohl von der Seefahrt ist, segeln da draußen ja doch etliche 10.000 Schiffe ohne Probleme täglich durch die Datenweltmeere.
Oder finden die alle den Heimathafen nicht mehr, weil sie Kommunikationsprobleme haben?
Von Meuterei auf dem Tanker ist ja auch nichts bekannt, obwohl vor kurzem erst ein Offizier von Bord gehen musste....
Nur weil die anderen 10.000 Schiffe nicht lautstark ihre Nebelhörner aktivieren, sondern zähneknirschend eben die Eisberge tagtäglich umständlich umschiffen, heißt das ja noch lange nicht, dass dies problemlos und wohlwollend geschieht.
Der ein oder andere muss eben in Zeitnot seine kostbare Fracht in den Hafen bringen und hat während der Fahrt andere Sorgen, als in der Hafenkneipe von seinem Elend zu berichten. 😉
Das Schweigen der Masse war m.E. noch nie ein Indikator für deren Zufriedenheit (@cwes).
Meines Erachtens ist die Rechnung zur Erstellung der Einkommensteuererklärung kein Fall der E-Rechnung, da hier kein B2B-Vorgang betroffen ist.
Ob E-Rechnung oder S-Rechnung (PDF ohne xml-Anhang) ist egal.
Hauptsache automatisiert, prozessorientiert und schnell.
D. h. aus meiner subjektiven Sicht (Die Metapher des (T)Raumschiffes DATEV-Cloud😞
Dann hätte wir ein DATEV Plattformprogramm mit einem roten Faden und verbindenden Elementen.